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003

last update publish date: 2026-08-02 05:40:58

Asena

Die Frage trifft mich wie ein Schlag und raubt mir den Atem. Entschädigung? Was zum Teufel?

„Ich… ich wollte euch nicht stören“, bringe ich hervor, meine Stimme bricht.

„Ich wurde verfolgt, also…“ Ich stolpere über die Worte.

„Ich brauchte nur…“

„Klar hast du das“, sagt Caspian und hebt die Hand. Seine Finger gleiten mit quälender Langsamkeit durch mein Haar. Er streicht eine Strähne aus meinem Gesicht, seine Berührung fast zärtlich. „Du warst schon immer schlecht im Lügen, Asena.“ Er flüstert mir ins Ohr, seine gedämpfte Stimme schickt köstliche Zittern direkt in meinen Kopf.

Zavian bewegt sich und schließt den Abstand zwischen uns. Sein Duft umhüllt mich wie eine Droge und lässt meinen Kopf schwirren.

„Du hast nach einem Ausweg gesucht, sagst du?“ fragt er, sein Kopf berührt fast meinen Hals.

„…Aber du hast uns gefunden. Und doch…“ Sein Blick gleitet absichtlich meinen Körper hinunter, und ich presse meine Beine zusammen, mein Atem stockt.

„Du hast nicht geschrien, Asena. Du bist nicht einmal weggelaufen. Du bist einfach dagestanden und hast zugesehen.“

Hitze flutet meine Wangen. Ich kann seine Worte nicht leugnen, denn sie sind wahr.

Ich hätte mich umdrehen und weggehen sollen.

Verdammt, ich hätte so schnell wegrennen sollen, wie ich konnte. Aber ich habe es nicht getan.

Ich bin geblieben, habe zugesehen und wurde davon so verdammt erregt. Wie schändlich.

„Ich habe versucht zu gehen“, flüstere ich. „Die Tür…“

„War abgeschlossen“, beendet Caspian den Satz, seine Hand knallt neben meinem Kopf gegen das Holz. Das Geräusch lässt mich zusammenzucken. „VIP-Räume sind immer von innen abgeschlossen, Schatz. Für die Privatsphäre.“

Seine Körperhitze sickert in mich ein, und ich lehne mich beinahe näher, mein verzweifelter Körper sehnt sich nach mehr von seiner Berührung.

Ich sollte sie wegstoßen, sollte Abstand zwischen uns bringen, aber mein Körper schert sich nicht um Sollte oder Sollte nicht.

Meine Brust hebt und senkt sich, mein Kopf spielt jede obszöne Szene von vorhin erneut ab.

Wie Caspian ihren Hals umklammert hat, wie Zavian sie zum Stöhnen gebracht hat. Die rohe und schamlose Lust, die über ihr Gesicht geschrieben stand, während sie…

Gott.

Ich kneife die Augen zusammen und versuche, es auszublenden.

Ein tiefes Geräusch grollt von einem von ihnen, ich weiß nicht von wem.

Es stinkt nach Amüsement, vermischt mit etwas Dunklerem.

Zavian beugt sich vor, bis seine Lippen kaum die Muschel meines Ohrs streifen.

„Du hast es genossen, uns zuzusehen, nicht wahr, kleine Maus?“ flüstert er, und ich presse meine Schenkel zusammen, seine Worte wecken etwas Schändliches in mir.

Ich zucke zurück, als wäre ich elektrisiert. „Nein. Habe ich nicht…“

Aber unter uns dreien wissen wir alle, dass das eine verdammte Notlüge ist.

Caspians Finger fassen mein Kinn und zwingen meinen Blick nach oben, seinen zu treffen. Diese grauen Augen nageln mich fest und reißen jede Verteidigung nieder, die ich vorzugeben versuche.

„Deine Wangen sind gerötet, Schatz.“ Sein Mund krümmt sich zu einem langsamen, räuberischen Lächeln. „Dein Atem geht unregelmäßig.“ Sein Daumen streicht über meine Unterlippe, und ich spüre die Berührung überall. „Und dein Mund bettelt danach, geküsst zu werden.“

Meine Beine werden beinahe weich bei seiner Beobachtung.

Mein Verstand schreit, sie wegzustoßen und so schnell wie möglich zu rennen.

Aber ich bin gelähmt, gefangen zwischen Angst und etwas Gefährlicherem… einem brennenden Verlangen nach ihnen.

Zavians Finger gleiten mit wahnsinnig leichter Berührung meinen Arm hinunter, und Funken entzünden sich unter meiner Haut bei jeder Berührung.

„Du bist hier reingekommen und hast gezittert wie ein erschrockenes Kaninchen“, murmelt er, sein Atem heiß an meiner Schläfe. „Aber in dem Moment, als du gesehen hast, was wir gemacht haben…“ Seine Lippen huschen über meine Haut, „hast du vergessen, wie man atmet.“

Meine Schenkel pressen sich unwillkürlich zusammen und versuchen, den Schmerz zwischen meinen Beinen zu lindern.

Caspian bemerkt die Bewegung sofort. Natürlich tut er das.

„Kleiner Vogel“, lacht er leise, ein Klang, der nach reiner Sünde klingt. „Das ist verdammt niedlich.“

Sein Blick wird räuberisch.

„Sag mir etwas, Asena. Hat es dich erregt, ihr zuzusehen, wie sie meinen Schwanz genommen hat? Ist das der Grund, warum deine hübschen Schenkel sich so zusammengepresst haben? Hat es dich nass gemacht?“ Er schnurrt mir ins Ohr.

„Und noch wichtiger: Willst du meinen Schwanz nehmen wie das böse gute Mädchen, das du vorzugeben versuchst?“

„Ich… hör auf…“ Der Protest ist kaum ein Flüstern und stirbt in meiner Kehle.

Zavians Hand findet meine Taille und legt einen besitzergreifenden und fordernden Griff darauf.

„Dein Körper lügt nicht, Asena“, sagt er leise. „Er weiß, was er will. Auch wenn du zu ängstlich bist, es zuzugeben.“

Die Vergangenheit schlägt bei seinen Worten über mich herein.

Ich erinnere mich an die Jahre ihrer Grausamkeit, ihrer Sticheleien, wie sie mich wertlos fühlen ließen.

„Ihr zwei habt jahrelang mich gequält“, flüstere ich, meine Stimme bricht. „Warum sollte ich jemals…“

„Uns wollen?“ Caspians Stimme tropft von dunklem Amüsement. Er beugt sich näher, nah genug, dass ich seine Worte an meinen Lippen spüren kann. „Weil die Art, wie du uns gerade ansiehst, Schatz, mir alles sagt, was ich wissen muss.“

Mein Atem stockt.

„Versuch nicht zu heucheln, du wolltest uns schon immer“, enthüllt Zavian mein schmutziges Geheimnis… das, von dem ich dachte, es sei gut vergraben, nie das Licht der Sonne erblicken würde.

Die beiden waren meine Peiniger. Und ich… ich war die kleine Bücherwurm, die sie im Stillen begehrte.

Zavians Hand bewegt sich erneut und gleitet meine Seite hinauf.

„Du bist hierhergekommen, um ihn zu vergessen“, sagt er leise, seine Stimme windet sich wie Rauch durch meine Verteidigungen. „Nicht wahr?“

Meine Augen weiten sich, die Brust zieht sich zusammen.

„Woher weißt du von…“ Ich breche ab, unwillig, die Antwort noch zu hören.

„Von deinem erbärmlichen kleinen Ex, der seit Monaten deine Stiefschwester fickt?“ fragt Caspian.

„Wir haben dich im Auge behalten, Asena. Schon lange“, enthüllt Zavian.

Mein ganzer Körper wird starr. „Was?“

„Du hast ihn gehört.“ Caspians Daumen streicht über mein Kinn. „Wir bemerken Dinge an den Haustieren, die uns interessieren. Wie du uns früher auf den Fluren beobachtet hast. Wie du errötet bist, wann immer wir zu nah kamen. Wie du vorgegeben hast, uns zu hassen…“ Er beugt sich vor, bis sein Mund über meinem schwebt. „Während du in Wahrheit wolltest, dass wir dich nehmen.“

„Ich bin kein Haustier“, protestiere ich, aber selbst ich kann hören, wie unüberzeugend es klingt.

Caspians Lippen krümmen sich gegen meine.

„Warum reagiert dein Körper dann wie eines?“ flüstert er.

Hitze kracht durch mich.

Es ist Scham und Verlangen, so eng verflochten, dass ich sie nicht voneinander trennen kann.

„Du irrst dich“, flüstere ich verzweifelt. „Ich will nicht…“

Ich schlucke meine Worte, als seine Finger meine zitternde Lippe nachzeichnen und dann zu meinem Kinn hinuntergleiten.

Caspian beugt sich vor, bis ich jedes Wort an meiner Haut spüren kann. „Ich kann förmlich schmecken, wie sehr du das willst.“

Ein leises, demütigendes Geräusch entkommt meinen Lippen.

Ein Stöhnen.

Gott!!!

Zavians Mund findet meinen Hals.

Er küsst mich nicht, atmet nur gegen meinen Pulspunkt, und ich wölbe mich hilflos in die Berührung.

„Du leidest, Asena. Das verstehe ich“, murmelt er in meine Haut.

Ich will ihn anschreien, ihm sagen, dass er keinen Scheiß weiß, aber ich tue es nicht.

„Du versuchst, es in Alkohol und Fremden zu ertränken, die keinen Fick auf dich geben.“

Seine Hand gleitet hinauf und umfasst mein Kinn, neigt mein Gesicht zu seinem.

„Warum es dann nicht in etwas begraben, das sich tatsächlich gut anfühlt? Lass uns dich ihn vergessen lassen. Lass uns dir zeigen, was dir entgangen ist.“

Ein Stöhnen schlüpft an meinen Verteidigungen vorbei, bevor ich es stoppen kann.

Caspians Lächeln wird messerscharf.

„Da ist es“, flüstert er, seine Stimme reine Sünde. „Die Wahrheit ist, dass unsere kleine Maus schon lange darauf brennt, von uns ruiniert zu werden.“ sinniert er.

„Hör auf, mich so zu nennen“, atme ich zitternd.

Er beugt sich näher, seine Lippen streifen meine gerötete Wange.

„Dann sag mir, wie du genannt werden willst.“ Er fragt, sein Atem heiß an meinem Ohr. „Pet?“ Seine Hand gleitet zu meiner Hüfte, und seine Finger spannen sich besitzergreifend an. „Oder würdest du etwas Schmutzigeres bevorzugen? Etwas, das dich so erröten lässt, wie du gerade errötetst?“

Mein Atem zerbricht völlig.

„Ich sollte nicht… ich sollte hier raus und…“

Zavian fasst mein Kinn und zwingt mich, seinen Blick zu treffen.

„Asena“, ruft er, seine Stimme verführerisch wie eine Sirene, die mich gefangen hält.

„Lass heute Nacht los.“

Drei Worte.

Drei unmögliche, aber perfekte Worte.

Caspians Hand streicht über meine Taille, seine Berührung brennt durch den Stoff. Zavians Atem huscht über meinen Hals. Mein Herz hämmert so heftig, dass ich denke, es könnte meine Rippen sprengen.

Ich versuche, an der Logik festzuhalten und an der Erinnerung an Matteos Verrat und Sophias Grausamkeit und dem Mädchen, das nicht Frau genug war, um einen Mann interessiert zu halten.

Aber etwas in mir bricht.

Ein verzweifeltes Bedürfnis, mir selbst zu beweisen, dass ich einen Mann interessiert halten kann, übernimmt meine Sinne.

Ich sehe zu ihnen auf, zu den Männern, die mich gequält haben, die immer noch meinen Magen zum Flattern und meinen Puls zum Rasen bringen. Zu der Gefahr, vor der ich weglaufen sollte, aber nicht kann.

Der Blick in ihren Augen ist hypnotisch und zieht mich zur Sünde.

Ich schließe die Augen, hole tief Luft und lasse sie wieder heraus.

Als ich sie öffne, steht die Antwort klar auf meinem Gesicht geschrieben.

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