Mag-log inInzwischen hatte auch die alte Frau von Falken begriffen, dass es zwischen Clara und Maximilian keine gemeinsame Zukunft mehr gab.Bei Isabelles Worten verfinsterte sich ihre Miene, und sie sagte kühl: „Dass Clara in letzter Zeit nicht von sich aus die Scheidung angesprochen hat, tut sie aus Rücksicht auf die lange Verbundenheit unserer beiden Familien. Das merkst du dir gefälligst! Wenn ihr euch eines Tages offiziell scheiden lasst, begegnest du Clara mit Respekt, und alles, was ihr an Ausgleich zusteht, bekommt sie von dir in voller Höhe!“„Ich weiß“, sagte Maximilian.Die alte Frau von Falken schnaubte nur.Als Konstantin sah, dass Großmutter und Enkel wirklich verstimmt waren, wechselte er das Thema und sprach nicht weiter über Maximilian und Clara.Gegen Mittag rief Sebastian Maximilian an. „Was hast du heute Abend vor?“„Ich bin bei meiner Großmutter“, sagte Maximilian.„Den ganzen Tag im Familienanwesen bei deiner Großmutter? Du gehst nicht mal aus?“„Nein.“Sebastian v
Der Butler sagte: „Gebäck bestellen, das ist kein Problem. Für wen soll es denn sein, Sophie? Und welche Sorten möchtest du?“Sophie sagte sofort: „Für Mama! Aber die Sorten …“Ihr fiel auf, dass sie gar nicht wusste, welches Gebäck Mama am liebsten aß.„Ach, für deine Mama?“ Der Butler freute sich sehr, als er hörte, dass es für Clara war. „Ich weiß, was deine Mama gern mag. Ich lasse mir nachher Bilder von der Auswahl schicken, und du suchst etwas aus, Sophie, ja?“Sophie nickte. „Okay, danke.“Der Butler kümmerte sich sofort darum.Es gab so viele Varianten zur Auswahl, dass der Butler vorschlug, gleich mehrere Sorten zu bestellen – so konnte man auch auf den Geschmack der anderen in Claras Familie Rücksicht nehmen.Sophie fand das einleuchtend. Außerdem gefiel ihr jede Variante, und am liebsten hätte sie von allen je eine Schachtel bestellt. Der Butler bremste sie schnell: „Das ist viel zu viel. So viel können deine Mama und die anderen gar nicht essen. Fünf, sechs Schachtel
Sophie wich noch einen Schritt zurück und vergrößerte den Abstand zu Elena. „Ich will nirgendwohin. Ich will zu Hause essen.“Elena lächelte. „Gut, dann komme ich mit dir –“„Ich will allein nach Hause.“ Damit Elena sie auch wirklich verstand, sah Sophie sie an und sagte es noch einmal: „Ich fahre allein.“Elenas Blick verdunkelte sich. Sie trat einen Schritt vor. „Sophie –“Aber kaum hatte sie den Mund aufgemacht, stellte sich Sophies Fahrer ihr in den Weg. „Frau Richter, bitte bleiben Sie stehen.“Elena sah Sophie an und setzte noch einmal an: „Sophie –“Sophie reagierte nicht, drehte sich um, öffnete die Wagentür und stieg ein.Als Sophie eingestiegen war, drehte sich auch der Fahrer um und stieg ein.Elena sah zu, wie Sophies Wagen im Verkehr verschwand, und presste die Lippen fest zusammen.Seit Dr. Lindemanns Empfang hatte Sophie zwar keinen ihrer Anrufe angenommen und auf keine einzige Nachricht geantwortet, aber Elena hatte sich eigentlich nicht viel dabei gedacht.Si
Gaben sie auf, würden sie nicht nur alles verlieren, sondern obendrein auf einem Berg Schulden sitzen bleiben.Deshalb durften sie Maximilian auf keinen Fall verlieren.Yolanda sah Elena an. „Elena, was Maximilian angeht …“Elena wiederholte nur, was sie schon die ganze Zeit sagte: „Ich weiß. Ich melde mich bei ihm.“Yolanda nickte und sagte nichts mehr.Sie hatte sich immer für eine Frau gehalten, die Männer gut zu lenken wusste und verstand, wie sie tickten. Aber … das musste sie zugeben: Maximilians Reaktionen seit Dr. Lindemanns Empfang hatten sie fast ausnahmslos überrascht.Selbst sie wusste inzwischen nicht mehr weiter.Nach dem Frühstück fuhr Elena in die Firma.Bei Velox geriet die Arbeit immer wieder ins Stocken, und Elena wusste kaum noch, wo ihr der Kopf stand. Sie war gerade mitten in einer Besprechung, als Sabine anrief. „Elena, Maximilian ist von seiner Geschäftsreise zurück! Er war eben bei der Produktpräsentation des Von Falken Konzerns, ich habe das Video von
Maximilian hakte nach: „Bist du sicher? Willst du deine Mama nicht sehen?“Sophie wandte das Gesicht ab. „Wenn ich sie sehen will, melde ich mich selbst bei Mama. Du musst nichts für mich ausmachen.“Maximilian sah sie daraufhin an und wollte gerade etwas sagen, als Sophies Handy klingelte.Es war Clara.Sophie blickte auf das Display und nahm erst nach zwei Sekunden ab. „Mama.“„Ja, ich bin’s“, sagte Clara am anderen Ende. „Möchtest du zum Herbstfest zu mir kommen und mit mir feiern?“Sophie wollte im Moment nicht mehr so recht in Claras Nähe sein. Clara wusste nicht, ob Sophie überhaupt Lust hatte, das Fest mit ihr bei ihrer Familie zu verbringen, aber fragen musste sie trotzdem.Sophie zögerte kurz, ehe sie sagte: „Ich weiß noch nicht. Ich frage nachher Papa und sage dir dann Bescheid, okay?“„Gut“, sagte Clara. „Wenn du dich entschieden hast, sag mir Bescheid.“„Okay, mache ich“, sagte Sophie. „Tschüss, Mama.“„… Tschüss.“Kaum hatte Clara ausgesprochen, legte Sophie auf
In Sebastians Vorstellung war Sophie jeden Tag fröhlich und gut gelaunt. Und wenn ihr doch einmal etwas Unangenehmes passierte, erzählte sie es bestimmt sofort Maximilian – was sollte sie da groß bedrücken?Sophie wischte über den Bildschirm ihres iPads und sagte, ohne aufzusehen: „Ich bin nicht traurig.“Sonst hatte Sophie bei jedem Treffen ein Lächeln im Gesicht gehabt, und man hatte ihr sofort angesehen, wie fröhlich sie war.Wurde sie aufgezogen, hatte sie immer sofort munter zurückgeschossen. Dass sie sich jetzt necken ließ und still blieb, ohne jemanden zu beachten – daran sah sogar Sebastian, dass Sophie wirklich schlechte Laune hatte.Er wollte Sophie gerade ein bisschen necken und fragen, was sie bedrückte, da räusperte sich Alexander leise. „Du bist dran. Bestell.“„Ich habe schon bestellt.“„Dann bestell noch zwei Gerichte.“Sebastian staunte. „Du hast heute aber Appetit.“Alexander ging nicht darauf ein.Schon beim letzten gemeinsamen Ausflug mit der Yacht hatte Al
Claras zwei Kolleginnen warfen verstohlen einen Blick auf Elena und wichen hastig zwei Schritte zurück, pressten sich an die Wand.Elena sah auch Clara.Doch sofort wandte sie gleichgültig den Blick ab. Offensichtlich beachtete sie Clara gar nicht und stieg mit den Managern in den Aufzug.Als sic
Am nächsten Tag.Als Maximilian ins Büro kam, traf er Clara direkt am Eingang.Clara wusste nicht, dass Maximilian und Sophie bereits zurück im Land waren.Völlig unvorbereitet im Büro auf Maximilian zu treffen, ließ Clara abrupt innehalten.Maximilian war ebenfalls überrascht, sie zu sehen, dac
Adrian Hartmann und Clara hatten sich all die Jahre tatsächlich selten getroffen.Aber schon nach wenigen Begegnungen konnte Adrian erkennen, dass die Clara von heute weit entfernt war von der selbstbewussten jungen Frau von damals.Wenn er an die frühere Clara dachte, hätte er nie gedacht, dass d
Sophie von Falken sprang aus dem Bett: „Wirklich?!“„Ja.“„Warum hat Tante Elena mir das dann gerade nicht gesagt?“„Die Sache ist gerade erst klar geworden, sie weiß es noch nicht.“Sophie war außer sich vor Freude: „Papa, dann sag es Tante Elena noch nicht. Lass uns ihr eine Überraschung mache







