FAZER LOGINSelbst wenn Gabriel nichts gesagt hätte, hätte Kira nichts ausgeplaudert.Nach der Lektion von damals wollte sie sich künftig nicht mehr in die Angelegenheiten anderer einmischen.Nachdem Kira ihm das zugesichert hatte, sagte Gabriel nichts weiter, drehte sich um und ging.Kira sah ihm nach, und ihr Blick fiel auf Clara, die nicht weit entfernt stand. Als Clara sich aus der Menge löste, ging Kira auf sie zu. „Clara.“Als Clara sie sah, blieb sie kurz stehen, verzog aber keine Miene. „Frau Lennert, was gibt es?“Kira senkte den Kopf und sagte höflich: „Ich habe mich damals in einem Menschen getäuscht und Ihnen dadurch viel Ärger bereitet. Das war mein Fehler. Es tut mir leid.“Clara sah sie an und sagte kühl: „Ach ja?“Mehr sagte sie nicht, sondern drehte sich um und ging.Kira sah ihr nach und sagte noch einmal: „Es tut mir leid.“Clara blieb nicht stehen und drehte sich auch nicht um.Adrian hatte allerdings mitbekommen, was zwischen Kira und Clara vorgefallen war. Als Clara
Dann wandte sich der Gastgeber an Lucian: „Herr Morell, darf ich vorstellen: Herr Hartmann und Clara, die beiden Köpfe von Langmark.“Lucian nickte und gab Adrian und Clara die Hand. „Herr Hartmann, Clara – ich habe schon viel von Ihnen gehört.“„Sehr freundlich, Herr Morell.“Nach ein paar höflichen Worten sagte Lucian: „Meine Firma hat tatsächlich ein Projekt, bei dem ich gern mit Ihnen beiden zusammenarbeiten würde. Ich würde gern kurz in Ruhe mit Ihnen beiden sprechen. Passt es Ihnen gerade?“„Selbstverständlich“, sagte Adrian.Als der Gastgeber merkte, dass es um Geschäftliches ging, entschuldigte er sich unter einem Vorwand und ging.Lucian hatte einen Wissenschaftler seines Unternehmens mitgebracht. Nachdem sie sich gegenseitig vorgestellt hatten, kamen Clara und Adrian mit ihm ins Gespräch. Lucian kam angeblich nicht aus dem KI-Bereich. Während sie sich unterhielten, hörte er nur zu, warf aber bei den entscheidenden Punkten gelegentlich eine Bemerkung ein. Ein echter KI-E
Elena dachte an Lucians gleichgültige Miene von eben und schüttelte den Kopf. „Wir sind uns nur einmal flüchtig begegnet. Wirklich kennen wir uns nicht.“Allerdings lag ihre letzte Begegnung schon über zwei Wochen zurück. Elena war davon ausgegangen, dass Lucian die Hauptstadt längst wieder verlassen hatte, und hatte nicht damit gerechnet, ihm hier noch einmal über den Weg zu laufen.…Am selben Abend fuhren Clara und Adrian nach Feierabend gemeinsam zum Abendempfang eines Geschäftspartners.Nachdem sie eingestiegen war, rieb sich Clara die Stirn. Ihr fiel ein, dass sie in den letzten zwei Wochen ständig mit der Entwicklung eines neuen Projekts bei Langmark beschäftigt gewesen war und sich kaum bei Sophie gemeldet hatte. Deshalb rief sie Sophie an.Auch Sophie hatte sich in diesen zwei Wochen kaum bei Clara gemeldet. Aber als Clara anrief, nahm sie trotzdem sofort ab. „Mama.“Clara lächelte. „Hallo, Sophie. Hast du schon zu Abend gegessen?“„Ja.“ Sophie fragte: „Hast du schon Fe
Clara nickte. „Ich fahre jetzt. Wenn Sophie aufwacht, sag ihr bitte Bescheid.“Maximilian sah sie an. „Mache ich. Willst du nicht noch frühstücken, bevor du fährst?“„Nein, danke.“Maximilian drängte sie nicht und stand auf. „Ich bringe dich hinaus.“„Nicht nötig.“Maximilian sagte nichts, folgte ihr aber und begleitete sie persönlich hinaus. Erst als ihr Wagen den Hof ganz verlassen hatte, drehte er sich um und ging zurück ins Haus.Gut zehn Minuten später wachte auch Sophie auf. Als sie nach unten kam, sah sie sich suchend um. Maximilian sagte: „Deine Mama hatte etwas zu erledigen und ist schon gefahren.“„Ach so …“Schon als Sophie aufgewacht war und Clara nicht neben sich gesehen hatte, hatte sie sich das gedacht.Sie presste die Lippen zusammen und ging wortlos ins Esszimmer, um zu frühstücken.Maximilian setzte sich neben sie und legte ihr die Hand auf die Stirn. „Das Fieber ist ganz weg. Tut dir sonst noch etwas weh? Wenn du dich schlapp fühlst, bleib heute zu Hause un
Maximilian nahm Clara die Schale ab und gab Sophie zwei Löffel Suppe. Dann sagte er zu Clara: „In der Küche gibt es bestimmt noch etwas anderes zu essen. Willst du nicht auch nach unten gehen und etwas essen?“Eigentlich hatte Clara keinen Hunger.Allerdings hatten Clara und Maximilian sich wirklich nichts zu sagen, und vor Sophie war es tatsächlich besser, wenn sie möglichst nicht im selben Raum waren.Sie nickte und sagte zu Sophie: „Sophie, dann gehe ich auch nach unten und esse etwas. Wenn ich fertig bin, komme ich wieder hoch.“„Okay“, sagte Sophie brav.Clara sagte nichts weiter, drehte sich um und ging nach unten.Erst als Clara hinter der Tür verschwunden war, wandte Sophie den Blick ab. Auch ihr Lächeln verschwand, und sie sah zu Maximilian auf.Vielleicht merkte Maximilian, dass sie etwas sagen wollte. Er wischte ihr den Mundwinkel ab. „Was möchtest du sagen?“Sophie presste die Lippen zusammen und umklammerte mit beiden Händen die Bettdecke. Am Ende sagte sie jedoch
Der Butler lächelte. „Gut, ich lasse das Essen sofort heraufbringen.“Damit ging der Butler nach unten.Maximilian sah Sophie an. „Soll ich wirklich nicht bei dir bleiben?“Sophie funkelte ihn an. „Nein!“Clara fand, dass Vater und Tochter wohl einen Moment für sich brauchten, und sagte zu Sophie: „Ich muss kurz telefonieren. Ich bin gleich wieder da.“Sophie nickte. „Okay.“Clara drehte sich um und verließ das Zimmer.Natürlich musste sie niemanden anrufen. Sie ging auf den Balkon und blieb dort ein paar Minuten. Als sie in Sophies Zimmer zurückkam, war Maximilian nicht mehr da, und der Butler hatte das Essen bereits heraufbringen lassen.Die Küche hatte für Sophie eigens eine leichte Suppe gekocht. Außer der Suppe gab es noch mehrere andere Gerichte – es war ein richtig reichhaltiges Essen.Aber Sophie war krank und hatte nicht einmal auf die Suppe Appetit. Nach ein paar Löffeln wollte sie schon wieder schlafen, so matt war sie.Da sie müde war, ließ Clara sie wieder ins Be
Claras zwei Kolleginnen warfen verstohlen einen Blick auf Elena und wichen hastig zwei Schritte zurück, pressten sich an die Wand.Elena sah auch Clara.Doch sofort wandte sie gleichgültig den Blick ab. Offensichtlich beachtete sie Clara gar nicht und stieg mit den Managern in den Aufzug.Als sic
Am nächsten Tag.Als Maximilian ins Büro kam, traf er Clara direkt am Eingang.Clara wusste nicht, dass Maximilian und Sophie bereits zurück im Land waren.Völlig unvorbereitet im Büro auf Maximilian zu treffen, ließ Clara abrupt innehalten.Maximilian war ebenfalls überrascht, sie zu sehen, dac
Adrian Hartmann und Clara hatten sich all die Jahre tatsächlich selten getroffen.Aber schon nach wenigen Begegnungen konnte Adrian erkennen, dass die Clara von heute weit entfernt war von der selbstbewussten jungen Frau von damals.Wenn er an die frühere Clara dachte, hätte er nie gedacht, dass d
Sophie von Falken sprang aus dem Bett: „Wirklich?!“„Ja.“„Warum hat Tante Elena mir das dann gerade nicht gesagt?“„Die Sache ist gerade erst klar geworden, sie weiß es noch nicht.“Sophie war außer sich vor Freude: „Papa, dann sag es Tante Elena noch nicht. Lass uns ihr eine Überraschung mache







