LOGINAutor đ---Elara glitt in den Schlaf, an Xanders Brust gelehnt. Der gleichmĂ€Ăige Rhythmus seines Herzschlags wiegte sie in die Dunkelheit.Der Traum begann sanft.Sie befand sich bei Sterling Designs und ging durch die vertrauten Korridore. Doch irgendetwas stimmte nicht. Die Lichter flackerten ĂŒber ihr und summten in einem unregelmĂ€Ăigen Rhythmus. Die WĂ€nde schienen sich endlos zu strecken, und jede TĂŒr, die sie öffnete, fĂŒhrte in einen weiteren leeren Raum.âHallo?â Ihre Stimme hallte ins Nichts.Dann hörte sie es â Xanders Stimme, tief und dringlich, irgendwo vor ihr.Sie folgte ihr.Der Korridor bog sich und fĂŒhrte sie in eine verlassene Tiefgarage. BetonsĂ€ulen ragten wie Grabsteine auf, und die Luft roch nach Benzin und etwas Metallischem. In der Ferne entdeckte sie seinen schwarzen SUV, dessen Motor noch lief.Und dann sah sie ihn.Xander stand neben dem Wagen, sein Körper angespannt, die HĂ€nde leicht erhoben. Drei MĂ€nner umringten ihn, ihre Gesichter im Schatten verborgen. Ei
Autor đ---Xander stand neben dem schwarzen SUV. Sein Kiefer war angespannt, wĂ€hrend Enzo Morettis höhnische Worte noch immer in seinem Kopf widerhallten. Das Foto. Der SicherheitsverstoĂ. Jemand aus seiner eigenen Familie hatte ihn verraten.âBoss.â Marco trat an seine Seite. âDie Fahrzeuge sind bereit. Wir können innerhalb einer Stunde am Anwesen sein.âXander nickte und griff nach dem TĂŒrgriff.Sein Telefon klingelte.Er warf einen Blick auf das Display.Elara.Einen Moment lang starrte er einfach nur auf ihren Namen. Seit ihrem Kuss hatte er immer wieder an sie gedacht â daran, wie sie ihn herausgefordert hatte, an das Feuer in ihren Augen und an den Geschmack ihrer Lippen. Doch er hatte nicht erwartet, dass sie ihn anrufen wĂŒrde. Nicht jetzt. Nicht, wĂ€hrend er kurz vor einem Krieg stand.Er nahm ab.âElara?âIhre Stimme klang anders. Die neckische Selbstsicherheit war verschwunden und hatte etwas Ruhigerem, Unsicherem Platz gemacht.âBist du beschĂ€ftigt?âXander warf einen Blic
Autor đ---Das Anwesen der Morettis lag hinter hohen Eisentoren, wĂ€hrend die Fenster im Licht der Mitternacht erstrahlten.Drei schwarze SUVs fuhren durch das Tor, ohne langsamer zu werden. Bewaffnete Wachen beobachteten die Kolonne von der Auffahrt aus. Ihre HĂ€nde schwebten in der NĂ€he ihrer Waffen, doch keiner von ihnen wagte es, die Fahrzeuge aufzuhalten.Sie wussten, wer kam.Und sie wussten, was das bedeutete.Xander Marchetti stieg aus dem ersten Wagen und richtete die Manschette seines schwarzen Anzugs. Der kalte Wind Chicagos strich ĂŒber sein Gesicht, doch sein Gesichtsausdruck blieb unverĂ€ndert.Marco trat zu ihm.âEnzo wartet drinnen. Er hat die meisten seiner MĂ€nner versammelt.ââGut.ââDa ist noch etwas, Boss. Seine Leute haben Waffen auf dem GrundstĂŒck verteilt.âXander warf einen Blick auf das Anwesen.âDann sollten sie vorsichtig sein, wohin sie damit zielen.âEr ging auf den Eingang zu.Die TĂŒren öffneten sich, noch bevor er sie erreichte.Drinnen saĂ Enzo Moretti in
Autor đ---Die TĂŒr fiel hinter Elara ins Schloss, und Xander stand regungslos mitten in seinem Hotelzimmer.Ihre Worte hingen wie Rauch in der Luft.Wenn du mich willst, Xander, musst du dir mehr einfallen lassen als Eifersucht und besitzergreifende ErklĂ€rungen.Langsam atmete er aus und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Sie hatte keine Ahnung, worum sie ihn bat. Keine Ahnung, was es bedeuten wĂŒrde, sie hinter jene Mauern zu lassen, die er ĂŒber Jahrzehnte hinweg errichtet hatte.Sein privates Telefon klingelte.Das GerĂ€usch durchbrach die Stille mit einem schrillen, hartnĂ€ckigen Summen. Er zog das GerĂ€t aus der Tasche, warf einen Blick auf das Display und nahm ab.âMarchetti.ââWir haben ein Problem, Boss.âDie Stimme gehörte Luca, seiner rechten Hand. Sein Tonfall war knapp und kontrolliert, doch Xander hörte die Anspannung darunter.âBerichte.ââDie Moretti-Familie. Sie haben zugeschlagen.âXanders Gesichtsausdruck verĂ€nderte sich nicht, doch hinter seinen Augen verschob si
ELARA---Ich drehte mich um, um zu gehen.âElara.âIch ging weiter.âElara. Bleib stehen.âIrgendetwas in seiner Stimme â kĂ€lter und schĂ€rfer als zuvor â lieĂ mich erstarren. Ich blieb stehen, drehte mich aber nicht sofort um. Als ich ihm schlieĂlich ins Gesicht sah, hob ich eine Augenbraue.âHaben Sie noch eine weitere dienstliche Anweisung fĂŒr mich, Mr. Marchetti?âEr kam langsam auf mich zu. Sein Gesichtsausdruck war kontrolliert, doch in seinen Augen lag etwas GefĂ€hrliches â ein Riss in der makellosen Fassade, die er die ganze Woche ĂŒber aufrechterhalten hatte.âHast du vor, mit Adrian essen zu gehen?ââIch habe die Einladung bereits angenommen.â Ich legte den Kopf schief. âIch kann mich nicht erinnern, dich um Erlaubnis gebeten zu haben.âSein Kiefer spannte sich an. âDu gehst nicht.âIch starrte ihn einen Moment lang fassungslos an, bevor mir ein kurzes, unglĂ€ubiges Lachen entwich.âWie bitte?ââIch sagte, du gehst nicht.ââDu hast mir nicht vorzuschreiben, was ich zu tun habe.â
ELARA---Ich hatte kaum geschlafen.Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich wieder, wie Xander mich angesehen hatte â das Verlangen in seinen Augen, die WĂ€rme seiner Hand an meinem Nacken und die Art, wie sein Atem meine Lippen gestreift hatte, bevor das Klopfen an der TĂŒr alles zerstörte.Bis zum Morgen hatte ich mich davon ĂŒberzeugt, dass nichts geschehen war.Punkt sieben betrat ich das Hotelrestaurant. Xander war bereits da und las auf seinem Tablet Dokumente, als wĂ€re in der vergangenen Nacht nichts passiert.âGuten Morgen, Miss Vance.ââMr. Marchetti.â Ich setzte mich ihm gegenĂŒber. âSie sind frĂŒh dran.ââIch bin immer frĂŒh dran.ââNatĂŒrlich sind Sie das.âEin Kellner kam an unseren Tisch. Ich bestellte Kaffee und etwas vom FrĂŒhstĂŒcksbuffet. Xander wandte sich wieder seinem Tablet zu.âHaben Sie gut geschlafen?â, fragte er, ohne aufzusehen.âWie ein Baby. Ein Baby, das stĂ€ndig peinliche GesprĂ€che im Kopf wiederholt.âSeine Lippen zuckten. âIhr Sarkasmus ist zur Kenntnis







