MasukAutor đElara kehrte kurz nach zwei Uhr ins BĂŒro zurĂŒck. Ihre Wangen waren noch immer von der KĂ€lte gerötet, wĂ€hrend die WĂ€rme des CafĂ©s ebenfalls noch in ihr nachklang. Sie fand Xander an seinem Schreibtisch, die Ărmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt, wĂ€hrend er konzentriert einen Stapel VertrĂ€ge durchging. Seine regungslose Haltung bedeutete gewöhnlich, dass der Rest des GebĂ€udes besser den Atem anhielt.Als sie eintrat, blickte er sofort auf. Die Strenge in seinem Gesicht milderte sich ein wenig.âDu bist zurĂŒckâ, sagte er.âBin ich.â Sie durchquerte den Raum und lehnte sich gegen die Kante seines Schreibtisches. Sie stand so nah, dass ihr Knie leicht seines berĂŒhrte. âMaya lĂ€sst dich grĂŒĂen. Und sie findet dich furchteinflöĂend. Ihre Worte, nicht meine.âXanders Mundwinkel zuckten beinahe zu einem LĂ€cheln. âDas trifft es wohl ganz gut.âEr streckte die Hand aus, schloss seine Finger sanft um ihr Handgelenk und strich mit dem Daumen ĂŒber die Innenseite ihres Pulses. Die BerĂŒh
.....Elara lieĂ sich in die Eckbank ihres LieblingscafĂ©s gleiten, jenes CafĂ©s mit den unterschiedlichen StĂŒhlen und der Kreidetafel, auf der seit Jahren dieselben drei saisonalen SpezialitĂ€ten standen, ĂŒber die sie immer wieder lachten. Maya saĂ ihr gegenĂŒber und wickelte gerade ihren Schal ab. Ihre Ledermappe lehnte neben ihrem Stuhl am Tischbein.âAlsoâ, begann Elara und deutete mit ihrem Löffel auf Maya, noch bevor sie ihren Karamell-Latte ĂŒberhaupt umrĂŒhrte. âDu verschwindest fast zwei Monate lang, schickst mir drei rĂ€tselhafte Sprachnachrichten ĂŒber irgendwelches âArbeitschaosâ und tauchst dann plötzlich vor dem GebĂ€ude meines Freundes auf, als wĂ€rst du gerade einem Modemagazin entsprungen. Ich will eine ErklĂ€rung.âMaya lachte herzlich. âIch war in Mailand, dann in Berlin und anschlieĂend in einer Branding-Krise mit einem Kunden gefangen, der dachte, NeongrĂŒn wĂ€re eine Persönlichkeit. Ich habe kaum geschlafen. Und du âŠâ Sie beugte sich mit leuchtenden Augen vor. âDu bist damit
.,...Elara lehnte sich an Xanders Seite, als der Wagen vor Sterling Designs zum Stehen kam. Die Morgensonne spiegelte sich in der Glasfassade und tauchte sie in einen goldenen Schimmer. WĂ€hrend der gesamten Fahrt hatte sie ihre FĂŒĂe unter sich gezogen, eine Hand locker mit seiner auf der Mittelkonsole verschrĂ€nkt, wĂ€hrend sie mit der anderen gestikulierte und ihm von ihrem missglĂŒckten Toast-Experiment am vergangenen Abend erzĂ€hlte.âIch sage dir, das war ein geplanter Angriffâ, beharrte sie mit leuchtenden Augen. âDer Toaster, der Rauchmelder und dein selbstgefĂ€lliger Gesichtsausdruck, als du mit einem Feuerlöscher hereinkamst. Ihr drei habt euch gegen mich verschworen.âXanders Mundwinkel hoben sich zu jenem ruhigen, vertrauten LĂ€cheln, das er nur ihr schenkte. âIch kam mit Kaffee herein. Der Feuerlöscher stand bereits auf der Arbeitsplatte. Und du standest auf einem Stuhl und schwenktest ein Geschirrtuch, als wĂŒrdest du um Rettung signalisieren.ââHeldenhaftes Schwenken eines Gesc
Autor đ---Elara glitt in den Schlaf, an Xanders Brust gelehnt. Der gleichmĂ€Ăige Rhythmus seines Herzschlags wiegte sie in die Dunkelheit.Der Traum begann sanft.Sie befand sich bei Sterling Designs und ging durch die vertrauten Korridore. Doch irgendetwas stimmte nicht. Die Lichter flackerten ĂŒber ihr und summten in einem unregelmĂ€Ăigen Rhythmus. Die WĂ€nde schienen sich endlos zu strecken, und jede TĂŒr, die sie öffnete, fĂŒhrte in einen weiteren leeren Raum.âHallo?â Ihre Stimme hallte ins Nichts.Dann hörte sie es â Xanders Stimme, tief und dringlich, irgendwo vor ihr.Sie folgte ihr.Der Korridor bog sich und fĂŒhrte sie in eine verlassene Tiefgarage. BetonsĂ€ulen ragten wie Grabsteine auf, und die Luft roch nach Benzin und etwas Metallischem. In der Ferne entdeckte sie seinen schwarzen SUV, dessen Motor noch lief.Und dann sah sie ihn.Xander stand neben dem Wagen, sein Körper angespannt, die HĂ€nde leicht erhoben. Drei MĂ€nner umringten ihn, ihre Gesichter im Schatten verborgen. Ei
Autor đ---Xander stand neben dem schwarzen SUV. Sein Kiefer war angespannt, wĂ€hrend Enzo Morettis höhnische Worte noch immer in seinem Kopf widerhallten. Das Foto. Der SicherheitsverstoĂ. Jemand aus seiner eigenen Familie hatte ihn verraten.âBoss.â Marco trat an seine Seite. âDie Fahrzeuge sind bereit. Wir können innerhalb einer Stunde am Anwesen sein.âXander nickte und griff nach dem TĂŒrgriff.Sein Telefon klingelte.Er warf einen Blick auf das Display.Elara.Einen Moment lang starrte er einfach nur auf ihren Namen. Seit ihrem Kuss hatte er immer wieder an sie gedacht â daran, wie sie ihn herausgefordert hatte, an das Feuer in ihren Augen und an den Geschmack ihrer Lippen. Doch er hatte nicht erwartet, dass sie ihn anrufen wĂŒrde. Nicht jetzt. Nicht, wĂ€hrend er kurz vor einem Krieg stand.Er nahm ab.âElara?âIhre Stimme klang anders. Die neckische Selbstsicherheit war verschwunden und hatte etwas Ruhigerem, Unsicherem Platz gemacht.âBist du beschĂ€ftigt?âXander warf einen Blic
Autor đ---Das Anwesen der Morettis lag hinter hohen Eisentoren, wĂ€hrend die Fenster im Licht der Mitternacht erstrahlten.Drei schwarze SUVs fuhren durch das Tor, ohne langsamer zu werden. Bewaffnete Wachen beobachteten die Kolonne von der Auffahrt aus. Ihre HĂ€nde schwebten in der NĂ€he ihrer Waffen, doch keiner von ihnen wagte es, die Fahrzeuge aufzuhalten.Sie wussten, wer kam.Und sie wussten, was das bedeutete.Xander Marchetti stieg aus dem ersten Wagen und richtete die Manschette seines schwarzen Anzugs. Der kalte Wind Chicagos strich ĂŒber sein Gesicht, doch sein Gesichtsausdruck blieb unverĂ€ndert.Marco trat zu ihm.âEnzo wartet drinnen. Er hat die meisten seiner MĂ€nner versammelt.ââGut.ââDa ist noch etwas, Boss. Seine Leute haben Waffen auf dem GrundstĂŒck verteilt.âXander warf einen Blick auf das Anwesen.âDann sollten sie vorsichtig sein, wohin sie damit zielen.âEr ging auf den Eingang zu.Die TĂŒren öffneten sich, noch bevor er sie erreichte.Drinnen saĂ Enzo Moretti in







