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Kapitel 2

Author: Lana D’Arc
last update Petsa ng paglalathala: 2026-05-11 16:31:47

(Luisa)

Sein Büro war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Kühl. Edel. Viel zu groß. Schwarzer Marmor, goldene Akzente, bodentiefe Fenster mit Blick über die ganze Stadt. Und mittendrin: Er.

Alec Black.

Er ging ohne einen weiteren Blick auf mich zu

seinem riesigen, dunklen Schreibtisch und ließ sich in seinen ledernen Stuhl sinken – mit der Lässigkeit eines Mannes, der wusste, dass ihm alles gehörte, was er sah.

Mit einer knappen Handbewegung deutete er auf den Stuhl gegenüber. Kein Wort. Nur ein Fingerzeig. Fast herablassend.

Ich setzte mich langsam, das Herz hämmerte mir noch immer gegen die Rippen.

Er griff seelenruhig nach einem Dokument auf seinem Schreibtisch – mein Lebenslauf – und schlug die Seiten auf. Kein Blick zu mir.

„Sie sollen die Jahrgangsbeste sein?“

Ich schluckte.

Mein Stolz wollte sofort antworten – laut, klar, überzeugend. Doch ich wusste, in seiner Gegenwart war jedes Wort ein Test. Jede Reaktion wurde registriert, seziert, bewertet.

„Ja, das stimmt,“ erwiderte ich ruhig. Fester, als ich mich eigentlich fühlte.

Er hob langsam den Kopf, sein Blick glitt über den Rand der Unterlagen hinweg – direkt in meine Augen. Hellblau, eiskalt, forschend.

„Dann hoffe ich, dass Sie mehr zu bieten haben als gute Noten und ein hübsches Gesicht.“

Ich zuckte innerlich zusammen – aber ich ließ es mir nicht anmerken. Er wollte eine Reaktion. Er wollte Druck aufbauen.

Ich beugte mich leicht vor, hob mein Kinn.

„Ich bin nicht hier, um Ihnen zu gefallen, Mr. Black.“

Ein kurzes Schweigen.

Dann hob er leicht eine Augenbraue, als würde er mich neu einordnen.

„Wissen Sie, wie viele Frauen für diese Stelle töten würden? Nur um mir zu gefallen?“

Sein Ton war beiläufig. Fast gelangweilt.

„Die meisten würden ohne zu zögern unter meinem Schreibtisch verschwinden – und mir einen blasen. Einfach so. Um einen Funken meiner Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Mein Atem stockte. Ich wusste nicht, ob ich schockiert war oder angewidert.

Er lehnte sich zurück, faltete die Hände vor sich und sah mich an.

„Sie werden mehr arbeiten müssen, als erlaubt ist,“ begann er ruhig, fast beiläufig, als würde er das Wetter kommentieren. „Überstunden. Wochenendarbeit. Keine Beschwerden. Kein Augenrollen. Und schon gar kein Gejammer.“

Ich schluckte. Doch ich sagte nichts.

„Sie werden Einblicke in Dinge bekommen, von denen andere Praktikanten nur träumen.“ Er beugte sich vor, stützte die Ellbogen auf die Tischkante und sprach nun tiefer. Eindringlicher. „Aber dafür erwarte ich absolute Loyalität, Einsatz – und Disziplin. Keine Fehler. Keine Ausreden.“

Er griff nach einem anderen Blatt – mein Vertrag – und schob es über den Schreibtisch in meine Richtung, ohne den Blick von mir zu nehmen.

„Sie werden für dieses Praktikum mehr als ordentlich bezahlt, Miss…“ Er blinzelte kaum sichtbar. „…Williams.“

„Nach Ablauf der sechs Monate,“ fuhr er fort, „wird sich zeigen, ob Sie das Zeug dazu haben, eine Festanstellung zu bekommen. Bei mir. In meiner Nähe.“

Ich zwang mich, den Blickkontakt zu halten. Ich wollte stark wirken. Selbstbewusst.

„Verstanden?“ fragte er scharf.

Ich nickte. „Verstanden.“

Sein Blick veränderte sich kaum. Aber in seinen Augen flackerte für den Bruchteil einer Sekunde etwas auf – etwas, das ich nicht deuten konnte.

Dann stand er auf. Plötzlich. Schnell.

Ich zuckte leicht zusammen.

Er umrundete den Schreibtisch langsam, trat an mir vorbei – sein Duft streifte mich erneut – und blieb an der Tür stehen. Seine Hand auf der Klinke.

„Dann fangen Sie an. Jetzt.“

Und mit diesen Worten öffnete er die Tür – und ließ mich zurück.

Ich wollte gerade aufstehen, da blieb er in der Tür stehen, drehte sich noch einmal um, sein Blick lauerte wie ein Raubtier auf meine Reaktion.

„Kommen Sie?“ fragte er mit dieser eisigen Überlegenheit in der Stimme. Doch dann, ganz ruhig, ganz provokant – als wäre es das Natürlichste der Welt – fügte er hinzu:

„Oder muss ich Sie an die Leine nehmen wie ein Hund, Miss Williams?“

WAS??

„Hier vorne ist Ihr Schreibtisch,“ fuhr er fort, ohne mir Zeit zu geben, das zu verarbeiten. „Direkt vor meinem Büro. Damit ich Sie immer im Blick habe.“

Er trat zur Seite, ließ mir gerade genug Raum, um an ihm vorbeizugehen – doch ich wusste, selbst wenn ich nicht hinsah, spürte ich seinen Blick. Schwer. Prüfend. Besitzergreifend.

Ich trat hinaus, mein Schritt fest, mein Blick nach vorn. Ich würde nicht die Schwache spielen, auch wenn mein Puls raste wie ein wildgewordenes Tier.

„Ihr Computer ist bereits eingerichtet. Login-Daten liegen bereit,“ sagte er knapp, als er an mir vorbeiging und auf sein Büro zusteuerte.

Bevor er die Tür schloss, drehte er sich noch einmal zu mir um – nur für einen Atemzug.

„Wenn Sie Tee trinken, machen Sie sich keinen. Ich will Kaffee. Schwarz.“

Und dann: Klack.

Die Tür fiel zu.

Ich stand da – vor einem Schreibtisch, der eher wie ein Thronplatz wirkte. Direkt vor der gläsernen Wand, hinter der er saß.

Gefangen zwischen kaltem Luxus und einem Chef, der keine Regeln kannte.

Willkommen im Spiel, Luisa.

„Shhhht“

Ich hebte mein Kopf weiter hinten saß sie sie grinste mich an und zeigte mit ihrem Finger auf Telefon

Sie hatte Dunkelrote Haare.Ihre locken gingen ihr bis zu Schulter, trug eine dicke schwarze Brille.Sie sah aus wie die Lehrerin damals in der Schulzeit die einem das Nähen beibrachte.

Ich hebte den Hörer ab und drückte auf die Leitung wo Intern stand.

„Hallöschen Prinzessin, ich bin Madison, schön endlich mal ein anderes Gesicht zu sehen in der Festung der Einsamkeit“

„Hey ich heiße Luisa freut mich Madison“

Sie grinste „er beobachtet uns immer !“

Ich runzelte die Stirn „meinst du Dark Vader?“

Sie lies ein lautes Lachen es schalte kurz und sie hielt ihr Mund zu „Ja genau der, schau wenn du Hilfe brauchst ich bin hier ja, Girls power und so“ grinste sie.

Ich nickte.

Das Telefon klingelte pausenlos. Kaum hatte ich aufgelegt, leuchtete die nächste Leitung auf.

„Ja, hier ist Luisa Williams, Praktikantin von Mr. Black…“

Ich versuchte, ruhig zu bleiben, aber ich kam kaum mit dem Schreiben hinterher. Termine, Meetings, Rückrufe. Ich musste vier verschiedene Kalender jonglieren – und niemand erklärte mir, welcher wofür war. Die Gespräche waren hektisch, viele davon voller Druck und Eile. Jeder schien davon auszugehen, dass ich längst alles wissen müsste.

Ich machte Notizen so schnell ich konnte, kritzelte Namen, Zeiten und Raumangaben auf das vor mir liegende Papier.

Ein Anruf jagte den nächsten. Zwischenzeitlich stürmte eine Frau herein – viel zu hohe Schuhe, viel zu roter Lippenstift – warf mir einen abfälligen Blick zu und ließ eine Akte auf meinem Tisch knallen.

„Das hier bis 13 Uhr einsortieren und digital erfassen. Sonst kannst du gleich wieder gehen.“

Dann war sie auch schon weg. Ich hatte nicht mal ihren Namen mitbekommen.

Ich atmete einmal tief durch. Komm schon, Luisa. Du wolltest das. Jetzt beweis es dir selbst.

Ich schob meine Haare hinter die Ohren, griff nach der Akte und öffnete sie. Finanzberichte. Verträge. Vertrauliche Korrespondenz.

Während ich alles einscannte und parallel die nächste Leitung annahm, spürte ich diesen Blick. Dieses Prickeln im Nacken.

Ich hob kurz den Kopf.

Hinter der Glaswand stand er. Alec Black. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Bewegte sich nicht. Beobachtete mich einfach nur.

Sein Blick war unergründlich. Ich senkte wieder den Blick und tippte weiter.

Er würde keine Schwäche von mir sehen. Nicht heute. Nicht morgen. Nie.

Es war kurz nach zwölf. Die Telefone waren verstummt – eine seltsame, trügerische Ruhe legte sich über den 60. Stock. Ich streckte kurz meine Finger, als plötzlich der Fahrstuhl ding machte.

Ein Mann trat hinaus – in dunkler Uniform, mit einer Wärmebox in der Hand. Er sah sich kurz um, dann steuerte er direkt auf meinen Schreibtisch zu.

„Ich hab ’ne Bestellung für Herrn Black,“ sagte er, ohne viel Freundlichkeit in der Stimme. Er roch nach Frittieröl und Zigaretten, und sein Blick schweifte eindeutig zu lange über meine Beine.

Ich stand auf, straffte die Schultern und deutete knapp auf die große Glastür hinter mir.

„Gehen Sie zur Tür.“ Meine Stimme war fest, kühl. „Klopfen Sie nicht. Stellen Sie das Essen einfach auf den Tisch. Und dann gehen Sie wieder.“

Der Mann blinzelte irritiert, als hätte er einen lockeren Spruch erwartet – irgendwas, das seine Mittagspause versüßt. Doch ich blieb stur. Professionell.

Er zuckte mit den Schultern, stapfte an mir vorbei und öffnete vorsichtig die Tür zu Mr. Blacks Büro. Ich hörte nichts, aber spürte fast körperlich, wie sich die Luft im Raum veränderte.

Wenige Sekunden später trat der Lieferant wieder heraus. Blass. Wortlos. Und verließ ohne ein weiteres Wort den Flur.

Ich warf einen Blick auf den Schreibtisch des Chefs. Er hatte sich nicht einmal erhoben. Nicht bedankt. Wahrscheinlich hatte er den Mann mit einem Blick entlassen.

Ich setzte mich wieder hin, als plötzlich seine Stimme durch die Gegensprechanlage kam. Tief. Ruhig. Kühl wie Stahl.

„Miss Williams.“

Ich zuckte leicht zusammen, drückte hastig auf den Knopf. „Ja, Sir?“

„Kommen Sie rein.“

Mein Herzschlag beschleunigte sich sofort wieder. Ich stand auf, strich mein Oberteil glatt und ging zur Tür. Diesmal klopfte ich.

„Rein.“

Ich trat ein, die Tür fiel leise hinter mir ins Schloss. Er saß an seinem Schreibtisch, der Blick auf die geöffnete Wärmebox vor ihm gerichtet. Seine Kiefermuskeln zuckten. Seine Hände lagen flach auf der Tischplatte. Fast zu ruhig.

„Ja?“ sagte ich leise.

Dann hob er den Kopf. Blitze. Kälte. Wut.

„Warum zum Teufel,“ begann er in einem gefährlich leisen Ton, der sich mit jeder Silbe steigerte, „schicken Sie mir diesen dreckigen, stinkenden Lieferanten in mein Büro, Miss Williams?!“

Ich spürte, wie mein Herz in meiner Brust polterte. Die Wucht seiner Stimme traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich öffnete den Mund, doch es kam kein Ton heraus.

„Ich habe Ihnen vorhin ganz klar gesagt,“ fuhr er fort, jetzt lauter, schneidender, „Sie arbeiten für mich. Das heißt, Sie halten mir den Rücken frei. Sie filtern. Sie denken mit. Und Sie lassen nicht jeden dahergelaufenen Vollidioten über meinen Boden trampeln, als wäre das hier eine beschissene Imbissbude!“

Er stand jetzt auf. Groß. Mächtig. Und kam langsam um den Schreibtisch herum. Mit jedem Schritt spürte ich die Luft dünner werden.

„Was, wenn er eine Wanze hätte? Eine Kamera? Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was hier für Summen verhandelt werden, was für Namen in diesen Räumen genannt werden?“

Ich konnte nichts sagen. Alles in mir schrie, mich zu verteidigen, doch seine Präsenz nahm mir die Luft.

Er blieb nur wenige Zentimeter vor mir stehen. Sein Blick durchbohrte mich.

„Noch so ein Fehler, und ich garantiere Ihnen, Sie verlassen diesen Turm schneller, als Sie ‚Kaffee schwarz‘ sagen können.“

Ich schluckte schwer. „Verstanden, Sir.“

Sein Blick flackerte kurz. Dann drehte er sich um und ging zurück hinter seinen Schreibtisch. Er ließ sich langsam in seinen Sessel sinken, griff nach dem Besteck – aber warf es dann mit einer schroffen Bewegung wieder beiseite.

„Appetit ist mir vergangen.“

Er griff zum Telefon, drückte eine Taste – und dann, ohne aufzublicken:

„Rufen Sie Claire an. Sagen Sie, sie soll mir in zehn Minuten einen neuen Teller bringen. Von ihrem Lieferanten. Nicht von der Straße.“

Dann sah er mich wieder an. Ruhiger. Gefährlich ruhig.

„Und Sie, Miss Williams… setzen sich. Ich will sehen, ob Sie wenigstens einen Bericht ohne Fehler lesen können.“

Ich wollte mich gerade setzen, da flog mir förmlich ein Bündel Papiere entgegen. Reflexartig fing ich es, stolperte fast zurück – der oberste Bogen war nur Zentimeter von meinem Gesicht entfernt gewesen.

„Los,“ fauchte er, ohne mich anzusehen. „Laut. Vorlesen.“

Seine Stimme war so schneidend, dass er mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Er saß zurückgelehnt in seinem Sessel, ein Bein locker über das andere geschlagen, als hätte er alle Zeit der Welt. Doch sein Blick – dieser eiskalte Blick – brannte sich durch mich.

Ich räusperte mich, versuchte meine Hände ruhig zu halten. Das Papier raschelte leise.

„‚Vertraulicher Fusionsbericht zwischen Black Enterprises und dem Yurek-Konzern…‘“ begann ich.

Meine Stimme war anfangs leise, aber ich zwang mich, fester zu sprechen. „‚Der aktuelle Verhandlungsstand befindet sich in Phase drei. Risikoanalyse zeigt…‘“

„Langsamer,“ schnitt er mir das Wort ab. „Oder kann Ihr hübsches Köpfchen dem Inhalt nicht folgen?“

Ich hob leicht das Kinn. „Ich kann folgen, Sir.“

„Dann beweisen Sie’s.oder sind sie nur gut für die Küche ?“

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