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Kapitel 8

Author: Jan Schäfer
Hätte sie damals in ihrem Wunschfach weiterstudiert, wäre sie in die Luftfahrttechnik eingestiegen.

Drohnen gehörten zu den wichtigsten Hightech-Entwicklungen dieser Zeit – eingesetzt im Militär, im zivilen Bereich und in der Landwirtschaft.

Dass ihr Professor ihr damals eine Empfehlung für das Forschungsinstitut schrieb, lag daran, dass sie die Aufklärungs- und Angriffsdrohne U.N. entworfen und technisch betreut hatte.

Diese vereinte große Reichweite, hohe Traglast, hohe Geschwindigkeit und eine automatisierte Steuerung. Dabei überwand sie mehrere technische Hürden.Dabei überwand mehrere technische Hürden. Später wurde die Drohne sogar in realen militärischen Einsätzen eingesetzt.

In der Branche galt sie damit als eine absolute Spitzenkraft.

All die Jahre in dieser Ehe hatten sie ausgelaugt. Sie war körperlich und seelisch verletzt und nun – in so jungen Jahren – an Krebs erkrankt. Niemand wusste, wie viel Zeit ihr noch blieb.

Doch gerade das ließ sie eine Wahrheit begreifen.

Am Ende musste sie sich selbst an erste Stelle setzen.

Für sich selbst leben.

Und selbst wenn sie eines Tages nicht mehr geheilt werden konnte – in der Zeit, die ihr blieb, wollte sie nichts bereuen.

Sie wollte … in ihr Fach zurückkehren.

Und wieder an ihrem Traum weiterarbeiten.

Sophie Schmidt verstand von Technik zwar wenig, doch bei Luftwerk arbeiteten echte Experten.

Sie stellte das Geld zur Verfügung und die Fachleute übernahmen die Forschung. So entwickelte sich Luftwerk in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Neuling in der Branche.

Der Ruf des Unternehmens war inzwischen nicht zu unterschätzen.

Nur…

„Du weißt doch, als ich damals geheiratet habe … da wollte er keinen Kontakt mehr zu mir.

Er hat bei Luftwerk das Sagen, und würde mich wahrscheinlich nicht einmal dort haben wollen.“

Damals hatte sein Vater Inge Winter eine Empfehlung für das Forschungsinstitut geschrieben. Er und sein Sohn hatten große Erwartungen an sie und hatten viel Mühe in ihre Förderung gesteckt. Die beiden waren überzeugt, dass sie irgendwann etwas erreichen würde, vielleicht sogar etwas von nationaler Bedeutung.

Nach ihrer Hochzeit hatte sie die beiden enttäuscht.

Sophie kratzte sich am Kopf. „Christian wirkt nach außen stur, hat aber ein weiches Herz, das weißt du doch. Irgendwann bringe ich euch mal an einen Tisch, dann klärt ihr das. Eigentlich vermisst er dich sehr.“

Inge lächelte bitter.

Wenn Markus Zohr sie damals nicht aus Berechnung mit gezielten Mitteln in Jannis’ Bett gebracht und sie dazu gezwungen hätte, alles aufzugeben, was ihr wichtig war, hätte sie heute … vielleicht ein anderes, viel helleres Leben geführt.

Ihr Handy vibrierte. Sarah Luther rief an.

Inge runzelte die Stirn und drückte den Anruf weg.

Die Scheidung stand bevor. Sie sah keinen Anlass mehr, Sarah weiter nachzugeben.

Doch Sarah rief immer wieder an – verwöhnt wie immer.

Beim fünften Anruf nahm Inge schließlich ab und presste die Lippen leicht zusammen.

„Wie lästig! Hast du nicht gesehen, dass der Anruf von mir ist?“

„Worum geht es?“

„Um zehn ist der Elternabend. Du gehst anstelle meines Bruders hin. Und wenn jemand fragt, sagst du einfach, dass du unsere Haushaltshilfe bist. Klar?“

Sie wollte keinesfalls, dass es Missverständnisse wegen Nea Sommer gab – ihr Bruder hatte die Beziehung erst vor Kurzem öffentlich gemacht.

Inge presste die Lippen zusammen und sagte ruhig:

„Ich bin nicht deine Mutter und auch nicht mehr deine Schwägerin. Such dir deine Erziehungsberechtigten. Und außerdem…“

„Du bist kein kleines Kind mehr. Du solltest wissen, was Höflichkeit bedeutet.“

Inge legte auf.

Ein bisschen müde war sie schon.

Sarah hatte sie noch nie gemocht. Kinder spüren schnell, wie die Erwachsenen jemanden ansehen und einschätzen.

In Sarahs Augen hatte Inge Jannis Luther nur durch Hartnäckigkeit geheiratet.

Seit drei Jahren kam Sarah, sobald Ferien waren, jedes Mal vorbei, um Inge zu beschäftigen und zu nerven: Sie ließ Inge ihre Wäsche machen, für sie kochen und fand immer neue kleine Wege, ihr das Leben schwerzumachen.

In der Zeit, in der sich zwischen Jannis und Nea etwas anzubahnen begann, kam Sarah oft vorbei und hielt Inge zurück, damit sie die beiden nicht bei ihren Verabredungen störte.

Mit siebzehn wusste Sarah schon, wie die Dinge liefen.

Inge sah keinen Grund mehr, sie weiterhin zu verwöhnen.

Sophie merkte, dass Inge es diesmal wirklich ernst meinte, und war sich endgültig sicher, dass sie fest entschlossen war, sich scheiden zu lassen. Sie nutzte den Moment und fuhr direkt zu Luftwerk, um Christian Hagen zu überreden, Inge einmal zu treffen.

Inge wartete darauf, dass die Infusion durchlief.

Gegen fünf Uhr am Nachmittag rief Jannis’ Mutter sie an.

Inge zögerte kurz, nahm dann aber ab.

„Wo ist Sarah? Sie hat doch gesagt, du würdest zum Elternabend gehen! Die Lehrerin meldet, du seist nicht erschienen – und Sarah hat sich ebenfalls abgemeldet. Jetzt ist sie unauffindbar!“

Frau Luthers Stimme war scharf und ungeduldig, und der Vorwurf prallte ohne Vorwarnung auf Inge nieder.

Inge runzelte die Stirn.

Damit hatte sie nicht gerechnet.

Frau Luther war nie mit ihr zufrieden gewesen – man könnte sogar sagen, dass sie Inge verachtete. Wäre sie Jannis damals nicht „in sein Bett gestiegen, um die Ehe zu erzwingen“, hätte er längst eine Frau aus gutem Hause geheiratet.

„Ich weiß es nicht.“

„Du warst diejenige, die nicht erschienen ist! Willst du mir jetzt wirklich die Verantwortung zuschieben?“

„Seit drei Jahren wirst du nicht einmal schwanger – und dann willst du von Verantwortung für ein Kind sprechen?“

„Reg dich nicht auf. Du kennst Inge doch – du weißt, wie sie ist.“ Die Stimme der Großmutter klang sanft beschwichtigend, durchsetzt von ein paar leichten Hustenanfällen. „Und Sarah ist kein kleines Kind mehr. Sie ist nicht Inges Verantwortung.“

Die Großmutter war die Einzige in der Familie Luther, die Inge wirklich Zuneigung entgegenbrachte. Drei Jahre lang hatte sie Inge stets geschützt. Damals hatte Jannis überhaupt nur deshalb der Ehe zugestimmt, weil seine Großmutter gesundheitlich schwach war und keinen Ärger vertrug.

Außerdem waren der ältere Herr Luther und Inges Großvater früher Kameraden gewesen, und die Großmutter mochte Inge sehr. Nur deshalb hatte man der Heirat schließlich zugestimmt.

Als die Sache nun sogar die Großmutter erreichte, wog Inge einen Moment ab und sagte dann:

„Ich versuche, Sarah zu erreichen.“

Vielleicht lag es daran, dass Inge Sarah all die Jahre zu sehr verwöhnt hatte und sie Sarah heute zum ersten Mal zurechtwies. Das Mädchen steckte mitten in ihrer Trotzphase, und für eine Jugendliche war es nun einmal nicht ungefährlich, einfach irgendwohin abzuhauen. Ein Stück weit hatte sicher auch Inges schärferer Ton seinen Anteil daran.

Nachdem die Infusion abgenommen worden war, war Inge schwindlig, die Beine weich, kaum standfest. Sie rief Sarah mehrfach an.

Doch die nahm nicht ab.

Jedes Mal lehnte sie sofort ab, als würde sie Inge absichtlich an der Nase herumführen.

Drei Jahre in der PR waren nicht umsonst gewesen. Inge übersah keine Details. Also begann sie systematisch nach Spuren zu suchen: erst Sarahs WhatsApp-Status, dann die Startseite ihrer Spotify-App, schließlich ihren Twitter-Feed, eines nach dem anderen.

Sie hatte schließlich herausgefunden, in welchem Billardclub sich Sarah aufhielt.

Als Inge dort ankam, sah sie in einem der Separees mehrere bekannte Gesichter.

Im Mittelpunkt saßen Jannis und Nea Sommer.

Sarah klammerte sich gerade an Nea und löcherte sie mit Fragen über die Uni. Als sie Inge aus dem Augenwinkel bemerkte, schlang sie sofort den Arm um Nea und sagte:

„Wenn mein Bruder Nea so gern hat, behandle ich sie ab jetzt wie meine Schwägerin, in Ordnung?“
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