LOGINLORI
Beherrsch dich, Lori.
Die Warnung hallte nutzlos in meinem Kopf wider, während ich im Dunkeln lag, die Schenkel zusammengepresst, das Herz laut zwischen meinen Ohren pochend.
Friederikes Handybildschirm leuchtete neben mir wie ein schuldiger Nachtlicht, doch ich dachte nicht an sie.
Ich dachte an ihn.
Daran, wie Herr Falke mich vorhin angesehen hatte. Wie seine Finger meine gestreift hatten.
Meine Mitte pochte.
Ich presste die Schenkel fest zusammen, doch es machte alles nur schlimmer.
Mit zittrigem Atem schlüpfte ich aus dem Bett und sagte mir, ich würde nur ins Bad gehen.
Ich log.
Ich schlich in den Flur, schloss die Tür leise hinter mir und ging am Bad vorbei Richtung Wohnzimmer. Statt stehen zu bleiben, öffnete ich die gläserne Schiebetür und trat auf die Terrasse.
Eine kühle Brise strich durch den Wald und ließ Gänsehaut auf meinen nackten Beinen entstehen. Ich sank in einen der dicken navyblauen Terrassenstühle und schaute hinunter zum Pool. Herr Falke saß am Kamin, mit dem Rücken zu mir, das weiße T-Shirt straff über den muskulösen Rücken gespannt.
Gott. Ich atmete tief durch. Was mache ich hier draußen? Es ist so spät.
Er hatte das Handy am Ohr. Ich hörte ihn seufzen. Mein Herz raste, während schmutzige Fantasien meinen Kopf fluteten. Ich drückte die Schenkel zusammen und strich mit der Handfläche über mein Bein.
Denk nicht daran.
Seine tiefe, raue Stimme trug durch die Nachtluft. Ich presste die Knie fester aneinander und suchte nach Reibung. Er sprach noch ein paar Worte, dann stand er auf.
Er ging um den Pool herum, das Mondlicht glitt über seine gebräunte Haut. Diese graue Jogginghose sah an ihm verboten aus.
Als er zur Terrasse hinaufblickte, erstarrte ich. Er schaute kurz aufs Wasser … dann hob er den Blick erneut.
„Lori“, sagte er leise. „Was machst du noch wach? Es ist fast drei Uhr morgens.“
„Ich, ähm …“ Ich stand auf und lehnte mich über das Geländer, die Unterarme auf die Brüstung gestützt. Eine weitere Brise zerrte an meinem lockeren orangefarbenen Crop-Top. „Ich konnte nicht schlafen.“
Er zögerte. Da er direkt unter mir stand, gab es keinen Zweifel, dass er mir direkt unter das Shirt sehen konnte. Meine Brustwarzen drückten sich hart gegen den dünnen Stoff.
„Du auch nicht, hm?“ fragte ich und versuchte, die Spannung zu lösen.
„Komm runter“, sagte er.
„Ich?“ Meine Wangen brannten. „Ich weiß nicht – Friederike könnte mich suchen.“
„Komm runter“, wiederholte er, ohne Raum für Widerrede.
Ich eilte hinein, ließ die Schiebetür angelehnt und lief die Treppe zum Pool hinunter. Herr Falke erwartete mich unten und reichte mir ein Glas Wein. Unsere Finger berührten sich. Die kurze Berührung jagte Hitze durch meinen Körper. Ich folgte ihm zur Terrasse und setzte mich ihm gegenüber.
Ich nippte am Wein und versuchte, mein Erröten zu verstecken, während ich auf den Pool starrte. Als ich zu ihm hinübersah, war sein Blick auf meine Brust gefallen. Sein Kiefer spannte sich an. Er schaute weg und atmete langsam aus.
Schaut Herr Falke mich etwa gerade an?
Sein Handy summte auf dem Stuhl neben ihm. Er warf einen Blick darauf und trank noch einen Schluck Wein.
„Du solltest rangehen“, sagte ich leise.
Er drehte das Handy um und schaltete es aus. „Ich kann heute nicht mehr mit ihr reden.“
„Ihr?“ fragte ich.
„Friederikes Mutter“, antwortete er und rieb sich die Stirn.
Ich runzelte die Stirn, nahm einen weiteren Schluck und drückte die Knie zusammen. Sein Blick wanderte zu meinen Beinen. Mein Atem stockte. Ich nahm einen größeren Schluck Wein und verlagerte die Hüften, ohne nachzudenken. Mein Körper pulsierte vor Verlangen.
Herr Falke presste die Lippen zusammen, die Augen auf meine Beine gerichtet. Ich wiegte mein Gesäß erneut gegen den Sitz, unfähig, damit aufzuhören.
„Lori“, sagte er leise.
„Ja, Herr Falke?“ Ich umklammerte die Kante des Stuhls.
Sein Blick glitt zurück zu meinen Brüsten, zu den harten Brustwarzen, die sich deutlich unter dem Stoff abzeichneten. Er strich mit der Hand über seinen Oberschenkel. „Du solltest wahrscheinlich ins Bett gehen.“
Ich starrte ihn an, die Lippen leicht geöffnet. „Aber … ich bin nicht müde.“
Sein Kiefer zuckte. Er kämpfte sichtlich darum, mir in die Augen zu sehen. Die Anstrengung machte mich nur mutiger. Ich bewegte mich wieder.
„Also …“ Er schluckte schwer, stellte sein Glas ab und stand auf. „Ich gehe nach oben.“ Langsam und bewusst ging er hinter mir vorbei und drückte meine Schulter. Die Berührung blieb, warm und schwer, sein Daumen strich über die nackte Haut an meinem Nacken – gerade lange genug, um wie ein Versprechen zu wirken. Wie eine Warnung.
„Gute Nacht, Lori.“
Er öffnete die Tür und verschwand im Haus.
Sobald er weg war, stieß ich einen zittrigen Atemzug aus, das Herz hämmerte gegen meine Rippen. Er war versucht gewesen. Er hatte gestarrt. Er hatte es gewollt.
Und alles, was ich gewollt hatte, war, dass er diese Jogginghose auszieht und mich direkt dort am Pool unter dem Mondlicht hemmungslos nimmt.
LORIZu sagen, dass Friederike eine übertriebene Mutter war, wäre eine Untertreibung. Sie war wieder bei uns eingezogen, um Hanna und Baldwin mehr Platz zu geben, und veranstaltete jede Woche kleine Partys für das Baby. Es war süß, und ich war wirklich froh, dass sie sich so sehr verändert hatte – aber es war ein bisschen zu viel für mich, besonders weil ich jeden Tag platzen konnte.Meine Geduld war am Ende. Mein Rücken tat höllisch weh. Meine Brüste schmerzten. Ich wollte endlich gebären, damit ich in ein halbwegs normales Leben zurückkehren konnte.Ich hielt Wieland im Arm und schaute in zwei große Baby-Augen. Wieland sah fast genau wie Friederike aus, außer diesen Augen. Sie erinnerten mich an den Teufel. Aber damit würde ich wohl leben müssen. Anselm durfte mein Leben nicht mehr bestimmen.„Ein Monat“, sagte Friederike und stupste Wieland sanft auf die Wange, während er lächelte. Hartwin beobachtete uns vom anderen Ende des Küchentischs mit hochgezogener Lippe. „Du bist heute ein
LORI„Hat sie ihr Baby schon bekommen?“, fragte ich mit gerunzelter Stirn.Hanna schüttelte den Kopf. „Stefan ist bei ihr drin. Sie liegt in den Wehen.“Hartwin legte einen Arm um meine Taille. „Wie lange schon?“Hanna schaute zu Baldwin, dann zurück zum Flur und verzog das Gesicht. „Etwa fünfzehn Stunden jetzt. Sie müssten doch langsam fertig sein, oder?“ Hanna sah Baldwin fragend an, der nur mit den Schultern zuckte, weil er es natürlich auch nicht wusste. Neben ihm stand ein halb leerer Pappbecher Kaffee, an dem er seit einer Ewigkeit herumzupfte.„Friederike hat dreizehn Stunden gebraucht“, sagte Hartwin und blickte den Flur hinunter zu den Kreißsälen. Sein Daumen strich dabei unbewusst über meine Hüfte.Ich legte eine Hand auf meinen Bauch und spürte einen Tritt eines meiner Babys. Bald würde ich selbst dort liegen und nicht nur ein, sondern drei Kinder zur Welt bringen – was mich ziemlich erschreckte. Die Vorstellung ließ mir jedes Mal den Atem stocken, wenn ich zu lange darüber
LORIZwei Stunden in den Hochzeitsempfang hinein hatte ich mich in mein neues Kleid umgezogen, den ersten Tanz mit Hartwin gehabt und mit all meinen Freunden zu Abend gegessen. Wir sprachen über die Babys, die Hochzeit und die Flitterwochen, in die wir in zwei Tagen aufbrachen.Hartwin lehnte sich zu mir. „Triff mich im Flur“, flüsterte er. „In fünf Minuten.“Nachdem er sich vom Tisch entschuldigt hatte, nahm er sein Getränk und ging zu einigen Arbeitskollegen, wobei sein eisiger Blick auf mir ruhte.Fünf Minuten … fünf Minuten, und es gab keinen Zweifel, dass er mich in den Hinterraum bringen und mich wie versprochen hemmungslos nehmen würde.„Ich wünschte so sehr, ich könnte nach Griechenland fahren“, sagte Friederike und ließ sich in ihren Stuhl sinken.Sie neigte den Kopf, und ich sah, wie ihr Blick Stefan traf, der mit Baldwin und ein paar von Hartwins Verwandten auf der anderen Seite des Raums stand.Hartwin stellte sein Glas auf einem Beistelltisch ab. Ich stand auf, mein Herz
LORIWir standen in der Mitte einer weißen Steinbrücke auf Carolds Farm am Tag unserer Hochzeit. Die Brücke bot Blick auf einen See und meilenweite, blumenverzierte Landschaft direkt außerhalb der Stadt. Hartwin stand ein paar Meter entfernt mit dem Rücken zu mir für unseren First Look.„Okay“, sagte unsere Hochzeitsfotografin.Sie lächelte mich breit an. Ich rieb meine schwitzigen Hände aneinander und starrte auf seinen Hinterkopf. Ich hatte mich in letzter Minute für einen First Look entschieden, weil es intimer wirkte, Hartwin als Ersten in meinem Hochzeitskleid zu sehen, bevor alle anderen mich sahen.„Du kannst dich umdrehen, Hartwin.“Mein Herz raste, als Hartwin sich zu mir umdrehte. Alles schien langsamer zu werden. In seinen sich weiten Augen sah ich so viele Emotionen. Er versuchte, sein Grinsen hinter einem kleinen Lächeln zu verstecken, schaffte es aber nicht. Er holte tief Luft, musterte mich und schüttelte den Kopf.„Gott, Lori
LORI„Guten Morgen, Schatz!“, sagte jemand an meinem Bett.Ich murmelte Hartwins Namen ins Kissen und rutschte rückwärts, um ihn zu berühren. Alles, was ich spüren wollte, waren seine großen, starken Arme, die sich um meinen Körper schlangen, wie er mich an sich zog, sein Atem an meinem Ohr, sein Mund auf meiner Haut, sein Schwanz an meinem –Die Lichter gingen an und aus, und dann sprang jemand neben mir aufs Bett.„Aufwachen!“, sagte Hanna. „Deine Mom und Eckhart haben Frühstück für die Braut gemacht!“Ich blinzelte die Augen auf und sah Mom in ihrem Rollstuhl am Fußende des Bettes und Hanna praktisch auf mir in ihrem Pyjama.„Es ist mein Hochzeitstag“, flüsterte ich, setzte mich ein bisschen zu schnell auf, fing mich aber auf, bevor ich zurückfallen konnte. „Ich heirate heute.“Hanna half mir aus dem Bett, und wir gingen mit Mom in die Küche. Eckharts Küchentisch war voll mit French Toast, Pfannkuchen, Obst und Eiern – alles, was ich als Kind geliebt hatte, und alles, was mich heut
LORIHartwins Lippen strichen über meinen Nacken, seine Hand lag leicht um meine Kehle.„Hör nicht auf“, hauchte ich, meine Stimme leise und rau. Das Morgenlicht flutete durch das Fenster, und ich drückte meine Hüften zurück gegen ihn. „Bitte, hör nicht auf.“Es war Freitag, der Tag vor der Hochzeit, und Hartwin hatte sich freigenommen, um Zeit mit mir zu verbringen. Er fuhr mit der Hand über meinen Bauch und schob sie unter die Wölbung, um meine Klitoris mit den Fingern zu reizen. Wir hatten die ganze Woche nicht die Hände voneinander lassen können, doch Levin war mir immer wieder durch den Kopf gegangen.Ich war traurig für ihn, aber ich fühlte mich nicht schlecht, weil ich bereits vergeben war. Ich würde mich nie schlecht fühlen wegen Hartwin.Er stieß schneller in mich, seine Finger rieben festere Kreise um meine Klitoris.„Hartwin“, flüsterte ich und bog den Rücken durch.Hartwin atmete ruhig durch die Nase ein und legte seine Lippen an mein Ohr, während er sich in mich trieb. Ic






