Quand il a choisi l’autre, j’ai choisi son frère

Quand il a choisi l’autre, j’ai choisi son frère

Oleh:  Jeanne YoriuTamat
Bahasa: French
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Au moment où Léa Laurent a fait une fausse couche, Mathis Bernard célébrait le retour de son premier amour. Malgré trois années de dévouement et de présence à ses côtés, il les a réduits à dire qu’elle n’était que la domestique et la cuisinière de la maison. Léa a perdu tout espoir et a décidé de divorcer. Tous les amis du milieu savaient que Léa était connue pour être collante, impossible de s’en débarrasser. « Je parie qu’en une journée, Léa reviendra sagement. » Mathis a répondu : « Un jour ? Trop long, au plus une demi-journée et elle reviendra d’elle-même. » Au moment du divorce, Léa a décidé de ne plus revenir en arrière ; elle s’est lancée dans une nouvelle vie, a repris sa carrière abandonnée et a commencé à rencontrer de nouvelles personnes. Les jours ont passé, et Mathis n’a plus jamais revu Léa à la maison. Mathis a soudain paniqué. Mais lors d’un sommet professionnel, il a enfin vu Léa entourée par une foule. Il s’est précipité vers elle sans hésiter, « Léa, tu n’as pas encore fini de faire la tête ? » Arthur Perrot s’est brusquement interposé devant Léa, l’a repoussé d’une main, dégageant une aura glaciale et intimidante, « Ne touche pas à ta belle-sœur. » Mathis ne l’avait jamais aimée ; mais quand il est tombé amoureux d’elle, elle n’avait déjà plus de place pour lui à ses côtés.

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Bab 1

Chapitre 1

Drei Jahre Ehe – und heute Abend öffnete Mara Stein zum ersten Mal den Computer im Arbeitszimmer von Leonard Voss. Wäre da nicht ein wichtiges Dokument gewesen, das dringend weitergeleitet werden musste, hätte sie vermutlich ihr ganzes Leben lang nie gesehen, was sich darin verbarg.

Alle Ordner auf seinem Laptop waren nüchtern und sachlich benannt, eindeutig als Geschäftsprojekte erkennbar. Ein Blick genügte, um zu wissen, dass sie zur Arbeit gehörten. Nur ein Ordner stach heraus. Sein Name bestand aus lediglich zwei Buchstaben: LB.

Mara klickte ihn an – eher aus Neugier als aus einem konkreten Verdacht heraus.

Im Inneren befand sich nur eine einzige Datei. Eine Excel-Tabelle. Der Dateiname lautete: Rache.

Mara wuchs allein bei ihrer Mutter auf, die seit Langem krank war und immer wieder im Krankenhaus lag. Objektiv betrachtet war ihre Ehe mit Leonard Voss, dem Sohn einer börsennotierten Unternehmensgruppe, ein sozialer Aufstieg. Zu gut, um wahr zu sein.

Und tatsächlich hatte sich ihre Begegnung mit ihm wie eine Szene aus einem Liebesfilm angefühlt – ebenso wie alles, was darauf folgte.

Leonard hatte damals einen schweren Autounfall gehabt. Der Unfallverursacher war geflohen. Es war Mara gewesen, die ihn aus dem Wagen gezogen und ins Krankenhaus gebracht hatte. Sie hatte ihm das Leben gerettet.

Einige Zeit später stand Leonard plötzlich vor dem Eingang ihrer Universität. Es war Valentinstag. In seinen Armen hielt er einen riesigen Strauß rosafarbener Rosen – neunhundertneunundneunzig Stück. Vor aller Augen gestand er ihr seine Liebe.

In jenem Jahr waren die Blumenpreise explodiert, erst recht an Feiertagen. Ein solcher Strauß kostete ein Vermögen und sorgte für Aufsehen auf dem ganzen Campus.

Mara stellte die Rosen sorgsam neben ihr Bett, obwohl sie ihretwegen später selbst im Krankenhaus landete. Sie hatte eine Pollenallergie. Doch sie hatte Leonard nie davon erzählt. Also brachte er ihr bei jedem Date erneut rosafarbene Rosen mit.

Noch vor ihrem Studienabschluss heiratete Mara Leonard. Nach der Hochzeit wurde sie Hausfrau. Leonard arbeitete viel und brauchte eine Frau, die sich vollständig um den Haushalt kümmerte. Seine Mutter hatte immer wieder betont, er habe einen empfindlichen Magen – selbst gekochtes Essen sei gesünder. Eine Haushaltshilfe könne eine Ehefrau schließlich nicht ersetzen. Die Aufgabe einer Frau sei es, sich um Haus, Mann und Kinder zu kümmern.

Tagsüber kochte Mara, wusch Kleidung und erledigte die Hausarbeit. Nachts teilte sie mit ihm das Ehebett. Wirkliche Gespräche gab es kaum. Sie hatten kaum Berührungspunkte.

Die Excel-Tabelle auf dem Bildschirm wirkte wie ein Fenster in Leonards Inneres. Mara öffnete sie. Bild um Bild erschien.

Die Tabelle bestand aus nur zwei Spalten. Kaum Text, fast ausschließlich Fotos. Über der linken Spalte stand erneut „LB”. Mara starrte die beiden Buchstaben an, konnte sich jedoch keinen Reim darauf machen.

Die rechte Spalte verstand sie sofort. MS.

Mara Stein.

Ihre Hand, die die Maus hielt, begann leicht zu zittern.

Beide Spalten waren chronologisch geordnet, jeder Eintrag mit einem Foto versehen. In der linken Spalte war auf allen Bildern dasselbe Mädchen zu sehen. Auf dem ersten Foto stand neben ihren Füßen ein riesiger Strauß rosafarbener Rosen – mindestens neunhundertneunundneunzig Stück. Auf dem zweiten präsentierte sie eine funkelnde Diamantkette um ihren Hals, im Arm erneut ein Strauß rosafarbener Rosen. Auf dem dritten lächelte sie mit einer Hermès-Handtasche in den Händen. Auf dem Tisch vor ihr: wieder rosafarbene Rosen.

Umgeben von diesem Meer aus Pink wandte Mara den Blick nach rechts. Dort sah sie ausschließlich Fotos von sich selbst.

Auf dem ersten Bild stand vor ihr derselbe Rosenstrauß. Auf dem zweiten dieselbe Diamantkette, dieselben Rosen. Auf dem dritten dieselbe Handtasche, wieder dieselben Rosen. Viertes Bild. Fünftes. Sechstes.

Bis zu dem Tag, an dem das Mädchen in der linken Spalte einen Ring mit einem rosafarbenen Diamanten am Ringfinger trug. Am selben Tag hatte Leonard Mara mit einem exakt solchen Ring – verborgen zwischen rosafarbenen Rosen – einen Heiratsantrag gemacht.

Dort endete die Tabelle.

Mara schloss den Laptop langsam. Es fühlte sich an, als hätte sie etwas begriffen.

All die Jahre hatte sie geglaubt, Leonard liebe rosafarbene Rosen. Obwohl er selbst nie etwas Rosafarbenes trug, hatte sie sich eingeredet, ein verborgenes Detail an ihm entdeckt zu haben, und war tagelang glücklich darüber gewesen.

Jetzt wusste sie es besser.

Nicht Leonard liebte rosafarbene Rosen.

Sondern das Mädchen mit der Abkürzung LB.

In jener Nacht fand Mara keinen Schlaf.

Leonard Voss kam an diesem Abend nicht nach Hause. Er musste die ganze Nacht mit Geschäftspartnern aus den USA verhandeln. Er hatte jedoch betont, dass dies den Arzttermin am nächsten Morgen nicht beeinträchtigen würde und er sie begleiten könne.

In den letzten Tagen hatte Mara immer wieder ein dumpfes Ziehen im Unterbauch gespürt. Leonard hatte für sie einen Termin bei einem Spezialisten vereinbart – am nächsten Morgen um neun Uhr.

Eigentlich bewies die Entdeckung vom Vorabend noch gar nichts. Selbst wenn Leonard sie damals nur umworben hatte, um sich an einer anderen Frau zu rächen, lag das alles vor der Ehe.

Nach der Hochzeit war er nicht besonders liebevoll, aber auch nicht schlecht zu ihr gewesen. Jeden Monat überwies er ihr pünktlich Geld für den Haushalt und persönliche Ausgaben.

An Feiertagen und zu ihrem Geburtstag machte er ihr ebenfalls Geschenke. Zu ihrem letzten Geburtstag hatte sie ein rosafarbenes Set von Burberry bekommen – obwohl Rosa ihre am wenigsten geliebte Farbe war.

Als Vorstandsvorsitzender der Voss-Gruppe war Leonard ständig von attraktiven Frauen umgeben. Doch in den drei Jahren ihrer Ehe hatte es nie auch nur ein einziges Gerücht über ihn gegeben.

Nur ein einziges Mal hatten Klatschseiten Fotos von ihm mit einer angesagten Schauspielerin veröffentlicht. Leonard hatte umgehend reagieren lassen, die Gerüchte dementiert – und die entsprechenden Accounts waren noch in derselben Nacht gelöscht worden.

Mara wälzte sich im Bett hin und her und redete sich ein, nicht weiter in Gedanken zu versinken. Leonard ging ihr nicht fremd. Vielleicht liebte er sie nur nicht so sehr, wie sie es sich immer vorgestellt hatte.

Ihre Mutter hatte ihr früher oft gesagt, dass Ehen meist aus Kompromissen bestünden. Wenn man das Glück habe, den Menschen zu heiraten, den man liebe, müsse man diese Ehe umso mehr schätzen.

Und Mara schätzte ihre Ehe.

Sie liebte Leonard.

Seit ihrem dreizehnten Lebensjahr – seit genau zehn Jahren.

Doch Leonard wusste es nicht. Bis heute wusste er es nicht.

Mara griff nach ihrem Handy und entsperrte ein passwortgeschütztes, privates Album. Seit ihrer Hochzeit hatte sie es kein einziges Mal geöffnet.

Darin befand sich nur ein einziges Foto. Es schien in einer Kantine aufgenommen worden zu sein, doch Licht und Umgebung wirkten bedrückend – fast wie in einer Justizvollzugsanstalt.

Im Mittelpunkt des Bildes stand ein sehr junges Mädchen, kaum älter als dreizehn oder vierzehn. Sie trug eine feste Zahnspange aus Metall, hatte ihr Haar in einem modischen Aschgrau gefärbt und wild gewellt.

Niemand hätte dieses Mädchen mit Mara in Verbindung gebracht. Doch jeder hätte den Jungen erkannt, der im Hintergrund in einer Ecke stand – selbstbewusst, voller Ausstrahlung.

Es war Leonard.

Es war das einzige Foto, auf dem Mara und Leonard gemeinsam zu sehen waren.

Wenn man es überhaupt ein gemeinsames Foto nennen konnte.

Erst im Morgengrauen schlief Mara ein. Weniger als drei Stunden später riss der Wecker sie aus dem Schlaf.

Mit dunklen Augenringen stand sie am Haupteingang des Zentralkrankenhauses. Der Wind am frühen Frühlingsmorgen war noch immer kalt und ließ ihre Nase laufen.

Um 8:59 Uhr erhielt sie eine Nachricht von Leonard auf WhatsApp:

Ein dringendes Projekt. Ich muss kurzfristig in die USA. Ich kann dich nicht begleiten. Geh allein rein, ich habe mit dem Arzt gesprochen – du kannst heute Abend nach Hause.

Mara zog ihren Mantel enger um sich und betrat das Krankenhaus allein. Als sie wieder herauskam, hielt sie einen Ultraschallbefund in der Hand.

Sie war seit zwei Monaten schwanger.

Doch es handelte sich um eine drohende Fehlgeburt.

Es war Maras erste Schwangerschaft.

Das erste Kind von ihr und Leonard.

Sie legte eine Hand auf ihren Bauch, Freude stand ihr ins Gesicht geschrieben. Der Arzt hatte zwar gesagt, dass es nicht allzu schlimm sei, doch sie müsse sich unbedingt schonen.

Mara zog ihr Handy hervor. Sie wollte Leonard davon erzählen.

Im Hörer erklang ein Freizeichen nach dem anderen. Ihre Aufregung wuchs, vermischt mit vorsichtiger Hoffnung.

Leonard … würde sich doch freuen, oder?

Noch am Abend zuvor hätte sie diese Frage niemals gestellt.

Endlich wurde der Anruf angenommen.

„Leonard, ich…“

„Ich bin in einer Besprechung. Stör mich nicht.“

Die Verbindung wurde sofort getrennt. Nur das monotone Tuten blieb zurück.

Der kalte Wind schien ihr direkt ins Herz zu wehen. Mara senkte das Handy – in genau diesem Moment sprang eine Eilmeldung auf dem Bildschirm auf …

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Hayate
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Léa Arthur c long et nul pour ma part après normal depuis le début je suis team Mathis
2026-08-25 21:22:49
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Charlotte Miraucourt
Charlotte Miraucourt
un livre long pour le peu que ça apporte.. Il lui faut plus d'une centaine de chapitre pour divorcer et faire son cheminement personnel.
2026-08-16 00:49:30
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