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Penulis: Helsa
last update Tanggal publikasi: 2026-06-17 21:55:26

ERWIN

Ich konnte ihren Herzschlag bereits schmecken.

Jede verstreichende Sekunde machte den Hunger schlimmer.

Nicht nur nach Blut – nach ihr.

Ihr süßer, warmer Duft, der von Luettas Haut aufstieg, trieb mich in den Wahnsinn. Mein Schwanz war schon halb hart, bevor wir den Parkplatz überhaupt verlassen hatten.

Sie warf mir immer wieder verstohlene Blicke zu, die Knöchel weiß am Lenkrad, die Schenkel fest zusammengepresst, als würde sie gegen denselben Sog ankämpfen wie ich.

„Wohin soll ich dich bringen?“, fragte sie.

Ich sank tiefer in den Sitz und schenkte ihr das Lächeln, von dem ich wusste, dass es Frauen ruinierte.

„Zu dir nach Hause, Schätzchen.“ Meine Stimme klang träge. „Und bevor du mir alle Gründe aufzählst, warum du das nicht tun solltest – spar dir die Mühe. Wir wissen beide, dass du Ja sagen wirst.“

„Ich kenne nicht mal deinen Namen.“

„Erwin“, sagte ich und ließ das Wort langsam und schwer über die Zunge rollen. „Erwin Rudolph. Jetzt kennst du ihn.“

Sie zögerte eine halbe Sekunde, fuhr dann aber trotzdem aus dem Parkplatz heraus.

Ich schloss die Augen und ließ ihren Duft über mich hinwegkriechen – warme Haut, Krankenhaus-Seife und darunter dieser feine, süße Unterton, der nichts mit Blut zu tun hatte und alles mit ihr. Meine Kiefer pochten im Takt mit dem Puls an ihrem Hals. Jahre des Hungers hatten mich auf pure Instinkte reduziert, und im Moment wollte dieser Instinkt nichts mehr, als die Krankenschwester zu verschlingen, die den Fehler gemacht hatte, beim falschen Fremden anzuhalten.

Wüsste sie auch nur das Geringste über mich oder die Psychopathin, die mich wie ein Spielzeug behandelt hatte, hätte sie das Gaspedal durchgetreten und gebetet.

Aber sie wusste es nicht.

Und ich war heute Abend nicht in der Stimmung für Geständnisse.

Als wir ihr Townhouse erreichten, zögerte sie erneut. Ich drehte mich zu ihr und warf ihr einen Blick zu, der keine Verhandlungen zuließ.

„Wir gehen jetzt rein.“

„Ich nehme normalerweise keine fremden Männer mit nach Hause…“

„Luetta.“ Meine Stimme wurde tiefer, samten, aber mit einer Schärfe, die tiefer ging als jeder Zwang. Einfach nur Wahrheit, geschliffen wie eine Klinge. „Mach die Tür auf. Ich bleibe.“

Sie murmelte etwas davon, dass sie verrückt sein müsse, und schloss trotzdem auf. Ich hatte schon immer eine Schwäche für diesen Typ Frau.

Drinnen war es klein und weich, und es roch überall nach ihr – frische Bettwäsche und ein Hauch Vanille. Sie begann, Eier und Speck zu braten. Mein Magen registrierte es, doch das war nicht das, was meine Aufmerksamkeit fesselte. Ihr Pferdeschwanz löste sich langsam, lose Strähnen umrahmten ein Gesicht, das erschöpft und auf eine stille, echte Weise wunderschön aussah. Die weiten Klamotten verbargen Kurven, von denen ich plötzlich eine sehr persönliche Führung wollte.

„Hast du einen Computer?“, fragte ich.

„Klar.“

„Darf ich ihn benutzen?“

„Wofür?“

„Weil ich herausfinden muss, wer in dieser Stadt noch atmet und meiner Familie etwas schuldet.“

Sie seufzte und reichte mir einen uralten Laptop. „Meinetwegen. Aber nachdem du gegessen hast, nimmst du ihn und gehst. Ich habe gleich wieder Schicht.“

Meine Kiefer kribbelten, meine Haut spannte. Und irgendwo mitten in dieser stillen körperlichen Rebellion wurde mir klar: Gehen stand nicht mehr zur Debatte.

Ich klappte den Laptop mit zwei Fingern zu und sah ihr direkt in die Augen.

„Ich gehe nirgendwo hin.“

Luettas Atem stockte. Der Duft ihrer Erregung wurde schärfer, süß und gefährlich, und zum ersten Mal seit meiner Flucht spürte ich, wie mir die Kontrolle entglitt.

Ich lächelte zu ihr hinunter, als wäre nichts, während meine Fänge pochten und meine Muskeln sich anspannten.

„Andererseits“, sagte ich leise und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, „sollten wir es uns vielleicht beide gemütlich machen. Wir könnten eine Weile hierbleiben.“

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