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Author: Helsa
last update publish date: 2026-06-17 21:55:38

ERWIN

„Verschwinde aus meinem verdammten Kopf, du psychotische Schlampe.“

Die Erinnerung traf mich wie ein Messer – ihr Gesicht über mir, kalte Hände auf meiner Haut, dieses grausame Lächeln, während sie sich nahm, was sie wollte.

Ich taumelte von Luetta zurück und riss mir die Haare. „Nein – verdammt!“

„Erwin?“ Ihre Stimme zitterte. Diese wunderschönen grünen Augen schimmerten bereits verräterisch. „Was ist los? Habe ich etwas falsch gemacht?“

Der Hunger brüllte in mir. Mein Schwanz pochte schmerzhaft, meine Fänge waren ausgefahren, und jeder Instinkt schrie danach, sie aufs Bett zu werfen und mir zu nehmen, was ich brauchte.

Aber ich konnte nicht.

Nicht, solange ihr Geist noch in meinem Schädel angekettet war.

Luettas grüne Augen wurden glasig. Nein. Bitte nicht. Nicht weinen. „Habe ich etwas falsch gemacht?“

„Nein.“

„Dann warum –“

„Ich kann einfach nicht. Ich wünschte, ich könnte es erklären, aber…“ Mein Schwanz war hart wie Marmor in der viel zu engen Jeans. „Fuck.“

„Was?“

Reue schnürte mir das Herz zusammen. Ich hatte sie verletzt. Diese süße, herzensgute Frau, deren Duft eindeutig im Himmel erschaffen worden war. Und ich konnte nichts anderes tun, als ihren betörenden Geruch einzuatmen, in ihre schönen Augen zu starren und auf ihre Brust, wo sich ihre harten Nippel deutlich unter dem Stoff abzeichneten. Ich wollte sie so verdammt sehr.

Sie verdiente Besseres, als ich ihr geben konnte. Besseres als einen unerfahrenen Vampir, der nach ihrem Blut lechzte.

Ihr Angebot mit dem Geld reizte mich, doch ich konnte es nicht annehmen. Ich konnte sowieso nicht nach draußen. Die Sonnencreme hatte einigermaßen gehalten, aber ich war nur zehn Minuten im Licht gewesen. Die meisten Vampire kamen mit ausreichend Schutz zurecht, doch meine Haut hatte seit Gott weiß wie vielen Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen. Ich durfte nichts riskieren. Ich musste meine Widerstandskraft erst wieder aufbauen.

„Ich verschwinde, sobald es dunkel ist. Ich will nicht gesehen werden.“

„Versteckst du dich vor jemandem?“, fragte sie zaghaft.

„Ja.“ Das Wort war heraus, bevor ich es aufhalten konnte. Es war nicht gelogen. Sie würde ihre Schergen nach mir suchen lassen. Im Krankenhaus hatte ich etwas Finsteres gespürt, einen unheimlichen Schauer, ähnlich dem, den ich vor dem Detective gefühlt hatte. Deshalb hatte ich Luetta fast gezwungen, mich zu ihrem Auto zu bringen.

Und jetzt… irgendwo in diesem Haus lauerte etwas.

Etwas, das ich aufspüren und ausschalten musste.

„Oh.“ Sie schloss kurz die Augen, dann öffnete sie sie wieder. „Ich beherberge also einen Flüchtigen.“

„Gott, nein!“ Scheiße. „Es ist ganz anders, als du denkst. Ich kann es dir nicht besser erklären, als ich es schon getan habe.“

Sie verschränkte die Arme vor der Brust und verdeckte damit ihre aufgerichteten Brustwarzen. „Es tut mir leid. Wirklich. Aber du musst gehen.“

Wenn ich sie doch nur glamourieren könnte, damit sie mich bleiben ließ. Aber wieder nagte der Gedanke an mir, dass ich Luetta nicht manipulieren wollte. Ich wollte, dass sie mir aus freiem Willen gehorchte – auch wenn ich selbst nicht verstand, warum ich das von ihr oder irgendjemandem wollte. Außerdem traute ich meinen Glamour-Kräften nicht. Sie hatten sich nicht so entwickelt, wie sie sollten.

Der starke Drang, sie zu besitzen, flammte erneut in mir auf. Mein Körper übernahm die Kontrolle über meinen Verstand. Ich packte sie, zog sie an mich und küsste sie mit der Wildheit eines Tieres.

Da hämmerte es plötzlich unten an der Tür.

„Luetta? Bist du da?“

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