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Kapitel 6 – Drei Schatten, ein Krieg

Author: Azilla
last update Petsa ng paglalathala: 2026-06-08 20:47:36

Die Luft im Gang war dicht.

Nicht wegen Staub.

Sondern wegen Spannung.

Als würde die Realität selbst den Atem anhalten.

---

Kaels Hand lag jetzt am Schwertgriff.

Ruhig.

Kontrolliert.

Aber bereit.

---

Damian stand ihm gegenüber.

Unbeweglich.

Wie ein König, der noch nicht entschieden hatte, ob er einen Krieg beginnen wollte oder bereits darin war.

---

Und zwischen ihnen:

Selene.

---

„Du bringst ihn mit“, sagte Damian leise.

Sein Blick blieb auf Kael.

---

Selene antwortete sofort.

„Er war schon da, bevor ich kam.“

---

Kael verzog kaum merklich den Mundwinkel.

„Falsche Reihenfolge“, murmelte er.

---

Damian ignorierte ihn.

Seine Aufmerksamkeit war fixiert.

Auf Selene.

---

„Du hast dich verändert“, sagte er.

---

Selene neigte leicht den Kopf.

„Du auch.“

---

Ein kurzer Moment.

---

Dann bewegte sich Kael.

Nicht angreifend.

Sondern positionierend.

Ein Schritt nach vorne.

Zwischen Selene und Damian.

---

Die Temperatur im Raum sank gefühlt.

---

„Das ist mein Territorium“, sagte Kael ruhig.

---

Damian lächelte nicht.

Aber seine Stimme wurde leiser.

Gefährlicher.

„Noch.“

---

---

Bruchpunkt

Selene hob die Hand.

Nur ein kleines Zeichen.

---

Sofort stoppten beide Männer.

---

Stille.

---

„Keiner von euch kontrolliert diese Situation“, sagte sie ruhig.

---

Kael sah sie an.

„Das ist nicht dein Spiel.“

---

Selene erwiderte seinen Blick.

„Doch.“

Pause.

„Es ist das erste Spiel, das ich wirklich verstehe.“

---

Damian beobachtete sie.

Genau.

Zu genau.

---

„Du sprichst, als würdest du die Zukunft kennen“, sagte er.

---

Selene lächelte leicht.

„Ich erinnere mich nur besser als du.“

---

Ein kaum sichtbarer Riss ging durch Damans Kontrolle.

---

---

Die erste Entscheidung

Plötzlich hallten Schritte durch den Gang.

Mehrere Richtungen.

Mehrere Teams.

---

„Sie haben uns eingekreist“, sagte einer der entfernten Wachen.

---

Damian hob nicht einmal den Blick.

„Natürlich.“

---

Kael zog sein Schwert nun halb.

„Jetzt wird es unangenehm.“

---

Selene atmete ruhig aus.

---

„Nein“, sagte sie.

„Jetzt wird es interessant.“

---

---

Der erste Schlag

Die Türen am Ende des Ganges brachen auf.

Magier.

Krieger.

Blackthorne-Elite.

---

Damian hatte nicht gezögert.

Er hatte nie gezögert.

---

„Nehmt sie lebend“, befahl er ruhig.

---

Kael zog sein Schwert vollständig.

Ein metallischer Klang wie ein Urteil.

---

„Das wird nicht passieren“, sagte er.

---

Der erste Angriff kam.

---

Schnell.

Präzise.

---

Kael bewegte sich wie ein Sturm.

Nicht wild.

Sondern tödlich effizient.

---

Zwei Gegner fielen sofort.

---

Damian beobachtete ihn.

Unbeeindruckt.

Analysierend.

---

Dann hob er eine Hand.

---

Magie flackerte im Raum auf.

Dunkelgoldene Linien zogen sich über den Boden.

---

Selene erkannte es sofort.

---

Ein Fangfeld.

---

In ihrem ersten Leben hatte Damian solche Techniken erst Jahre später perfektioniert.

---

Jetzt war es früher.

Weil sie seine Entwicklung gestört hatte.

---

„Du hast ihm geholfen“, murmelte Damian plötzlich, ohne Selene aus den Augen zu lassen.

---

Selene antwortete ruhig:

„Ich habe ihn nur nicht aufgehalten.“

---

---

Eskalation

Kael sprang zurück, gerade rechtzeitig.

Das Feld schloss sich dort, wo er eben noch gestanden hatte.

---

„Du hast ihn unterschätzt“, sagte Kael leise zu Selene.

---

„Nein“, antwortete sie.

„Ich habe ihn nie vergessen.“

---

Damian trat einen Schritt vor.

Jetzt war der Raum geteilt.

---

„Letzte Chance“, sagte er ruhig.

Sein Blick war nur auf sie gerichtet.

„Komm zurück.“

---

Stille.

---

Selene sah ihn an.

Lange.

---

Dann sagte sie:

„Ich bin nie bei dir gewesen.“

---

Ein Bruch.

Nicht sichtbar.

Aber endgültig.

---

Damian schloss kurz die Augen.

Nur einen Moment.

---

Dann öffnete er sie wieder.

Und etwas darin war verschwunden.

---

„Dann“, sagte er leise,

„werde ich dich holen.“

---

---

Flucht

Kael packte Selene am Arm.

„Jetzt.“

---

Sie bewegten sich.

---

Nicht durch die Türen.

Sondern durch eine verborgene Seitenwand, die Kael mit einem Schlag öffnete.

---

Hinter ihnen brach der Gang in Chaos aus.

---

Damian blieb stehen.

Er verfolgte sie nicht sofort.

---

Er sah nur den Weg, den sie genommen hatten.

---

Dann sagte er ruhig:

„Sie ist kein Zufall.“

---

Pause.

---

„Sie ist eine Korrektur.“

---

---

Außen – Nachtluft

Selene trat in die Kälte der Stadt.

Kael neben ihr.

---

Sie atmete aus.

---

„Er wird nicht aufhören“, sagte Kael.

---

Selene nickte.

„Gut.“

---

Kael sah sie an.

„Das ist kein Spiel mehr.“

---

Selene drehte sich leicht zur Stadt zurück.

In der Ferne begann Licht aufzuleuchten.

Suchtruppen.

---

„Ich weiß“, sagte sie.

Pause.

„Es ist ein Krieg.“

---

---

Cliffhanger:

Im Blackthorne-Anwesen stand Damian vor einer Karte.

Und markierte einen einzigen Punkt.

„Selene Ravenwood“, sagte er leise.

Dann:

„Ab jetzt gehört die gesamte Stadt in den Lockdown.“

Er hob den Blick.

„Und bringt mir Kael Nightshade.“

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