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Bitte...mein Baby

Autor: Bleeding ink
last update Data de publicação: 2026-09-22 12:13:26

Auroras Perspektive

Wochen später kehrte die Übelkeit zurück, stärker als zuvor. Zuerst schob ich es auf den Stress. Dann zählte ich die Tage und merkte, dass meine Periode ausblieb.

Auf dem Heimweg von der Arbeit kaufte ich einen Test. Ich redete mir ein, es sei nur, um den Zweifel zum Schweigen zu bringen. Eine Nacht. Kein Schutz. Die Wahrscheinlichkeit fühlte sich immer noch unmöglich an.

Im Badezimmer wartete ich. Als das Ergebnis erschien, glitt der Test mir aus den Fingern und fiel auf die Fliesen.

Schwanger.

Ich stieß ein kurzes, ungläubiges Lachen aus. „Nein … das kann nicht sein.“

Ich griff zum zweiten Test. Dasselbe Ergebnis.

Ich sank auf den Boden, die Hände zitternd. Dominics kaltes, ausdrucksloses Gesicht blitzte vor meinem inneren Auge auf. Wie sollte ich es ihm sagen? Würde er überhaupt glauben, dass es nicht geplant war? Würde er mich auf der Stelle feuern?

Ich presste die Handflächen an die Schläfen und zwang Luft in meine Lungen.

Du wirst das regeln, sagte ich meinem Spiegelbild. Du musst.

---

Ich stand schon fast eine Stunde vor dem Café. Ich hatte ihm gesagt, es sei dringend. Er hatte zugestimmt, zu kommen. Er war immer noch nicht da.

Ein schwarzes Auto hielt. Natalia stieg aus.

„Der Boss schafft es nicht“, sagte sie. „Er hat mich geschickt.“

Ich drehte mich um, um zu gehen, ohne zu antworten.

„Hey.“ Ihre Stimme hielt mich zurück. „Wir hatten nie schlechte Beziehungen zueinander. Warum die Haltung?“

Ich sah sie nicht an. „Wenn du das denkst.“

Sie trat näher. „Ich weiß, was du vorhast. Er interessiert sich für keine Frau. Nur zur Erinnerung.“

Ich ging weiter. Hinter mir hörte ich ihr leises Schnauben.

Mein Handy war leer. Kein Uber. Die Straße war still, und der Weg fühlte sich länger an, als er sein sollte. Jeder Schritt schickte einen dumpfen Schmerz durch meine Beine. Wut auf Dominic brannte stetig unter meiner Haut – arrogant genug, mich eine Stunde warten zu lassen und dann seine Assistentin zu schicken, statt einer simplen Nachricht.

Wenn es Preise für Arroganz gäbe, stünde sein Name ganz oben auf der Liste.

Ein Auto verlangsamte neben mir.

Mein Puls sprang. Ich ging weiter, den Blick nach vorn gerichtet, eine Hand schützend Richtung Bauch. Der Motor lief zu nah. Dann verstummte er.

Schritte hinter mir.

Ich rannte.

Eine Hand griff in mein Haar und riss mich zurück. Ich schlug hart auf den Asphalt, die Arme instinktiv um meinen Mittelteil gekrümmt.

„Ich bin schwanger – bitte—“

Kaltes Lachen antwortete. Ein Stiefel traf mein Gesicht. Blut füllte meinen Mund. Jemand packte mein Kinn und zwang meinen Kopf zurück, während ein anderes Paar Hände mich festhielt. Fäuste und Tritte prasselten erbarmungslos nieder. Schmerz flackerte weiß hinter meinen Augen auf.

Ein scharfer Ruck am Haar riss mich rückwärts; ich schlug hart auf den Boden und schrie, die Hände um meinen Bauch gekrallt. „Ich bin schwanger, bitte tut mir nichts!“ schluchzte ich.

Ihr Lachen war kalt, und er trat mir ins Gesicht, Blut tropfte aus meinem Mund. Meine Sicht verschwamm.

„Bitte …“, krächzte ich.

Einer von ihnen packte mich am Haar und zwang meinen Kopf zurück; sein Griff um mein Kinn verstärkte sich. Meine Beine zitterten unkontrollierbar.

Mein ganzer Körper zitterte; ich hörte, wie sie sich um mich bewegten und lachten. Ich wagte es nicht, die Augen ganz zu öffnen; es war leichter, in mich zusammengerollt zu bleiben.

Meine Hand driftete zu meinem Hals, wo der Puls schwer pochte. Bitte rührt mich nicht an, bitte rührt mein Baby nicht an. Die Worte verließen nie meine Lippen, aber sie schrien in meinem Kopf, immer und immer wieder.

Ich dachte an das Leben, das ich vielleicht aufbauen würde, und an meine Freundinnen … aber alles, was ich tun konnte, war zittern und beten, dass sie gehen würden.

Er trat näher, während der andere hinter mir blieb. Ich wehrte mich gegen ihren Griff, während Schmerz und Tränen sich verzehnfachten.

Ich versuchte zu schreien. Der Laut blieb in meiner Kehle stecken.

Durch den Schleier hörte ich ein Telefon.

„Es ist erledigt.“

Einer von ihnen murmelte etwas unter seinem Atem – etwas, das nach einem Namen klang. Dominic. Ich war mir fast sicher.

Meine Sicht verengte sich. Das Letzte, was ich spürte, war der kalte Boden an meiner Wange und die verzweifelte, stille Bitte, die nie meine Lippen verließ.

Bitte … mein Baby …

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