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Kapitel 8

作者: Madame Fischer
„Warum stellst du so viele Fragen?“, fragte Julian gereizt. „Vergiss es. So wichtig ist es nicht. Ich habe gleich eine Besprechung.“

Sebastian lachte.

„Jetzt leg bloß nicht auf. So etwas fragst du schließlich nicht alle Tage. Ich muss schon wissen, um wen es geht. Emily? Im Ernst? Habt ihr plötzlich Gefühle füreinander entwickelt, weil ihr im selben Bett schlaft?“

Julian schwieg einen Moment.

„Natürlich nicht.“

Sebastian lachte laut auf.

„Schon gut, ich hör ja auf. Es geht um Katharina, oder? Da
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    Katharina sah sie feindselig an.„Was soll das heißen?“Emily antwortete nicht darauf. Sie sah ihr mit dunklen Augen ins Gesicht.„Flocke ist tot. Tut dir das gar nicht weh?“Katharina stockte. Dann wurde sie wütend.„Du wagst es noch, von ihm anzufangen?“Emily zog einen Mundwinkel hoch.„Wir sind allein. Du musst mir nichts vorspielen. Hast du nachts keine Albträume? Taucht Flocke da nie auf?“„Emily!“ Katharinas Stimme zitterte. „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest! Was soll dieser Unsinn?“Emily merkte, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte.Von Anfang an hatte sie vermutet, dass Katharina ihren Hund selbst getötet hatte.Sie hatte alles sorgfältig vorbereitet. Immer wieder hatte sie betont, dass Flocke nur auf Emily so aggressiv reagierte. Vor allen hatte sie Emily angefleht, ihm nichts anzutun.Damit stand für die Familie bereits fest, wer schuld war, sobald dem Hund etwas passierte.Flocke war für Katharina offenbar nur ein Mittel gewesen, um Emily zu schaden.Die wirkl

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    Ihre Bewerbungsunterlagen für das Promotionsprogramm waren eingereicht. Emily wusste nicht, wie lange die Prüfung der Unterlagen noch dauerte. Danach standen noch eine schriftliche Fachaufgabe und ein Auswahlgespräch an.Um eine Unterkunft über die Universität konnte sie sich wohl erst im neuen Jahr kümmern. Bis dahin dauerte es noch ein bis zwei Monate.So lange wollte sie keinesfalls bei den Hartmanns bleiben. Sie musste also eine andere Wohnmöglichkeit finden.Um halb acht erinnerte sie ihr Handy an die Verabredung. Sie packte ihre Sachen und fuhr zu dem Café, in dem sie sich mit Thomas treffen wollte.Sie wartete erst wenige Minuten, als er kam.Emily stand rasch auf. „Hallo, Thomas.“Er deutete ihr, sich wieder zu setzen. „Was gibt es denn, das wir nicht zu Hause besprechen können?“Emily sah auf ihre Porzellantasse. Dann kam sie ohne Umschweife zur Sache.„Ich werde mich von Julian scheiden lassen.“Thomas hatte gerade seine Teetasse gehoben. Fast entglitt sie ihm.„Was?“Nun war

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