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VERONICA

Auteur: STEAMY WRIITE
last update Date de publication: 2026-08-20 18:33:23

„Was denn? Wir haben uns doch bloß unterhalten!“

„Er hat versucht, Informationen über dich aus mir herauszukitzeln. Wollte wissen, wo wir aufgewachsen sind, was mit unseren Eltern ist, wer unsere Freunde oder Ex-Freunde sind. Er dachte wohl, er wäre besonders clever und charmant, aber der Schuss ging nach hinten los“, gesteht Emz.

„Du weißt echt, wie man einem die Stimmung verhagelt.“ Er stürzt den Rest seines Biers hinunter.

„Als ob ich einfach so Daten ausplaudere, nur weil du mir ein paar süße Worte ins Ohr flüsterst. Klar bist du heiß, aber Veronica ist meine beste Freundin.“

„Rush, lass meine Freundin in Ruhe. Geh und such dir irgendein Betthäschen. Versuch doch mal, deinen Charme bei ihr spielen zu lassen, ohne deine Vampirkräfte einzusetzen. Bist du überhaupt in der Lage, eine Frau ganz aus eigenen Stücken zu erobern?“

Er baut sich direkt vor mir auf und presst seinen Körper dicht an meinen. „Glaub mir, ich kriege jede Frau – ganz ohne fremde Hilfe. Ich weiß nämlich ganz genau, was eine Frau will“, raunt er so samtweich, dass sich seine Stimme wie eine warme Decke um mich legt.

„Ach ja?“, murmele ich leise.

„Oh ja.“ Er beugt sich vor, seine Lippen ganz nah an meinem Ohr. „Ich weiß genau, wo ich dich berühren muss, wo ich lecken muss, wo ich zubeißen muss.“ Im nächsten Moment spüre ich, wie die Spitze seines Fangzahns sanft über meine Halsschlagader streift. „Ich wette, du schmeckst so verdammt süß – und damit meine ich nicht dein Blut.“ Seine Worte schicken augenblicklich eine Hitzewelle durch meinen Unterleib. „Wenn du jemals spielen willst, weißt du ja, wo du mich findest.“ Dann tritt er einen Schritt zurück, während mein ganzer Körper unter Strom steht.

Er zwinkert mir zu, ehe er davonschlendert, und meine Beine fühlen sich plötzlich bleischwer an.

„Heilige Scheiße, Mädchen, das sah verdammt heiß aus! Was hat er zu dir gesagt?“

Wie soll ich das überhaupt in Worte fassen? „Er hat seine Worte geschickt genutzt, um mir zu erklären, wie er eine Frau beglücken kann.“

„Sah jedenfalls so aus, als hättest du es ziemlich genossen. Du hast dich an ihn geschmiegt wie eine läufige Katze!“

„Gar nicht wahr, er hat sich an mich gepresst!“, protestiere ich wie aus der Pistole geschossen.

„Zuerst vielleicht. Aber als er langsam zurückgewichen ist, bist du ihm gefolgt!“ Wir blicken beide in die Richtung, in der Rush verschwunden ist. „Du musst es jetzt zwei ganze Monate mit den Jungs aushalten. Wirst du eigentlich im selben Tourbus schlafen wie sie?“

„Auf gar keinen Fall! Ich würde im selben Bus doch komplett den Verstand verlieren. Ich brauche meinen Freiraum – und so wie ich Rush einschätze, käme ich in seiner Nähe nicht eine Sekunde zur Ruhe.“ Ich weiß zwar, dass er mir nichts antun kann, aber das heißt noch lange nicht, dass er meine persönlichen Grenzen respektieren würde.

„Aber das Gute daran wäre: Du würdest sie alle halbnackt sehen – oder sogar komplett nackt, wenn du mit im Bus wärst! Ich schwöre dir, falls einer von denen jemals oben ohne rumläuft, filmst du das! Schick mir das auf Snapchat! Ich brauche Beweise, kapiert?“

„Du weißt genau, dass ich das nicht tun werde. Für so was fliege ich achtkantig raus!“, lache ich sie aus.

„Das ist doch Müll.“

„Was ist Müll?“, schaltet sich Slate plötzlich von der Seite ein. Ich fahre erschrocken herum, weil er wie aus dem Nichts aufgetaucht ist. „Du solltest vorsichtig sein, wenn du dieses Wort benutzt“, lacht er leise. „Worüber quatscht ihr Mädels eigentlich?“

Ich laufe leicht rot an. „Nur so Frauenkram.“

„Über uns also“, schmunzelt er. „Glaub mir: Wenn du erst ein paar Tage mit uns unterwegs bist, wirst du merken, dass wir auch nur ganz normale Typen sind. Wir sind Faulpelze, Ferkel – wie auch immer du es nennen willst.“

„Großartig“, antworte ich ironisch.

„Bist du denn ein ordentlicher Mensch?“, fragt er mich neugierig.

„Schon. Ich mag es, wenn die Dinge ihren festen Platz haben. Ich bin zwar kein Kontrollfreak, aber ich könnte nicht an einem Ort leben, wo Klamotten kreuz und quer auf dem Boden und dem Bett herumfliegen und man nicht mal mehr weiß, was sauber oder dreckig ist.“

„Aber das ist doch genau der Nervenkitzel dabei! Die Überraschung, ob das Zeug, das man vom Boden aufhebt, noch frisch ist oder nicht. Es ist wie ein Spiel!“

„Du bist eklig!“, pruste ich los.

„Du wirst dich schon noch daran gewöhnen. Komm schon, lass uns tanzen!“ Er greift nach meiner Hand, und ich packe blitzschnell Emz’ Handgelenk, um sie einfach mitzuziehen. Wenn ich schon auf die Tanzfläche geschleift werde, dann garantiert nicht ohne sie.

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