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VERONICA

Auteur: STEAMY WRIITE
last update Date de publication: 2026-08-20 19:11:11

Ich trete an Rush heran und lege meine Hände in seine. „Rush, ich will, dass du auf die Knie gehst“, sage ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Doch das Lächeln verfliegt augenblicklich, als rein gar nichts passiert. Ich nehme sein Gesicht in beide Hände und blicke ihm tief in die Augen. „Rush. Auf die Knie.“ Wieder nichts. „Das ist ja mal echt ein Dämpfer.“ Enttäuscht trete ich einen Schritt zurück und verschränke die Arme vor der Brust.

„Ich fass es nicht, dass du mich wirklich auf die Knie zwingen wolltest!“, jammert er gespielt beleidigt.

„Du hast es schließlich auch bei mir versucht! Ich dachte, das wäre die perfekte Revanche – aber hat ja leider nicht geklappt“, schmolle ich.

„Sehr, sehr schade“, kommentiert Rush tiefsten Tones voller Sarkasmus, woraufhin ich ihm frech die Zunge herausstrecke.

„Sie kann Vampire also wohl nicht beeinflussen. Vielleicht beschränkt sich das Ganze wirklich nur auf diese Adern-Sache“, wendet sich Zeke an Slate. Slate beobachtet mich stumm, tief in Gedanken versunken.

„Was für eine grandiose Gabe: Vampir-Adern verschwinden lassen, während sie trinken! Warum konnte ich nicht lieber fliegen oder Gedanken lesen? Das wäre mal eine nützliche Kraft gewesen!“

„Gedanken von Menschen zu lesen ist ganz amüsant – besonders wenn sie lügen. Aber glaub mir, der Reiz verfliegt verdammt schnell“, schaltet sich Caspian ein und tritt an meine Seite.

„Trotzdem behalten wir das erst einmal schön für uns. Nur für den Fall, dass wir noch andere Facetten deiner Gabe miterleben. Wenn du noch nie in der Nähe von Übernatürlichen warst, steckt womöglich noch viel mehr in dir, als du ahnst“, erklärt Slate eindringlich.

Nach ein paar Minuten ziehe ich mich in mein Zimmer zurück, um mich schnell umzuziehen. Ich entscheide mich für eine schwarze Skinny Jeans, ein schwarzes Top und eine schwarze Jeansjacke. Ich war noch nie in meinem Leben so dankbar dafür, wieder frische Unterwäsche zu tragen.

Als ich zurück in den Wohnbereich trete, schnellen sofort alle Blicke zu mir herum. Ihre Augen wandern meinen Körper hinab – und verfärben sich augenblicklich pechschwarz.

Meinen die das ernst?!

Ich lasse doch noch nicht einmal wirklich Haut sehen!

„Jungs, ihr müsst eure schwarzen Augen echt mal besser unter Kontrolle bekommen!“, lache ich amüsiert. „Das verrät euch jedes Mal sofort.“

Wer braucht schon eine Erektion, wenn Vampire ihr Verlangen einfach direkt über ihre Augenfarbe kundtun?, denke ich mir im Stillen.

Wir unterhalten uns gerade noch darüber, wie ich versucht habe, Rush in die Knie zu zwingen, als es plötzlich an der Bustür klopft. Ein Typ mit stachelig rotem Haar steigt ein und teilt den Jungs mit, dass die Bühne aufgebaut und ihre Umkleide startklar ist.

„Alles klar! Auf geht’s, Blümchen – du wirst jetzt miterleben, wie wir die Westseite der Bühne komplett abreißen!“, legt Zeke vertraut einen Arm um meine Schulter. Gemeinsam verlassen wir den Bus und betreten die Halle. Als wir durch die Türen schreiten, herrscht überall geschäftiges Treiben.

Ich werde in den Raum für das Meet & Greet geführt. Dieser ist um einiges größer als der in meiner Heimatstadt. Mir wird gesagt, dass ich erst einmal hier warten soll, während sich die Band umzieht; sie würden mich gleich abholen kommen. Falls irgendetwas sein sollte, müsse ich nur nach ihnen rufen – sie würden mich definitiv hören.

Stimmt ja, ihr Super-Gehör werde ich so schnell wohl nicht mehr vergessen.

Ich laufe ein wenig im Raum umher. Als ich den Kühlschrank entdecke, öffne ich ihn neugierig und finde darin neben Wasserflaschen reihenweise Blutbeutel vor.

Was für eine gelungene Kombination, kicher ich leise vor mich hin und schüttle amüsiert den Kopf.

Ich betrachte gerade ein paar Wandmalereien, als ein junger Mann Anfang zwanzig den Raum betritt. Er sieht gar nicht mal schlecht aus – kurze braune Haare, braune Augen. Ich schwöre, ich muss echt noch lernen, wie man Vampire von normalen Menschen unterscheidet!

Könnten die nicht einfach alle ein Schild mit der Aufschrift „Vampir“ um den Hals tragen?

„Hi, ich bin Sean. Ich gehöre zur Crew und soll dich zur Band bringen“, lächelt er mich freundlich an.

„Sie meinten eigentlich, dass sie mich selbst abholen kommen.“ Ich mag ja vielleicht paranoid sein, aber nachdem Slate vorhin den Rat erwähnt hat, gehe ich garantiert kein unnötiges Risiko ein.

Ich kenne solche Filme schließlich nur zu gut: Es ist immer das naive, unschuldige Mädchen, das in jedem nur das Gute sieht, das am Ende entführt wird.

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    „Sie sind spät dran und haben mich gebeten, dich zu holen. Hier ist mein Ausweis.“ Er reicht mir sein Badge, aber so was lässt sich ja spielend leicht fälschen. Ich habe noch nie in meinem Leben den Ausweis eines Roadies gesehen, woher soll ich also wissen, ob das Teil echt ist?„Ich bleibe lieber hier, bis sie mich holen kommen.“„Ich tue dir schon nichts“, sagt er mit ehrlich wirkender Miene. Mag ja sein, dass er ein netter Kerl ist, aber ganz sicher nicht mit mir.„Ist mir egal. Ich bleibe hier sitzen.“ Ich lasse mich auf das Sofa fallen, verschränke die Arme und schlage die Beine übereinander. Mag sein, dass ich mich wie ein stures Kind aufführe, aber das ist mir herzlich egal.„Komm schon, bitte! Die bringen mich um, wenn ich dich nicht mitbringe!“„Ich werde es ihnen sagen, falls sie fragen. Aber ich rühre mich hier keinen Zentimeter weg. Du müsstest schon dieses ganze Sofa samt mir raustragen oder mich mit Gewalt mitnehmen.“ Der Typ seufzt kapitulierend. „Slate! Rush! Caspian!

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    „Das ist verdammt merkwürdig. Ich dachte eigentlich, dass Caspians Adern nur verblasst sind, weil er weniger getrunken hat als wir. Kannst du bitte mal Rushs Gesicht berühren? Ich muss sehen, ob das nur ein Zufall war.“Ich trete an Rush heran. Doch im Gegensatz zu den anderen schließt er seine Augen nicht – seine tiefdunklen Augen bleiben starr auf mich gerichtet. Ich lege meine Fingerspitzen zuerst auf seine Wange und gleite dann vorsichtig die dunklen Äderchen entlang. Wie gebannt verfolge ich, wie sie sich augenblicklich auflösen.„Heilige Scheiße, es liegt an ihrer Berührung! Fass mich an! Fass mich an!“, platzt es aus Zeke voller Ehrfurcht heraus. Ich muss auflachen, trete zu ihm hinüber und berühre seine Augenpartie. Genau wie bei den anderen fangen die schwarzen Linien sofort an zu verblassen. „Funktioniert es? Verschwinden sie?!“„Sie verschwinden“, bestätige ich ihm.„Was hat das zu bedeuten?“, wendet sich Zeke an Slate. Ich drehe mich zu ihm um – er wirkt genauso ratlos wie

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    Ich gehe zum anderen Bus hinüber. Die Roadies sind bereits fleißig am Schuften, um alles für die heutige Show vorzubereiten. Ich trete an die Seite des Busses und öffne die Ladeklappe, wo mein Gepäck verstaut ist. Ich schnappe mir meine Taschen und ziehe die Reißverschlüsse auf. Schließlich ziehe ich eine kleinere Reisetasche heraus, die ich genau für solche Fälle gepackt hatte – falls wir spontan in einem Hotel absteigen und ich nicht mein gesamtes Gepäck mitschleppen will.Ich packe Wechselkleidung, frische Unterwäsche, Toilettenartikel und alles, was man sonst so braucht, hinein. Als ich zufrieden bin, schnappe ich mir direkt noch ein frisches Outfit für jetzt. Ich möchte den Roadies bei der Arbeit nicht im Weg umgehen, also beschließe ich, mich drüben im Bandbus umzuziehen. Ich öffne die Bustür, steige die Stufen hoch – und erstarre auf der Stelle: Die Jungs stehen dort und trinken.Und sie trinken definitiv kein normales Zeug.Es ist Blut.Es befindet sich in durchsichtigen Beute

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