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Kapitel 5

작가: Ruby
Privatclub.

Kaum betrat Felix den privaten Raum, hörte er bereits spöttische Stimmen.

„Hat der große Held nicht gerade eine Schönheit gerettet?“

„Wenn diese Frau klug ist, sollte sie sich jetzt wohl mit ihrem Körper bedanken.“

„Warum bist du dann nicht bei deiner schönen Rettung geblieben und kommst stattdessen hierher?“

Der Sprecher war Maximilian König.

Er war der Besitzer dieses exklusiven Privatclubs.

Außerdem war er der einzige Sohn der Familie König in Nebelstadt.

Sein Vermögen belief sich auf mehrere hundert Milliarden Euro.

Die andere Person schwenkte langsam sein Glas Rotwein.

Es war Sebastian Vogel.

Ein Immobilienmagnat.

Seine Geschäfte erstreckten sich über die ganze Welt.

Wie groß sein tatsächliches Vermögen war, wusste niemand genau.

Mit ruhiger Stimme sagte Sebastian: „Du bist erst seit ein paar Tagen zurück und hast bereits so eine große Sache verursacht. Du hast sogar Klaus angegriffen. Hast du keine Angst, dir damit Ärger einzuhandeln?“

Felix nahm eine Zigarre vom Tisch.

Er roch kurz daran.

„Gibt es an mir überhaupt noch etwas, das nicht nach Ärger aussieht?“

Maximilian war überrascht.

„Willst du damit sagen, dass es diesmal ernst ist?“

Felix sagte nichts.

Maximilian fuhr fort: „Eine gewöhnliche Frau würde dich niemals zu so einer Reaktion bringen. Aber eine Frau, für die du persönlich eingreifst, ist etwas völlig anderes.“

Seine Neugier war geweckt.

„Was für einen Hintergrund hat sie? Warum kümmerst du dich so um sie?“

Felix nahm eine Schere.

Er schnitt langsam die Spitze der Zigarre ab.

Dann zündete er sie ruhig an.

„Sie hat sich selbst angeboten.“

Sebastian hob eine Augenbraue.

Er wechselte einen Blick mit Maximilian.

Früher hatte es auch Frauen gegeben, die freiwillig Felix’ Nähe gesucht hatten.

Doch so hatte er sich ihnen gegenüber noch nie verhalten.

„Du machst so viel Aufsehen darum, dass inzwischen jeder eure Beziehung kennt.“

Sebastian lächelte leicht.

„Willst du sie etwa behalten, damit sie für Nora den Ärger auf sich nimmt?“

Felix hielt die Zigarre zwischen den Lippen.

Er zog langsam daran.

Der Rauch füllte seinen Mund.

Dann ließ er ihn wieder herausströmen.

Seine Bewegungen waren ruhig und elegant.

Er hielt die Zigarre in der Hand.

Sein Blick blieb entspannt.

Er sagte nichts.

Doch seine Reaktion war bereits Antwort genug.

Maximilian lachte laut.

„Ich wusste es doch. Nora ist immer noch die wichtigste Frau in deinem Herzen. Wie könnte Felix Hartmann sich wegen einer anderen Frau verändern?“

Sebastian sah Felix an und sagte nur ruhig: „Dann tut dieses Mädchen mir wohl leid.“

Felix dachte an Lenas Gesicht.

Leid?

Sie hatte sich selbst dafür entschieden.

Er hatte sie nicht gezwungen.

Im Gegenteil.

Es wirkte sogar so, als hätte sie genau dieses Ergebnis gewollt.

***

Lena lag auf dem schmalen Metallbett.

Sie starrte mit offenen Augen an die Decke.

Immer wieder erschien vor ihrem inneren Auge die Szene, in der Felix hereingestürmt war und sie gerettet hatte.

Sie drehte sich um.

Das Bettgestell gab ein leises Geräusch von sich.

Keine Frau konnte in einer ausweglosen Situation von einem Mann gerettet werden, ohne zumindest für einen Moment berührt zu sein.

Auch Lena hatte diesen Moment erlebt.

Doch sie blieb vernünftig.

Ein Mann wie Felix war wie ein stolzer, ungezähmter Adler.

Frauen hatte es in seinem Leben nie an ihnen gefehlt.

Und sie?

Sie war nur eine Beute, die sich ihm selbst angeboten hatte.

Sie brauchte ihn, um in dieser Welt weiterzukommen.

Für ihn war sie wahrscheinlich nur eine Unterhaltung.

Sie war nichts Besonderes.

Vielleicht fand er sie höchstens ein wenig interessant.

Oder vielleicht verfolgte er einen anderen Zweck.

Lena konnte nicht herausfinden, was Felix wirklich von ihr wollte.

Egal.

Sie musste Felix festhalten.

Sie musste dafür sorgen, dass sein Interesse an ihr bestehen blieb.

Diese Erkenntnis war völlig klar.

Nach und nach beruhigte sich ihr Herz wieder.

Die chaotischen Gefühle verschwanden langsam.

Ihr Handy vibrierte.

Sie nahm es und sah nach.

Es gab zwei Nachrichten.

Eine war eine Bankmitteilung über einen Zahlungseingang.

Die andere erinnerte sie an ihren Privatkurs.

Leon hatte ihr 2000 Euro als Entschädigung für den Arbeitsausfall überwiesen.

Außerdem hatte er sie mehrmals gebeten, sich zu Hause richtig auszuruhen.

Lena nahm das Geld ohne schlechtes Gewissen an.

Sie war von einem Gast verletzt worden.

Der Nachtclub musste dafür die Verantwortung übernehmen.

Auch wenn sie wusste, dass diese besondere Behandlung nur wegen Felix möglich war, hielt sie die Entschädigung trotzdem für gerechtfertigt.

Sie legte das Handy weg.

Zum ersten Mal seit langer Zeit ging sie früh schlafen.

Am nächsten Morgen war der Handabdruck auf ihrer Wange bereits deutlich verblasst.

Lena machte sich kurz fertig und ging anschließend ins Krankenhaus.

Am Schalter bezahlte sie 3000 Euro für die Behandlungskosten.

Damit hatte sie vorerst keine offenen Rechnungen mehr.

Sie ging nicht auf die Station.

Sie wollte weder die klagende Stimme ihrer Mutter hören noch erneut hören, wie oft diese betonte, wie viel Geld die Behandlung kostete.

Ihre Mutter war schon immer schwach und unselbstständig gewesen.

Bei jeder Schwierigkeit verfiel sie sofort in Selbstmitleid.

Nachdem ihr Vater gestorben war, als sie acht Jahre alt gewesen war, hatte ihre Mutter erneut geheiratet.

Lena war von ihrem Stiefvater großgezogen worden.

Auch wenn das fehlende Blutsverhältnis immer eine gewisse Distanz bedeutete, hatte er sie nie schlecht behandelt.

Er hatte ihr sogar ermöglicht, zu studieren.

Nachdem ihr Stiefvater krank geworden war, hatte ihre Mutter ständig Angst, dass Lena sich nicht um ihn kümmern würde.

Deshalb erinnerte sie sie immer wieder daran, wie gut ihr Stiefvater zu ihr gewesen war.

Lena gab keine Versprechen ab.

Sie arbeitete einfach weiter und verdiente Geld.

Schöne Worte konnten ihr niemals die gleiche Sicherheit geben wie echtes Geld.

Früher hatte sie geglaubt, dass ihr zukünftiger Weg vielleicht nicht voller Erfolg sein würde.

Aber zumindest würde er hell bleiben.

Sie hätte niemals gedacht, dass sie eines Tages auf einem so dunklen Weg landen würde.

Eine schwache Mutter.

Ein schwer kranker Stiefvater.

Und ein jüngerer Bruder, der noch zur Schule ging.

Lena konnte niemandem die Schuld geben.

Die Verantwortung, die sie tragen musste, musste sie selbst tragen.

***

Am Nachmittag ging Lena zur Villa am Flussblick.

Am Eingang meldete sie sich an.

Ein Sicherheitsmitarbeiter brachte sie persönlich zum Haus des Besitzers.

Sie klingelte.

Etwa eine Minute später wurde die Tür geöffnet.

Als sie Felix’ Gesicht sah, war Lena überrascht.

Auch Felix’ Blick wurde etwas schmaler.

In seinen Augen lag ebenfalls ein Hauch von Überraschung.

Sie trug eine weiße Sonnenschutzjacke.

Dazu eine gleichfarbige weite Hose und schlichte weiße Sneaker.

Ihr Haar war hochgebunden.

Dadurch kam ihr feines, sauberes Gesicht vollständig zur Geltung.

Sie trug keinen Schmuck.

Sie wirkte frisch und natürlich.

Sie war völlig anders als die Frau aus dem Nachtclub.

„Die Yogalehrerin?“, fragte Felix.

Lena nickte.

Dann stellte sie aus Höflichkeit ebenfalls eine Frage.

„Herr Hartmann, warum sind Sie hier?“

Bevor Felix antworten konnte, erklang aus dem Inneren eine sanfte Stimme.

„Ist die Trainerin schon da?“

Felix’ Blick blieb auf Lena gerichtet.

Abgesehen von der anfänglichen Überraschung, als sie ihn gesehen hatte, wirkte sie inzwischen vollkommen ruhig.

„Sie ist da.“

Felix trat zur Seite und ließ sie eintreten.

„Danke.“

Lena zog höflich ihre Schuhe aus.

Unter Felix’ Blick ging sie weiter ins Haus.

Obwohl sie äußerlich ruhig blieb, fühlte es sich an, als würde ihr Herz noch immer in der Luft hängen.

Die Tür schloss sich.

Lena musste sich nicht umdrehen.

Trotzdem konnte sie spüren, dass Felix’ Blick weiterhin auf ihr lag.

„Sie sind also die Yogalehrerin vom Vitalia Yoga Studio?“

Anna Hartmann hatte bereits ihre Yogakleidung angezogen.

Sie lächelte freundlich.

Lena betrachtete die Frau vor sich.

Sie war jung und schön.

Einige Gesichtszüge erinnerten sie an Felix.

„Hallo, Frau Hartmann. Ich bin Lena.“

Sie machte eine kurze Pause.

„Könnte ich kurz das Bad benutzen? Ich würde gerne meine Kleidung wechseln.“

Anna lächelte.

„Ich bringe dich hin.“

„Danke.“

Lena ging ins Bad.

Sie wechselte nur ihre Hose und kam anschließend wieder heraus.

Nachdem sie die Jacke ausgezogen hatte, trug sie ein hellgraues, eng anliegendes T-Shirt und schwarze Yogahosen bis zu den Knöcheln.

Der Stil war schlicht, aber elegant.

Kaum kam sie heraus, bemerkte sie Felix.

Er sah sie direkt an.

Sein Blick war offen und unverhohlen.

„Dein Tattoo ist wirklich besonders.“

Anna betrachtete das Tattoo und machte ihr ein Kompliment.

Lenas Herz zog sich leicht zusammen.

Sie wandte den Blick ab.

Äußerlich blieb sie ruhig.

„Danke.“

Felix lächelte bedeutungsvoll.

Anna sah zu Felix.

„Wolltest du nicht gehen?“

„Ich habe selten Zeit. Ich bleibe noch etwas bei dir.“

Felix lächelte.

Seine Stimme klang sanft.

Sein Tonfall war ungewöhnlich freundlich.

Anna zog leicht ihre schönen Augenbrauen zusammen.

„Ich habe keine Zeit, mich um dich zu kümmern.“

„Ignorier mich einfach.“

Felix sprach zwar mit Anna.

Doch sein Blick blieb die ganze Zeit auf Lena gerichtet, die absichtlich seinem Blick auswich.

Lena brauchte einige Zeit, um ihre Ruhe wiederzufinden.

Dann begann sie, Annas Bewegungen anzuleiten.

Ihre Stimme war sanft und klar.

Begleitet von den ruhigen Klängen einer Flöte wirkte sie weich und angenehm.

Es hatte beinahe eine beruhigende Wirkung.

Felix saß mit überschlagenen Beinen auf dem Sofa.

Er lehnte sich entspannt zurück.

Seine tiefen Augen ruhten auf Lena.

Ihrer geschwungenen Figur.

Ihrer schmalen Taille, die man fast mit einer Hand umfassen konnte.

Ihren langen, schlanken Armen und Beinen.

All das ließ ihn daran denken, warum sie in jener Nacht so weich und nachgiebig gewesen war.

Unbewusst schluckte er leicht.

In der Mitte der Stunde machten sie eine kurze Pause.

Genau in diesem Moment klingelte Annas Handy.

Sie stand auf, nahm ihr Telefon und ging nach oben.

Im Wohnzimmer blieben nur noch Lena und Felix zurück.

Lena stand mit dem Rücken zu ihm.

Solange sie ihn nicht ansah, konnte sie ihre Ruhe bewahren.

Plötzlich wurde ihr ein Glas Wasser gereicht.

„Brauchst du wirklich so dringend Geld?“

Lena drehte sich leicht zur Seite.

Felix sah sie mit einem Lächeln in den Augen an.

Er wirkte freundlich und harmlos.

„Ja.“

Lena gab es offen zu.

Ein normaler Mensch würde wohl kaum behaupten, kein Geld zu brauchen.

Dass sie so ehrlich damit umging, weckte erneut Felix’ Interesse.

Er hielt ihr das Glas noch einmal hin und deutete an, dass sie es nehmen sollte.

Lena schüttelte den Kopf.

„Danke. Ich brauche nichts. Ich habe selbst Wasser dabei.“

Felix zog das Glas zurück und trank selbst daraus.

Er hielt das Glas in der Hand und sagte beiläufig: „Warum nutzt du deine eigenen Vorteile nicht besser? Warum machst du es dir so schwer?“

Lena erkannte sofort die andere Bedeutung hinter seinen Worten.

Sie hatte nie daran gedacht, etwas geschenkt zu bekommen, ohne dafür zu arbeiten.

Früher hatten ihr manche Leute gesagt: Mit ihrem Aussehen und ihrer Figur müsste sie nur ihren Stolz aufgeben, dann hätte sie nie wieder Geldprobleme.

Jetzt wurde ihr erneut klar, wie Felix sie vermutlich sah.

Für ihn war sie wahrscheinlich nur etwas, das man mit einem Preis versehen konnte.

Unbewusst machte sie einen Schritt zurück.

Felix bemerkte ihre Bewegung.

Sie hatte Abstand geschaffen.

Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich leicht.

Dachte sie etwa, dass seine Worte zu hart gewesen waren?

„Erst jetzt willst du Abstand zu mir halten?“

Felix’ Blick fiel auf das Tattoo an ihrem Schlüsselbein.

Seine Stimme war tief und rau.

Er sprach langsam.

Seine Worte klangen beinahe sanft.

„Ist es nicht etwas zu spät dafür?“

„Du hast selbst gesagt, dass du meine Frau bist.“

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