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Lektionen in Korruption 2

Penulis: Oletta
last update Tanggal publikasi: 2026-09-10 23:11:59

LYDIAS PERSPEKTIVE

Die Fahrt begann ruhig; der sanfte Schein der Straßenlaternen beleuchtete sein Profil, während seine Hand am Lenkrad ruhte. Ich faltete die Hände in meinem Schoß und gab mir Mühe, ihn nicht zu lange anzustarren. So viele Gedanken schwirrten mir durch den Kopf: Würde Daniel mich einfach wie ein guter Freund nach Hause bringen, oder hatten wir etwas anderes vor? Bei diesem Gedanken presste ich voller Erwartung die Beine zusammen.

Dann geschah es: Er bog in eine Straße ein, die ich kannz erkannte. Ich richtete mich auf.

„Das ist nicht der Weg zu meinem Haus.“

„Ich weiß.“

Mein Herz begann schneller zu schlagen.

„Daniel …“ Er antwortete nicht.

Die vertraute Silhouette der alten Kirche tauchte auf – dieselbe Kirche, in der ich begonnen hatte, ihn wahrzunehmen; dieselbe Kirche, in der wir beide vor Jahren die Jugendgruppe besucht hatten; derselbe Ort, an dem mir zum ersten Mal aufgefallen war, dass er mich anders ansah.

Er verlangsamte das Tempo und fuhr auf den leeren Parkplatz; mein Puls hämmerte in meinen Ohren. Was geschah hier? Würden wir endlich aufhören, uns etwas vorzumachen? Er hielt im Schatten des Gebäudes und stellte den Motor ab. Stille breitete sich im Wagen aus. Daniel drehte sich zu mir um und sah mich endlich an – diesmal wandte ich den Blick nicht ab.

„Du kannst mir sagen, dass ich dich nach Hause bringen soll“, sagte er. Seine Stimme war leise, aber ernst, als er mir die Wahl ließ. Ich hätte ihm sagen sollen, er solle den Motor starten.

Stattdessen flüsterte ich: „Warum hast du mich hierhergebracht?“

Sein Blick hielt meinen fest. „Weil ich es leid bin, so zu tun, als wüsste ich nicht, warum du mich so ansiehst.“

Mein ganzer Körper erstarrte, und dann sagte er das eine, worum ich jahrelang gebetet hatte.

„Ich will wissen, ob du dir auch etwas vorgemacht hast.“

Mir stockte der Atem. „Sag es mir, Lydia: Hast du all die Jahre davon geträumt, wie ich dich begehre? Wie der beste Freund deines Bruders dich nimmt, sich dich holt und dich auf jede erdenkliche Weise fickt?“

Ich presste die Oberschenkel noch fester zusammen, als ich spürte, wie sich Feuchtigkeit zwischen ihnen sammelte. „Oh, das hast du sicher – glaubst du etwa, mir sind deine Blicke entgangen? Gott, ich habe über die Jahre hinweg so sehr versucht, mich zu beherrschen, wenn ich dich beobachtet habe, wie du mit diesem verführerischen Blick und diesen Lippen, auf denen du ständig herumkaust, so qualvoll langsam an mir vorbeigegangen bist.“ Er streckte die Hand nach mir aus und befreite meine Unterlippe aus meinen Zähnen.

„Sag mir, Lydia: Wenn ich meine Hand zwischen deine Schenkel gleiten lasse – werde ich dein Höschen durchnässt vorfinden?“

Meine Stimme bebte. „Nein.“

„Wie oft? Wie oft hast du dich berührt, während du an mich gedacht hast? Hast du dich jemals zum Höhepunkt gebracht, während mein Name auf deinen Lippen lag? Sag es mir.“ Seine Hände rieben sinnlich über meine Lippen, als wollten sie mich dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen.

Diesmal presste ich meine Schenkel noch fester zusammen. „Öfter, als ich zählen kann“, flüsterte ich.

Zum ersten Mal an diesem Abend sagte Daniel nichts; er starrte mich nur an, sein Gesichtsausdruck war undurchschaubar, dann ließ er die Hand von meinem Gesicht sinken.

Für eine beängstigende Sekunde dachte ich, ich wäre zu weit gegangen – doch dann griff er nach dem Türgriff.

Mein Herz sank mir in die Hose.

„Daniel …“

Er hielt inne und drehte sich langsam zu mir um.

„Du hast keine Ahnung“, sagte er leise, „wie oft ich von dir weggehen musste.“

Mir stockte der Atem.

Er beugte sich vor – so nah, dass ich die Wärme seines Atems auf meiner Haut spüren konnte.

„Aber heute Abend gehe ich nicht weg.“

Das Schloss klickte; ich sah an mir herab – die Türen waren verriegelt. Dann streckte er die Hand aus und schaltete das letzte Licht im Wageninneren aus.

Die Dunkelheit verschlang uns vollkommen, und als er erneut meinen Namen flüsterte, wusste ich, dass es kein Versteckspiel mehr gab.

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