LOGINKapitel 2
Mit hochgezogener Augenbraue, gleichgültig und mit ausdrucksloser Miene sagte Briana: „Ich habe dich kontaktiert. Das sollte dir zeigen, dass ich es ernst meine." Melody lachte und ließ den Wagen an. „Ich wollte schon lange, dass du diesen Versager Maxim verlässt. Du hast so viel geopfert, um seine Beine zu heilen. Trotzdem betrügt er dich hinter deinem Rücken weiter mit Kiley. Was für ein Mistkerl. Männer taugen nichts. Du solltest dich auf deine Arbeit konzentrieren und mehr Geld verdienen." Als Briana sah, wie sich Melody aufregte und der Wagen schneller wurde, lachte sie. „Beruhig dich. Ich bin gerade erst aus einem Grab herausgekommen. Ich will nicht so schnell in das nächste steigen." Melody entspannte sich unauffällig, als sie merkte, dass Briana Witze mit ihr machte. Sie fragte vielsagend: „Was hast du als Nächstes vor?" Auch wenn Briana sich nicht bei Melody gemeldet hätte, hatte Melody vorgehabt, sie einige Zeit später zu besuchen. „Ich will eine Pause machen. Wie läuft es in der Firma?" Briana hatte in diesen Jahren ihre ganze Energie auf Maxim verwendet und die MY Group, das Modeunternehmen, das sie gegründet hatte, vernachlässigt. Sie hatte die Leitung den Aktionären überlassen und interessierte sich nur noch für die Dividenden. Briana überprüfte ihr Bankkonto nicht. Aber ihr Unternehmen müsste gut dastehen, wenn es dem Betriebsplan folgte, den sie vor ihrem Weggang aufgestellt hatte. Melodys Gesicht verdüsterte sich, und sie seufzte: „Darüber reden wir, wenn du aus dem Urlaub zurück bist ..." Briana zog die Augenbrauen hoch. Melodys Tonfall klang beunruhigend. Dennoch war Briana nicht nach Arbeit zumute. Sie nickte nur und sagte: „Gut. Bring mich zum Flughafen." „Wohin fliegst du?" „Ich weiß es nicht. Ich suche mir einfach irgendeinen Ort aus." Briana trommelte lässig gegen die Autotür, mit kaltem Blick. Dennoch konnte sie die Müdigkeit nicht verbergen, die von ihrem ganzen Wesen ausging. Melody seufzte innerlich und dachte: „Egal wie klug ein Mensch ist, in der Liebe verliert er immer den Kopf." Nachdem sie am Flughafen angekommen waren, stieg Briana aus und sagte zu Melody: „Bring meinen Koffer zu mir nach Hause, nach Elm Bay." „Klar. Wie lange bleibst du weg?" „Ungefähr einen Monat." „In Ordnung. Ich warte auf dich." Briana winkte leicht, drehte sich um und verschwand hinter den Türen des Flughafens. *** Einen Monat später. In der Niederlassung der Yoder-Gruppe in Setherville. Im Konferenzraum. Maxim besprach mit den Abteilungsleitern den Geschäftsplan für das nächste Quartal, als sein Telefon klingelte. Kendra Yoder, Maxims Mutter, rief an. Maxim runzelte die Stirn und stand auf. „Fünf Minuten Pause." Maxim verließ den Konferenzraum und nahm den Anruf an. Kaum hatte er abgehoben, hörte er die nörgelnde Stimme seiner Mutter Kendra. „Maxim, ich war mehrmals bei euch, um Briana zu besuchen. Sie war nie zu Hause. Ist sie mir böse, weil ihr euch gestritten habt?" Kendras Tonfall war zugleich wütend und gereizt. Sie hatte Briana nie gemocht. Das war ein Grund mehr, sie zu verachten. Die Falte zwischen Maxims Augenbrauen vertiefte sich. Seit seiner Ankunft in Setherville war er mit Arbeit überhäuft. Anfangs hatte er erwartet, dass Briana nachgeben und ihn anrufen würde, um sich zu entschuldigen. Doch dann hatte er alles vergessen, so beschäftigt war er gewesen. Erst als Kendra anrief, wurde Maxim klar, dass Briana sich seit einem Monat nicht bei ihm gemeldet hatte. Das war noch nie vorgekommen. „Ich rufe sie an. Warum willst du sie sehen?" Kendra antwortete wütend: „Omas Geburtstag steht bevor. Ich wollte mit ihr zusammen ein Geschenk kaufen. Aber ich habe sie nie gesehen, wenn ich bei euch vorbeigekommen bin. Wie sehr wünschte ich, du hättest Kiley geheiratet. Kiley würde nicht ..." Maxim unterbrach Kendra in distanziertem Ton: „In Ordnung. Ich rufe sie an. Wir reden später darüber." Nachdem er aufgelegt hatte, wählte Maxim Brianas Nummer. Er versuchte es mehrmals, aber es war immer besetzt. Maxims Gesicht verfinsterte sich sofort. Offensichtlich hatte Briana seine Nummer blockiert. Maxim unterdrückte seine Wut und wandte sich an Rayan Fleming, seinen Assistenten. „Ruf sofort Briana an." „In Ordnung." Rayan rief an, aber niemand ging ran. Als er sah, dass Maxims Miene immer bedrohlicher wurde, sagte Rayan zaghaft: „Herr Yoder ... Frau Schneider hat meine Anrufe nicht beantwortet." Maxim sagte kalt: „Gut. Ich gehe zurück in die Besprechung. Kontaktiere die Hausverwaltung." Eine Stunde später begrüßte Rayan Maxim zitternd, sobald dieser den Konferenzraum verließ. „Herr Yoder, die Hausverwaltung hat mitgeteilt, dass Frau Schneider am Tag nach Ihrer Abreise zur Geschäftsreise mit einem Koffer gegangen ist." Weil Maxim und Briana ihre Ehe nie öffentlich gemacht hatten, nannte Rayan Briana Frau Schneider. Früher hatte Maxim darauf nicht wirklich geachtet. Doch diesmal runzelte er unbewusst die Stirn, als er diese Anrede hörte. Maxim schluckte seinen Unmut hinunter und sagte kalt: „Finde sie. Buch Tickets für den nächsten Rückflug." „Jawohl, mein Herr. Kommt Kiley Schneider mit Ihnen zurück?"Kapitel 50„Ich habe dir schon mehrmals gesagt, Kiley ist keine Geliebte, und wir haben nie irgendwelche Grenzen überschritten!"Briana lachte höhnisch und sah Maxim kalt an: „Das spielt keine Rolle mehr. Ich werde mich nicht mehr um dich und Kiley kümmern, und ich hoffe, du kümmerst dich auch nicht mehr um meine Kontakte."Maxims Augen waren voller Wut. „Hector hat eindeutig verborgene Absichten dir gegenüber. Ich werde nicht zulassen, dass du weiter mit ihm verkehrst. Fordere meine Grenzen nicht heraus!"„Hat Kiley nicht gegen mich intrigiert?! Ich bin mit Hector viel unschuldiger, verglichen damit, wie du mit Kiley bist!"„Es scheint, du hast wirklich keine Angst davor, Hectors Zukunft zu ruinieren!"Brianas Hand, die an ihrer Seite herabhing, ballte sich unwillkürlich zur Faust. Sie hatte keine Angst vor Maxim, aber sie wollte Hectors Zukunft nicht ihretwegen gefährden.Nach langem Schweigen sah sie Maxim schließlich kalt an und sagte: „Gut, ich stimme dir zu, aber wenn Hector etw
Kapitel 49Die Managerin wusste auch, dass Hector schon immer heimlich in Briana verliebt war, und konnte nicht anders, als zu sagen: „Warum hast du ihr nicht erzählt, dass du die Villa neben ihrer gekauft hast?"Hector schüttelte den Kopf: „Es war noch nicht der richtige Zeitpunkt."Er musste zumindest warten, bis sie ihre Angelegenheiten mit Maxim geregelt hatte, bevor er ihr von seinen Gefühlen erzählte, sonst würde es sie nur belasten.Die Managerin konnte nicht anders, als über ihn zu lachen: „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der sich so zurückhalten kann wie du. Wenn du so weitermachst, wirst du noch zur Ninja-Schildkröte."Ursprünglich hatte Hector keine Herkunft, und sie hatte seine heimliche Liebe zu Briana missbilligt.Wer hätte gedacht, dass Hector später plötzlich Mitglied der Familie Baldwin in Haseton werden würde. Mit der Familie Baldwin im Rücken hatte sie nichts mehr dagegen, dass Hector Briana liebte.„In Ordnung, du kannst jetzt nach Hause gehen. Hol mich morgen
Kapitel 48Maxims Augen blitzten vor Wut, als er kalt sagte: „Das Auto, das du vorher gefahren hast, gehörte Hector?!"Kein Wunder, dass Rayan nichts gefunden hatte. Nachdem Maxim Hector begegnet war, hatte er Rayan gebeten, ihn zu überprüfen. Außer den Ereignissen nach Hectors Debüt war jedoch nichts anderes zu finden.Die Ermittler hatten lediglich herausgefunden, dass Hector eine Verbindung zur Familie Baldwin in Haseton hatte. Die Einflussverhältnisse in Haseton waren komplex und verflochten, nicht leichter zu untersuchen als in Bridenville. Dort eine Person zu überprüfen war so schwer, wie den Himmel zu erreichen, und Maxim hatte die Untersuchung nicht weiterverfolgt.Briana sah Hector und zögerte einen Moment, dann sagte sie in gleichgültigem Ton: „Es scheint, dass das nichts mit Herrn Yoder zu tun hat."Sie ging schnell zu Hector und stieg in den Wagen, ohne zurückzublicken, und ließ Maxim mit einem eisigen Gefühl zurück.„Fahr!"Auf der anderen Seite stieg Briana ins Auto und
Kapitel 47Als Kiley sah, dass Maxim gehen wollte, packte sie ihn plötzlich von hinten und sagte erstickt: „Nein, wenn du mir heute keine Antwort gibst, lasse ich dich nicht gehen!"Maxim runzelte die Stirn, ein Anflug von Ärger stieg in ihm auf, und er sagte mit tiefer Stimme: „Kiley, lass mich los!"„Nein!"Kiley schüttelte den Kopf, ihre Stimme war von Schluchzen durchzogen: „Hast du vergessen, was du mir versprochen hast, als wir zu unserem achtzehnten Geburtstag im Resort waren?"Maxims große Gestalt erstarrte einen Moment, gefolgt von einem Aufflackern von Kampf in seinen Augen.Er nahm Kileys Hand weg und drehte sich um, sah sie an und sagte langsam: „Kiley, ich habe es nie vergessen."Deshalb würde er sein Bestes tun, um alles zu erfüllen, was sie wollte, und obwohl er wusste, dass sie Briana verletzt hatte, machte er ihr keinen Vorwurf.„Wenn du es nicht vergessen hast, warum zögerst du dann, dich von Briana scheiden zu lassen?"Maxim sprach nicht, und er wusste nicht, warum.
Kapitel 46Briana warf Maxim einen Blick mit einem halben Lächeln zu und legte das geschmorte Schweinefleisch zurück in seine Schüssel. „Du solltest mehr essen, du arbeitest schließlich jeden Tag, das ist anstrengend."Kiley, die daneben saß, konnte es nicht mehr ertragen. Mit roten Augen sah sie Maxim an und sagte: „Maxim, hast du vergessen, was du mir versprochen hast?"Maxims Gesicht veränderte sich leicht, und er schwieg, ohne etwas zu sagen.Zane spürte die subtile Atmosphäre und schaltete sich schnell ein. „Herr Yoder, lassen Sie mich Ihnen einschenken."Auch Maxim wich nicht zurück, und die beiden tranken einen Schluck Wein. Zane sagte dann ein paar Worte, um das Thema zu wechseln.Danach blieb die Atmosphäre harmonisch. Nachdem Briana fertig gegessen hatte, legte sie sofort ihre Stäbchen hin und stand auf.„Ich bin satt."Sie drehte sich um, um zu gehen, aber ihr Handgelenk wurde von Maxim gepackt, mit einer Kraft, die es ihr unmöglich machte, sich zu befreien.„Maxim, was mac
Kapitel 45Wie dem auch sei, sie hatte es nicht eilig.Zurück im Wohnzimmer saß nur Maxim auf dem Sofa und sah sie mit kaltem Gesichtsausdruck an.Briana konnte nicht anders, als die Stirn zu runzeln, während Zane sich wünschte, er könnte sich an Maxims dicken, kräftigen Oberschenkel klammern. Wie kam es, dass er nirgends zu finden war?„Wo warst du gerade eben?"Als Maxim sprach, sank die Temperatur im ganzen Wohnzimmer um ein paar Grad.Maxim hatte gerade gehört, was Briana im Garten gesagt hatte, und er spürte einen Knoten im Hals. Er hatte geplant zu warten, bis Briana zurückkam, um sich bei ihm zu entschuldigen.Sie war so gerissen, dass sie spurlos verschwunden war, und Maxims Wut wuchs immer weiter!Briana sah gleichgültig zu, als sie näher kam und sich ihm gegenüber setzte. „Ich war bei meiner Großmutter, um mit ihr zu sprechen, und bei der Familie Schneider?"„Ich weiß nicht. Findest du nicht, dass du die Dinge erklären solltest, die du vorhin im Garten gesagt hast?"Briana h







