로그인Anna POV
Das Sonntagslicht strömte durch die hohen Fenster, aber es schaffte es nicht, den kalten Knoten in meinem Magen zu wärmen. Ich blieb den Großteil des Tages in meinem Zimmer eingeschlossen, lief über den dicken Teppich, blätterte durch mein Handy, ohne wirklich etwas zu sehen. Mama hatte früher angerufen, ihre Stimme war nach der Operation schon kräftiger, und ich zwang Fröhlichkeit in jedes Wort. „Alles ist großartig, Mama. Carlton behandelt mich gut.“ Die Lüge schmeckte bitter.
Die Villa fühlte sich viel zu still an. Als würde gleich etwas passieren. Smith Jones hatte mir früher Mittagessen gebracht – irgendeinen schicken Salat und gegrillten Fisch –, aber ich hatte kaum etwas angerührt. Carlton war seit dem Morgen weg. Geschäfte, hatte Smith gesagt. Mir sollte es recht sein. Ich wollte sein kaltes Gesicht sowieso nicht sehen.
Gegen vier Uhr nachmittags öffnete sich plötzlich die Haustür unten. Stimmen drangen die große Treppe hinauf. Carltons tiefer, befehlender Ton. Das leichte, flirtende Lachen einer Frau.
Ich erstarrte neben der Verbindungstür. Schritte kamen die Treppe hoch. Seine Zimmertür öffnete und schloss sich. Dann drangen die Geräusche durch die Wand – dünn, aber unverkennbar.
„Wow, Carlton. Dein Schlafzimmer ist riesig, größer als das Hotel letztes Mal“, sagte die Frau mit zuckersüßer Stimme. „Du weißt wirklich, wie man lebt.“
Seine Antwort war leise. „Zieh dich aus. Jetzt.“
Meine Hände ballten sich zu Fäusten. Er brachte eine Frau hierher? Nachdem er mir Regeln aufgezwungen hatte, mich von anderen Männern fernzuhalten?
Leises Rascheln. Ein Reißverschluss. Dann ihr Stöhnen, atemlos und zufrieden. „Mmm, ja. Deine Hände fühlen sich so gut an.“
Das Bett knarrte. Haut klatschte auf Haut. Ihre Stimme wurde lauter.
„Auf die Knie“, befahl Carlton, flach und kontrolliert. „Nimm ihn in den Mund. Tiefer.“
Feuchte Geräusche folgten, obszön, rhythmisch. Sie würgte leicht, dann stöhnte sie um ihn herum. „Gott, du bist riesig. Ich liebe es, dich zu lutschen.“
„Fester“, sagte er. „Benutz deine Zunge. Braves Mädchen.“
Ich drückte mein Ohr trotz allem näher an die Wand. Wut kochte heiß in meiner Brust. Meine Nägel gruben sich in die Handflächen. Das war der Tag nach unserer Hochzeit. Derselbe Mann, der mir Predigten über Regeln gehalten hatte.
Der Rhythmus änderte sich. Das Bett wummerte gleichmäßig. Ihre Schreie wurden lauter, schärfer. „Fuck, Carlton! Ja, genau da. Fester! Nicht aufhören.“
„Umdrehen“, kommandierte er. „Arsch hoch. Hände ans Kopfteil.“
Das Kopfteil knallte gegen die gemeinsame Wand. Bang. Bang. Bang. Fleisch traf Fleisch in einem schnellen, brutalen Rhythmus. Sie schrie vor Lust.
„Oh mein Gott! Du bist so tief. Fick mich so! Ja!“
„Nimm es“, knurrte er. „Lauter. Lass mich hören, wie sehr du es brauchst.“
Sie gehorchte sofort. „Carlton! Ich gehöre dir. Fester, bitte! Niemand fickt mich so wie du!“
Ich wich von der Wand zurück, mein Herz hämmerte vor Wut. Kochende Rage erfüllte jeden Zentimeter von mir. Mein Gesicht brannte. Mein Atem ging kurz und zornig. Er hatte die Frechheit – die absolute Frechheit –, mir wegen John und anderen Männern Vorträge zu halten, und dann brachte er diese laute Schlampe mit nach Hause und vögelte sie durch die Wand, neben der ich schlafen musste.
Die Geräusche gingen weiter. Ihre Stöhner wurden zu abgehackten Keuchlauten. „Ich bin gleich so weit – Carlton, ich komme! Ja! Genau so!“
Er klang nicht zärtlich. Nur effizient. „Nochmal. Halt dich nicht zurück. Komm auf meinem Schwanz.“
Das Kopfteil schlug härter. Sie schrie auf, laut und schamlos. „Fuck! Ich komme schon wieder! Du bringst mich um. So gut. So grob. Nicht aufhören!“
Ich wollte schreien. An die Tür hämmern und sie an ihren falschen blonden Haaren herauszerren. Aber ich blieb wie angewurzelt stehen, die Fäuste geballt, während die Rage mit jedem Stoß, den ich hörte, heißer brodelte. Das nasse Klatschen von Körpern. Ihr Betteln. Seine kalten Befehle.
„Arsch höher“, befahl er. „Nimm jeden Zentimeter.“
„Ja, Daddy – warte, Carlton! Ja!“ Sie stöhnte, als würde sie eine Show abliefern. „Füll mich aus. Benutz mich.“
Der Rhythmus wurde frenetisch. Die Wand vibrierte leicht. Ihre Stimme brach. „Ich komme schon wieder! Carlton! Fuck!“
Er grunzte einmal, tief und zufrieden. Das Hämmern wurde langsamer, hörte aber nicht auf. Eine weitere Runde ihres Lobgesangs – wie groß er sei, wie niemand mit ihm mithalten könne.
Ich lief in meinem Zimmer auf und ab, den Kiefer so fest zusammengepresst, dass es wehtat. Tränen reiner Wut brannten in meinen Augen, aber ich blinzelte sie hart weg. Das war jetzt mein Leben? Meinem Ehemann dabei zuzuhören, wie er andere Frauen fickte, während ich auf der anderen Seite der Wand lag und jede dumme Regel befolgte? Mama sicher im Krankenhaus, die Operation bezahlt – aber zu diesem Preis?
Die Geräusche dauerten gefühlt ewig. Ihr dritter oder vierter Orgasmus drang durch die Wand, laut und theatralisch. „Carlton! Du bist der Beste. Ich tue alles für dich.“
„Ruhe“, fuhr er sie scharf an. „Nimm es einfach.“
Ich ließ mich auf die Kante meines Bettes sinken und starrte auf die Verbindungstür. Mein ganzer Körper zitterte vor unterdrückter Wut. Scharfe Worte brannten auf meiner Zunge – und Gott, ich würde sie ihm noch entgegenschleudern. Aber noch nicht. Lass ihn sein kleines Stressventil fertig benutzen. Lass ihn denken, ich würde still gehorchen wie eine brave Vertrags-Ehefrau.
Die Session endete endlich. Gedämpfte Stimmen. Raschelnde Kleidung. Ihr Kichern. Seine flachen Antworten. Die Zimmertür zu seinem Raum öffnete und schloss sich. Schritte verhallten die Treppe hinunter.
Stille kehrte in die Villa zurück.
Ich blieb sitzen, innerlich kochend. Meine Hände zitterten immer noch. Die Geräusche spielten sich in meinem Kopf ab – dieselben Befehle, die er auch mir gab. Nur dass er ihr Lust schenkte. Mir gab er verschlossene Türen und Regeln.
Später klopfte Smith leise an meiner Haupttür. „Anna? Das Abendessen ist gleich fertig. Mr. Blackwood ist unten.“
Ich stand auf, die Stimme ruhig, obwohl die Wut immer noch tobte. „Ich komme gleich runter.“
Ich würde ihm ein Stück meiner Meinung sagen. Aber für den Moment wollte ich ihm nicht die Genugtuung geben, mein Gesicht so zu sehen. Ich wusch mir das Gesicht, zog ein einfaches Kleid an und ging nach unten. Carlton saß am Kopfende des Tisches, als wäre nichts passiert, und scrollte auf seinem Handy. Kalt. Kontrolliert.
Ich setzte mich wortlos hin. Die Rage blieb fest hinter meinen Zähnen verschlossen. Wartend auf nur einen einzigen Fehltritt von ihm – dann würde ich explodieren.
AnnaDas Intensivzimmer war still bis auf das gleichmäßige Piepen des Herzmonitors und das leise Summen der Maschinen, die im Takt meines eigenen Pulses arbeiteten.Ich saß in dem harten Plastikstuhl, der so nah wie möglich an das Bett herangezogen war, beide Hände fest um eine von Carltons gelegt. Seine Haut fühlte sich zu kühl, zu blass gegen meine an. Das dünne Krankenhaushemd sah falsch an ihm aus – irgendwie zu klein für diesen großen Mann. Ein dicker weißer Verband bedeckte die obere rechte Seite seiner Brust, direkt unter dem Schlüsselbein, und ein klarer Sauerstoffschlauch lag unter seiner Nase. Aber seine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen, verlässlichen Rhythmus, und diese eine Tatsache war das Einzige, was mich davor bewahrte, komplett auseinanderzufallen.Ich saß dort seit fast vierzig Minuten, seit sie ihn aus dem Aufwachraum verlegt hatten. Veronica war hinausgegangen, um mit dem Chefarzt zu sprechen. Zum ersten Mal seit dem Lagerhaus waren wir nur zu zweit
AylaCarltons Hände zitterten immer noch, als er mir behutsam half, mich aufzusetzen.Das Hemd, das er mir angezogen hatte, hing locker und bedeckte das Wichtige. Er schob einen Arm um meinen Rücken und den anderen unter meine Knie, bereit, mich hochzuheben, dann schien er es sich anders zu überlegen. Stattdessen führte er mich sanft auf die Beine und hielt den größten Teil meines Gewichts an seiner Brust. Meine Beine zitterten so heftig, dass ich nicht sicher war, ob sie halten würden.„Ich habe dich“, flüsterte er erneut und drückte die Lippen an meine Schläfe. „Wir gehen. Lass uns nach Hause fahren.“Er warf einen Blick über die Schulter zu seinen Männern. Zwei von ihnen hatten Marco bereits bäuchlings und in Handschellen. Ein anderer stand über Adrian, der sich immer noch keuchend an die Wand kauerte.„Lasst sie am Leben“, befahl Carlton, die Stimme kalt und scharf. „Ich will, dass beide bei Bewusstsein sind, wenn ich mich mit ihnen beschäftige.“Die Männer nickten.Carlton drehte
Ayla Die schwere Tür schwang mit einemlangen, metallischen Kreischen auf, das mirüber den Rücken lief. Ich zuckte so heftigzusammen, dass der Kabelbinder tiefer inmeine Handgelenke schnitt. Mein Herz schluggegen meine Rippen, als wollte es fliehen. ZweiMänner betraten den kleinen cremefarbenenRaum. Den ersten erkannte ich sofort: Marco. Derselbe Mann, der mich schon einmalmitgenommen hatte. Dieselben kalten Augen. Das gleiche grausame kleine Lächeln, das sienie erreichte. Hinter ihm ging ein zweiter Mann, den ich noch nie persönlich gesehen hatte, aber ich wusste den Namen, als Marco ihnaussprach. „Schau, wer endlich wach ist“, sagte Marco mit fast fröhlicher Stimme. „Adrian, lerne Mrs. Blackwood kennen. Ayla, lerne den Mann kennen, der mir helfen wird, deinem Mann eine sehr teure Lektion zuerteilen.“ Adrian war groß, elegant und auf eineWeise gutaussehend, dass mir der Magenumdrehte. Er sah mich an, wie ein Mann etwasansieht, von dem er bereits entschieden hat, dass es ihm gehör
CarltonIch beendete die letzte Vorstandssitzung um 14:17 Uhr und setzte mich in meinen Bürostuhl.Meine Frau. Ich lächelte über die Art, wie sich das anhörte. Ich griff nach meinem Telefon, um ihr zu sagen, wie sehr ich sie vermisste.Nur – ich hatte schon zweimal angerufen, und es ging auf die Mailbox.Schlief sie? Ich lächelte, als ich mich an gestern erinnerte.Aber ich begann mir Sorgen zu machen, als ich sie noch fünfmal anrief und es immer noch dasselbe war. Mailbox.Ich runzelte die Stirn, als ein kaltes Gefühl tief in meinem Magen aufstieg. Ayla nahm meine Anrufe immer entgegen. Selbst wenn sie unter der Dusche war, rief sie innerhalb von Minuten zurück oder schickte eine kurze Nachricht. Drei unbeantwortete Anrufe hintereinander waren falsch. Alles daran war falsch.Ich wählte die Hauptleitung des Anwesens. Harris nahm beim zweiten Klingeln ab.„Mr. Blackwood.“„Wo ist meine Frau?“Es gab eine kurze Pause. „Mrs. Blackwood ist vor etwa einer Stunde an die frische Luft gegange
AylaMorgenlicht ergoss sich weich durch die Vorhänge, als ich die Augen aufdrückte.Mein Körper schmerzte auf die gründlichste Weise möglich. Jeder Muskel erinnerte mich an die Nacht zuvor – den Schreibtisch, das Bett, die Art, wie Carlton mich auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt hatte. Er war bereits angezogen, als ich die Augen öffnete, stand am Schrank und knöpfte ein knackiges weißes Hemd zu.Er bemerkte, dass ich ihn beobachtete, und durchquerte den Raum. Er beugte sich hinunter und küsste mich langsam – Geschmack von Minze und etwas Wärmerem.„Morgen, Bunny.“„Morgen.“ Meine Stimme war immer noch heiser von all dem Schreien.„Ich hatte vor, den Tag mit dir zu verbringen, Princess, aber ich muss leider für ein paar Stunden hineingehen. Notfall-Nachbereitung des Vorstands nach dem Chaos von gestern. Bleib im Bett und ruh dich aus. Das ist ein Befehl.“Ich schaffte ein schläfriges Lächeln. „Ja, Sir.“Er küsste meine Stirn, dann noch einmal meine Lippen und ging. Zwanzig
AnnaIch versuchte immer noch, meinen Atem zu fangen, der Körper schlaff gegen die kühle Oberfläche seines Schreibtischs, als Carltons Stimme durch den Nebel schnitt – tief, dunkel und mit etwas Gefährlichem an den Rändern.„Ich habe nie gesagt, dass du kommen darfst, Bunny.“Meine Augen flogen auf. Ich starrte zu ihm hinauf, immer noch benommen. „Was? Aber… aber du hast nichts gesagt, als ich gekommen bin.“Ein langsames, böses Lächeln krümmte seinen Mund. Er beugte sich über mich, immer noch vollständig angezogen, während ich halb nackt und zerstört auf seinem Schreibtisch lag, die harte Länge von ihm insistierend gegen meinen empfindlichen Oberschenkel drückend.„Oh, Bunny“, murmelte er, die Stimme pure Sünde. „Du willst kommen, stimmt’s? Lass mich dir mehrere Gründe dafür geben.“ Er strich mir eine feuchte Haarsträhne mit überraschender Sanftheit aus dem Gesicht – der Kontrast machte die Dunkelheit in seinen Augen nur intensiver. „Lass uns nach Hause fahren.“Die Fahrt zurück zum







