ANMELDENValerias Perspektive
Das Geräusch von Lachen und Musik von außerhalb des Hauses jagt mir reine Angst bis tief in die Knochen. Es klingt wie ein Hohn, obwohl ich weiß, dass es nur eine Feierparade ist, um den Lykaner-König willkommen zu heißen, während er sich auf den Weg zum White-Ridge-Schloss macht.
Ich habe meinem Vater zugestimmt. Ich habe ihm gesagt, dass ich bleiben würde, und um sicherzugehen, hat er mich in meinem Zimmer eingesperrt.
Aber das war eine Lüge.
Heute Nacht, während alle da draußen feiern, werde ich verschwinden.
Ich habe dieses Mal nur leichtes Gepäck. Ich habe im Grunde nichts weiter bei mir als eine Garnitur Wechselkleidung und das Geld, das ich im Laufe der Jahre gespart habe. Ich trage einen Kapuzenumhang, der fast genauso aussieht wie die der Paradenteilnehmer.
Sobald ich weg bin, werde ich in der Menge untertauchen und für immer gehen.
Ich sitze ganz nah am Fenster, meine Hand bereits unten am Rahmen erstarrt, bereit, ihn hochzuschieben. Die Parade ist in vollem Gange, laut und freudig. Eine perfekte Ablenkung für das, was ich vorhabe.
Ich hole tief Luft, öffne das Fenster und ziehe mich hoch. Ich strecke einen Fuß hinaus und lasse ihn eine Weile baumeln, bevor ich mein gesamtes Gewicht auf die Fensterbank stütze. In einer einzigen Bewegung kippe ich auf die andere Seite und lande sanft auf dem weichen Gras. Ich verschwende keine Zeit und renne sofort los –
„Du glaubst wirklich, du bist so schlau.“
Die vertraute Stimme jagt eine Welle der Elektrizität durch meinen Körper und lässt mich erstarren. Ich drehe mich um und sehe Naomi, die von der anderen Seite des Rasens auf mich zukommt.
Und sie ist nicht allein.
Bei ihr sind etwa ein Dutzend der Krieger meines Vaters.
Bevor ich reagieren kann, packen sie mich, greifen nach meinen Handgelenken und sichern sie mit Handschellen. Sie drücken mich auf die Knie, direkt vor Naomi, die mich süffisant angrinst.
„Bringt sie in den Kerker und zieht sie für diesen Anlass angemessen an.“
„Nein!“, schreie ich und versuche, mich gegen die Krieger zu wehren, aber sie sind viel zu stark für mich.
Sie heben mich von den Füßen, schleppen mich in den feuchten Kerker und zerren mich mit sich. Sie werfen mich in eine Zelle, in der bereits ein paar Omega-Dienstmädchen warten.
„Was habt ihr mit mir vor?“, verlange ich zu wissen, aber die Krieger stoßen mich nur auf einen Stuhl und schnallen mich fest. „Lasst mich los!“
Niemand von ihnen hört auf mich. Naomi sieht von der Tür aus zu, wie die Wachen mich an den Stuhl binden. Sie schenkt mir ein Lächeln, als alle gehen und mich mit den Dienstmädchen allein lassen.
„Bitte“, flüstere ich, während mir Tränen über die Wangen laufen. „Bitte, lasst mich gehen. Ich bin doch schon von meinem Vater verbannt worden, lasst mich gehen …“
Keines von ihnen hört zu.
Eines der Dienstmädchen greift nach einem Eimer Seifenwasser und schüttet ihn über mich, reibt es grob in mein Haar und mein Gesicht. Die anderen Dienstmädchen reißen mir die Kleider vom Leib, schneiden den Stoff durch und lassen mich nackt und voller Schrammen zurück. Sie fesseln mich und zwängen mich in ein Kleid, das für die Brautwahl-Nacht geeignet ist.
Ich war der Freiheit so nah.
Ich hatte sie fast greifbar nahe.
Und nun bin ich hier, werde wie ein Schlachtschwein begrapscht und zubereitet, herausgeputzt, um dem grausamen Lykaner-König zur Schau gestellt zu werden.
Mein Vater konnte mir nicht einmal selbst ins Gesicht sehen. Er musste Naomi schicken, um mich zu verfolgen und hier festzuhalten. Ich möchte glauben, dass er vielleicht Schuldgefühle hat, weil er seine eigene Tochter als Opfergabe darbringt, aber ich glaube nicht, dass er dafür genug Herz besitzt.
Er hat mich nie geliebt.
Das Einzige, was mir jetzt noch Hoffnung gibt, ist genau das Gleiche, was mich überhaupt erst in diese Lage gebracht hat: einen schwachen, weißen Wolf zu haben.
Ich könnte unmöglich die Gefährtin des Lykaner-Königs sein. Und wenn er das herausfindet, würde er mich gehen lassen … oder?
Vielleicht könnte ich dann frei sein.
Ares’ Perspektive
Ich mochte Werwölfe noch nie.
Für mich sind sie nur die zahmere Version von Lykanern. Lykaner gibt es schon länger, sie besitzen eine urtümlichere Macht und natürlich unendliche Weisheit. Werwölfe folgen nur ihren Instinkten, die nicht gerade ihre Stärke sind. Ich mag es nicht, wie hochmütig sie geworden sind, seit ihre Population in die Höhe geschossen ist. Ich mag es nicht, wie bequem sie es sich gemacht haben.
Aber am meisten hasse ich ihren Geruch.
Und den Geruch von Alpha Malcolm hasse ich am allermeisten.
Er riecht nach reinem Hochmut und einem vorgetäuschten Gefühl von Erhabenheit, obwohl er direkt neben mir steht. Wir stehen auf dem Balkon seines Anwesens und beobachten die Parade, die über den Rasen zieht. Er lächelt stolz auf sein Volk und dessen kleines Fest hinab, aber Beta Heather und ich tauschen nur genervte Blicke aus.
„Hat Eurer Majestät die Show gefallen?“, fragt er hoffnungsvoll.
„Ich bin hierhergekommen, um mir deine Wölfinnen anzusehen“, sage ich langsam, damit sein kleines Gehirn es begreifen kann. „Ich bin nicht den ganzen Weg hierhergekommen, um mir eine mittelmäßige Parade deiner Gefolgsleute anzusehen.“
Alpha Malcolms Gesicht wird kreidebleich, was mir einen Rausch der Genugtuung verschafft. „Äh, natürlich, Eure Majestät! Meine Wölfinnen sind auf dem Weg. Wollen wir uns auf den Platz begeben?“
Er nickt, das Gesicht immer noch völlig blass. Er beginnt, uns hinaus in den Garten seines Anwesens zu führen, vorbei an der dämlichen Parade, die er organisiert hat.
Als wir auf dem Platz ankommen, sehe ich, dass all die Damen bereits dort sind, auf den Bänken sitzen und geduldig warten.
Sie erheben sich alle, als sie mich sehen, und sinken in einen tiefen Knicks.
Obwohl ich versuche, so ruhig wie möglich zu bleiben, kann ich nicht anders, als eine Welle der Aufregung zu spüren.
Meine Gefährtin ist irgendwo hier.
Da mehr als hundert von ihnen auf dem Platz zusammengedrängt sind, beschließe ich, mit Beta Heather und Alpha Malcolm an meiner Seite meine Runden zu drehen. Er stellt sie mir eine nach der anderen vor, und ich sehe mir ihre Gesichter ganz genau an, aber keine von ihnen weckt meine Aufmerksamkeit. Sie wirken alle mittelmäßig auf mich, obwohl offensichtlich ist, dass sie sich alle auf dieses Ereignis vorbereitet haben.
Ich mustere jede von ihnen so kritisch wie möglich und versuche, meine Sinne anzustrengen, um dieses sofortige Band zu spüren, aber ich spüre es bei keiner einzigen.
Frustration macht sich in mir breit. Mein Temperament kocht hoch.
Ich kann das Gefährtenband mit niemandem spüren.
Ich dachte, dass es im letzten Jahrhundert vielleicht zerbrochen sein könnte. Aber nein. Ich habe das Gefühl, dass meine Gefährtin irgendwo ganz in der Nähe ist. Mein Herz schlägt unruhig, seit ich hier angekommen bin. Ich kann sie beinahe in der Luft schmecken. Aber selbst als ich mich dem Ende der Schlange nähere, spüre ich das Band zu keiner der Frauen hier.
„Hat irgendeine Euren Geschmack getroffen, König Ares?“, fragt Alpha Malcolm nervös, aber ich wende mich an Beta Heather, als ich antworte.
„Noch keine.“
Sie schluckt schwer. „Wir haben noch die letzte Gruppe von Damen.“
Die letzte Gruppe, von der sie spricht, erweist sich als ebenso nutzlos. Nur ein haufen lächelnder Mädchen, die keine Ahnung haben, wie wichtig das hier ist.
Als wir das Ende der Reihe erreichen, bin ich bereits rasend vor Wut.
„Das ist alles?“, frage ich Alpha Malcolm. „Das ist alles, was du mir zu bieten hast?“
Sogar das unsichere Lächeln auf seinem Gesicht erstirbt. „Ja, Eure Majestät.“
Ich stoße ein tiefes Knurren aus und wende mich an Beta Heather, die steif neben mir steht. „Möchtest du das erklären, Heather?“
„Mein König“, beginnt sie, „ich glaube nicht, dass alle heiratsfähigen Damen anwesend sind.“
Ich wirbele herum zu Alpha Malcolm, der zurückweicht und fast eine Vase umwirft. „Sagt sie die Wahrheit, Alpha?“
Meine Stimme ist leise. Gefährlich. Meine Wut brodelt direkt in meiner Kehle, bereit, ihr hässliches Gesicht zu zeigen.
Er zwingt sich zu einem Lächeln. „Das stimmt nicht, Eure Majestät. Jede einzelne junge Dame war heute Abend hier anwesend.“
Er lügt. Es steht ihm mitten ins Gesicht geschrieben.
Ohne Vorwarnung packe ich ihn am Hals und drücke ihn gegen die Wand.
„Spiel nicht mit mir, Malcolm.“ Ich drücke fester gegen die Sehnen seines Halses und weide mich an den frischen Tränen, die in seinen Augenwinkeln erscheinen. „Wen versteckst du?“
Alpha Malcolm öffnet und schließt den Mund nur wie ein Fisch auf dem Trockenen. „N-Niemanden …“
Ich drücke noch fester zu, bis sein Gesicht sich langsam rot färbt.
Beta Heather greift ein. „Sein Sohn, der Alpha-Erbe Matthew Holt, ist nirgends zu sehen. Sein Beta, Hector Ross, ist ebenfalls nicht hier. Euer Beta hat doch eine Tochter, nicht wahr?“
Er beginnt zu schluchzen. „Bitte lasst mich los! Ich habe nicht –“
Ich würge den Rest seiner erbärmlichen Aussage ab, indem ich meine Hand noch fester um seinen Hals schließe. Er beginnt zu ersticken, sein Gesicht wird dunkelpurpur. Seine Augen quellen hervor und sind voller Tränen, aber er versucht immer noch, den Kopf zu schütteln.
Ich verliere die Geduld.
„Sag mir die Wahrheit, oder ich werfe dich vom Balkon, damit dein Volk dir beim Sturz in den Tod zusehen kann“, knurre ich. „Ich kann dich genau hier vernichten. Ist dir das klar?“
Alpha Malcolm beginnt heftig zu zittern. Seine nächsten Worte kommen als stammelndes Chaos heraus, aber sie klingen laut und deutlich in meinen Ohren.
„Die Tochter meines Betas soll meinen Sohn heiraten! Ihr könnt sie nicht als Gefährtin haben!“
Ich fechse ihn an. „Lustig, dass du glaubst, mich kümmere die Hochzeit deines Sohnes. Meine Gefährtin gehört mir und mir allein.“
„NEIN!“, schreit er, sein Gesicht tief purpurrot. „Sie sollen bald heiraten!“
Das bringt mein Fass zum Überlaufen.
Ehe ich mich versehe, schmettere ich ihn bereits auf den Boden, direkt in die Blumenbeete, wo er nach Luft schnappt und schreit. Ich trete auf seine Kehle, bereit, ihn ein für alle Mal zum Schweigen zu bringen.
„Ich gebe dir fünf Minuten. Wenn die Tochter deines Betas nicht hierherkommt, werde ich dich und den Rest deiner Familie töten.“
Valerias Perspektive„Ja?“, grinst er süffisant. „Bin ich zu grob?“„Nein“, keuche ich. Langsam beginnt er, meine Oberschenkel zu streicheln, sie zu drücken und zu kneten. „Was … was hast du bezüglich meines Rudels entschieden?“„Ihnen die Mittel entzogen, genau wie du es verlangt hast.“ Ares’ Blick flackert zu meinem Schoß. „Ich habe ihnen ihre Gelder gestrichen und sie sich selbst überlassen.“„Das ist eine gute Strafe für sie.“ Ich schlucke schwer, während ich spüre, wie sich die Lust langsam zu einem Höhepunkt aufbaut. Und dabei hat er mich dort noch nicht einmal berührt. „Was wirst du jetzt tun?“Seine Hand gleitet tiefer zwischen meine Oberschenkel und streift beinahe meine pulsierende Klitoris. „Das Einzige, was mir noch bleibt, ist, dich zu heiraten. Das ist alles, was ich jetzt wirklich will.“ Seine Augen werden dunkel vor Begehren. „Und was willst du?“Die Frage reißt mich schlagartig aus meinem erotischen Rausch. Plötzlich bin ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückge
Valerias PerspektiveMein Herz schlägt mir jetzt bis zum Hals. Ich weiß nicht, was ich tun oder sagen soll. Ares ragt über mir auf, mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen, während seine Augen vor Aufregung funkeln, als er mich anstarrt. Ich würde am liebsten auf der Stelle ohnmächtig werden, besonders weil mein Körper förmlich darum fleht, dass er weitermacht.Und als könnte es nicht noch schlimmer kommen, flüstert er: „Schließe deine Augen und strecke deine Hand aus.“„Ares“, sage ich mit einer halb rauchigen, halb verlangenden Stimme, die ich an mir selbst verabscheue.Er lacht nur leise. „Tu jetzt, was ich dir sage.“Was hat er vor? Was will er mir in die Hand legen? Verlangt er von mir, ihn … dort zu berühren? Will er, dass ich den Anfang mache?„Ich kann das nicht“, sage ich als Warnung. „Bitte.“„Natürlich kannst du das“, flüstert er, greift nach meinem Gesicht und lässt meine Augenlider sanft zufallen. Er nimmt mein Handgelenk und hält meine Handfläche nach oben. Ich ka
Valerias PerspektiveIch sehe sie nur an. „Ist das alles, was du draufhast?“„Du Schlampe!“, zischt sie und versucht, mir noch eine Ohrfeige zu verpassen.Diesmal bin ich vorbereitet. Ich fange ihr Handgelenk mitten in der Luft ab, drehe ihren Arm auf den Rücken und drücke sie aufs Bett. Sie versucht, nach mir zu treten und sich umzudrehen, um mich an den Haaren zu ziehen, also versetze ich ihr im Gegenzug eine Ohrfeige.Doch bevor meine Handfläche überhaupt ihre Wange treffen kann, fliegt die Doppeltür auf.Ich richte mich auf und drehe mich um – nur um Ares an der Tür stehen zu sehen.„Was ist hier eigentlich los?“Ivy springt sofort auf die Füße, bricht in heftiges Schluchzen aus und sinkt auf die Knie. „Es tut mir so leid, mein König! Ich bin in Ihr Zimmer gekommen, in der Hoffnung, Euch heute Nacht zu erfreuen, aber diese kleine Schlampe hat beschlossen, mir wehzutun!“Ich möchte die Augen verdrehen, kann mich aber gerade noch beherrschen. Sie ist nicht nur gewalttätig und unbere
Valerias PerspektiveIch taumele zurück und stolpere fast von der Bettplattform. Die Frau wirft ihr Haar über die Schulter und enthüllt dabei das Kleid, das sie trägt.Wenn man es überhaupt ein Kleid nennen kann.Es ist durchsichtig und aus dünnster roter Spitze gefertigt. Ihre Brustwarzen stehen steif und hart darunter, starren mich an wie ein paar Augen und fordern Aufmerksamkeit auf sich. Ich lasse meinen Blick nach unten wandern und schnappe nach Luft, als ich sehe, dass sie völlig unbedeckt ist. Ich kann die spärlichen Haare sehen, die ihren Intimbereich bedecken.„Wer bist du?“, wiederholt sie und geht auf mich zu. „Warum bist du im Zimmer des Königs?“„Warum bist du hier drin?“, werfe ich die Frage an sie zurück.Sie antwortet ebenfalls nicht. „Ich habe dich zuerst gefragt.“Ich hasse es, aber sie hat nicht ganz Unrecht. Im Moment finde ich sie einschüchternd, auch wenn ich nicht weiß, ob es an ihrem Auftreten liegt oder an der Tatsache, dass sie im Grunde nackt ist. So oder so
„Ich weiß.“ Ich schließe kurz die Augen, um die Erinnerungen zu verdrängen. „Deshalb musste ich ihn wegschicken, als ich König wurde. Deshalb musste ich das Ruder in die Hand nehmen und versuchen, ihn überhaupt erst zu einem Soldaten zu machen, als mein Vater zu schwach zum Führen und zu alt war, um zu wissen, was zu tun ist. Aber jetzt ist Nikolai zurück. Was soll ich tun, wo ich zwei weiße Wölfe unter meinem Dach habe?“„Deine Gefährtin … hat sie sich beim Vollmond verwandelt?“„Ich glaube schon.“ Ich nicke. „Aber sie ist auch schwach. Ihre Wolfsgestalt hält sich kaum noch auf den Beinen. Ich möchte, dass es ihr besser geht, aber ich habe Angst vor dem, was passieren wird.“Benjamin nimmt den Trank von der Hitze und füllt ihn in eine Flasche mit Deckel. Er schiebt sie über den Tisch auf mich zu, sein Gesicht noch immer tief in Gedanken versunken.„Was soll ich tun?“, frage ich. „Gibt es ein Heilmittel?“„Es gibt kein Heilmittel und es wird niemals eines geben“, sagt er mit leiser St
Ares’ PerspektiveMein Puls beginnt zu rasen, als die kachen.„Lass mich los, Benjamin. Ich bin’s nur.“Langsam spüre ich, wie die Arme von mir abgleiten. Ich drehe mich um, und da steht Benjamin – alt und weise, aber immer noch mit diesem schlauem, fast schelmischen Funkeln in den braunen Augen. Die Wucherer seines weißen Haares reicht hinab bis zu seinem Bart, der immer noch Spuren von Braun aufweist.Die Narbe auf seiner Kopfhaut, die sich bis zu seinem Auge erstreckt, ist immer noch Wulstig und auffällig, was mich beschämt wegsehen lässt.Ich weiß genau, woher er die hat. Von wem er sie hat.Er steckt das Messer in die Scheide und öffnet die Arme für eine Umarmung. „Ich hätte wissen müssen, dass nur einer dumm genug ist, mich hier zu suchen. Ich habe dich vermisst, mein Junge.“Ich lache und umarme ihn zurück, während ich darüber staune, dass er sich für mich mehr wie ein Vater anfühlt, als es mein eigener je getan hat. Ich lasse ihn los, und er lädt mich nach drinnen ein, öffnet







