تسجيل الدخولAres’ Perspektive
Ein leises Stöhnen entweicht meinen Lippen, als die Frau vor mir mich weiter verwöhnt. Nach einem langen, anstrengenden Tag auf dem Thron war diese Zerstreuung genau das, was ich brauchte, um abzuschalten. Ich fahre mit den Fingern durch ihr Haar, doch nach einer Weile ziehe ich mich langsam von ihrer Berührung zurück.
Ich stehe auf und greife nach einem Handtuch. „Ihr zwei habt eure Sache gut gemacht. Ich werde euch beide angemessen belohnen.“
Die andere Frau kichert leise und sieht verführerisch zu mir auf. „Ihr wisst sehr wohl, wie Ihr uns belohnen könnt, Eure Majestät. Wir stehen Euch jederzeit zur Verfügung … wenn Ihr mehr wollt.“
Ich wickele das Handtuch um meine Hüften und erhasche im Spiegel ein Bild von den beiden Frauen, wie sie sich in anmutigen Pose auf dem Bett räkeln. Sie stehen auf, treten von hinten an mich heran und lassen ihre Hände sanft über meine Schultern und meinen Rücken gleiten, während ich für einen Moment die Augen schließe und die Ablenkung genieße.
Doch gerade als sie versuchen, mich zurück zum Bett zu ziehen, dringt plötzlich eine vertraute, aufdringliche Stimme laut und bestimmend über die Gedankenverbindung in meinen Kopf ein.
„Wo bist du gerade?“
Ich stöhne innerlich auf. Es ist meine Beta, Heather.
Sie ist eine Frau – und eine äußerst fähige Hexe.
Ich überlege kurz, sie aus meiner Gedankenverbindung auszusperren, aber schließlich seufze ich nur und antworte gedanklich: „Ich bin in meinen Gemächern und genieße etwas Zerstreuung. Stör mich bitte nicht, wenn es nicht von äußerster Dringlichkeit ist.“
Beta Heather schnaubt nur. „Ich habe sehr wichtige Neuigkeiten für dich, König Ares. Deine Damen können warten.“
„Kortisanen“, korrigiere ich sie träge. Ich bin früher schon auf ihre angeblichen „wichtigen Neuigkeiten“ hereingefallen und will mich nicht gleich wieder aus der Ruhe bringen lassen. „Wenn es dir also nichts ausmacht: Ich bin gerade beschäftigt –“
„Ich habe die Anwesenheit deiner Gefährtin gespürt, Eure Majestät.“
Ich erstarre. Die beiden Frauen schlingen noch immer schmeichelnd ihre Arme um mich, doch ich schiebe sie bestimmt beiseite. Sie blicken mich überrascht an, als ich ihnen mit ernster Stimme sage: „Nehmt das Geld und geht. Sofort.“
Sie tauschen erstaunte Blicke aus, aber sie kennen mich gut genug, um nicht zu diskutieren. „Natürlich, König Ares.“
Haste verlassen sie das Bett, ziehen sich rasch an und huschen aus dem Zimmer, ohne noch ein Wort zu verlieren. Vor der Tür laufen sie direkt Beta Heather über den Weg.
Heathers leuchtend rotes Lockenhaar wippt, als sie den Kortisanen einen kurzen Blick nachwirft. Die beiden verschwinden eilig wie Schatten im Flur, und Heather bleibt überrascht in der Tür stehen.
„Wer zum Teufel … egal, ich will es gar nicht wissen“, murmelt sie. „König Ares –“
„Sag mir, was du weißt“, befehle ich, greife nach meinem Bademantel und hülle mich darin ein. „Sofort.“
„Ihr müsst mit mir kommen, Eure Majestät.“
Ich zucke nicht einmal mit der Wimper. Nur im königlichen Bademantel verlasse ich meine Gemächer und folge ihr über die Flure. Die Wachen schauen discreet weg, aber ich spüre ihre Verwunderung darüber, dass ich zu dieser späten Stunde so nachlässig gekleidet durch das Schloss eile – und zum ersten Mal meiner Beta folge, die vollster Konzentration den Weg anführt.
Sie hat meine Gefährtin gefunden. Hat ihre Anwesenheit gespürt, einfach so. Nach Jahren des Versuchens und Scheiterns.
Könnte dies das Ende meines endlosen, sinnlos unsterblichen Lebens sein? Werde ich endlich glücklich sein mit meiner anderen Hälfte, nach der ich mein ganzes Leben lang gesucht habe?
Ein kleines Fünkchen Hoffnung entflammt in meinem Herzen. Ich will nicht, dass es mich überwältigt, aber es ist bereits zu spät.
Als Beta Heather stehen bleibt, bin ich innerlich von dieser Hoffnung erfüllt. Ich bemerke erst jetzt, dass wir vor ihrem Arbeitszimmer angehalten haben.
Sie öffnet die Tür und winkt mich hinein. Auf ihrem Arbeitstisch steht direkt unter dem Mondlicht eine flache Wasserschale.
Doch das Bild, das sich auf der Oberfläche spiegelt, zeigt nicht den Mond. Es zeigt ein Rudel.
Genauer gesagt: das Diamond-Rudel.
Plötzlich fügt sich alles zusammen.
„Meine Gefährtin ist im Diamond-Rudel“, flüstere ich.
„Ja. Ihr Alpha ist immer noch Malcolm.“ Ein verbitterter Ausdruck legt sich auf ihre Züge. „Das bedeutet, die Situation steht günstig für uns.“
Ich lächle. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt sich dieses Lächeln echt an.
Das Diamond-Rudel ist kleiner als die anderen, und Malcolm stellt keine Bedrohung dar. Er war schon immer ein doppelzüngiger Narr, der sich gerne aufspielt, obwohl er unbedeutend ist. Ein Teil von mir kann kaum glauben, dass meine Gefährtin zu seinem Rudel gehört, aber es ist ein Glücksfall.
Das bedeutet, dass es einfach sein wird, sie unter den wenigen Frauen dort ausfindig zu machen.
„Schicke Einladungen an jede Familie mit einer heiratsfähigen Frau“, befehle ich. „Es ist mir egal, ob sie bereits verlobt sind oder nicht. Meine Gefährtin gehört nur mir.“
Beta Heather öffnet den Mund, als wolle sie einwenden, dass das Unruhe stiften könnte, aber schließlich nickt sie nur. „Natürlich, Eure Majestät. Ich werde die Einladungen sofort auf den Weg bringen.“
„Gut“, sage ich kurz angebunden, während sich mein Lächeln vertieft. „Versuche in der Zwischenzeit, deine Seherkräfte weiter zu nutzen und den Kreis noch enger zu ziehen.“
Sie nickt stumm. Ich spüre ihre Skepsis, aber das kümmert mich nicht. Sie hat heute bereits das Unmögliche vollbracht, indem sie überhaupt die Fährte meiner Gefährtin aufgenommen hat.
Hundert Jahre. So lange habe ich auf ein einziges Zeichen gewartet.
Wie vielen Brautwahl-Nächten habe ich beigewohnt? Ich habe aufgehört zu zählen. Jedes Mal wurde ich enttäuscht, und die Frauen, die man mir präsentierte, bedeuteten mir nichts.
Aber dieses Mal ist es echt.
Sobald ich meine Gefährtin treffe, können wir die Zukunft unseres Volkes sichern. Ich werde jemanden an meiner Seite haben, mit dem ich das Reich regieren und mein Leben teilen kann. Ich werde mit meinen Pflichten nicht mehr allein sein.
Zurück in meinen Gemächern gehe ich direkt ins Badezimmer, streife den Bademantel ab und sinke in die heiße Badewanne.
Ich schließe die Augen und genieße das warme Wasser.
Ich frage mich, wie meine Gefährtin aussieht. Wie ihre Stimme klingt. Wie sie riecht …
„Darf ich eintreten, Eure Majestät?“
Meine Augenlider flackern bei diesem Klang auf. Ich runzele die Stirn und versuche, die Stimme zuzuordnen. Sie kommt mir nicht vertraut vor. Zuerst dachte ich an Beta Heather, doch die Schritte außerhalb des Badezimmers verraten eine andere Person.
Heather würde niemals unangemeldet eintreten.
Ich will mich aufrichten, doch da fliegt die Tür bereits auf. Mein Körper spannt sich reflexartig an, entspannt sich aber wieder, als ich sehe, dass es nur eine Frau ist.
Eine Frau mit langem, schwarzem Haar und dunklen, intensiven Augen.
Sie trägt eine elegante Seidenrobe über einem leicht transparenten Abendkleid, das ihre Figur betont. Auf ihren Lippen liegt ein feines, verführerisches Lächeln, doch ihr Blick ist scharf und berechnend.
Sie verneigt sich langsam vor mir.
Als sie sich aufrichtet und sich unsere Blicke treffen, wird mir klar, wer sie ist: Sie ist eine der Frauen von vorhin.
Doch das gibt ihr noch lange nicht das Recht, einfach in meine privaten Räume einzudringen.
„Wer bist du und was gibt dir das Recht, hier einfach einzutreten?“, frage ich mit kühler Stimme.
Sie verneigt sich erneut und lässt die Seidenrobe leicht von ihren Schultern gleiten. „Ich bin Ivy, Eure Majestät. Wir wurden vorhin unterbrochen, bevor wir fertig waren.“
„Das ist mir bewusst“, antworte ich trocken.
Ivy macht langsam einige Schritte auf die Wanne zu. Sie lässt die Robe ganz zu Boden gleiten und zeigt ihr körperbetontes Kleid. Sie tritt an den Rand des Beckens, steigt ins warme Wasser und lässt den Stoff wie eine dunkle Wolke um sich treiben.
Sie nähert sich mir im Wasser und legt ihre Hände auf meine Oberschenkel. Verführung liegt in ihren Bewegungen, während sie versucht, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen.
„Ich liebe es, Euch nahe zu sein“, raunt sie und blickt mir in die Augen. „Ich könnte jeden Tag für Euch da sein, Eure Majestät.“
Ich starre sie nur an. Ich durchschaue ihre Absichten sofort. Sie ist berechnend und ausgesprochen kühn, dass sie ihr Leben riskiert, um auf diese Weise in meine Gemächer zu gelangen.
Ihr Wunsch, dieses Zusammentreffen von einer bloßen Gefälligkeit in etwas Dauerhaftes zu verwandeln, ist unübersehbar.
Ivy sieht mich erwartungsvoll an. Als sie merkt, dass ich weder auf ihre Worte noch auf ihre Gesten eingehe, versucht sie, mein Gesicht in beide Hände zu nehmen.
Doch ich packe ihre Handgelenke und halte sie sanft, aber unnachgiebig fest.
„Ich habe dir gesagt, dass du gehen sollst, nicht wahr?“, sage ich mit ruhiger, aber bestimmter Stimme und löse ihre Hände von mir. „Nun tu, was ich dir gesagt habe, und geh.“
Valerias Perspektive„Ja?“, grinst er süffisant. „Bin ich zu grob?“„Nein“, keuche ich. Langsam beginnt er, meine Oberschenkel zu streicheln, sie zu drücken und zu kneten. „Was … was hast du bezüglich meines Rudels entschieden?“„Ihnen die Mittel entzogen, genau wie du es verlangt hast.“ Ares’ Blick flackert zu meinem Schoß. „Ich habe ihnen ihre Gelder gestrichen und sie sich selbst überlassen.“„Das ist eine gute Strafe für sie.“ Ich schlucke schwer, während ich spüre, wie sich die Lust langsam zu einem Höhepunkt aufbaut. Und dabei hat er mich dort noch nicht einmal berührt. „Was wirst du jetzt tun?“Seine Hand gleitet tiefer zwischen meine Oberschenkel und streift beinahe meine pulsierende Klitoris. „Das Einzige, was mir noch bleibt, ist, dich zu heiraten. Das ist alles, was ich jetzt wirklich will.“ Seine Augen werden dunkel vor Begehren. „Und was willst du?“Die Frage reißt mich schlagartig aus meinem erotischen Rausch. Plötzlich bin ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückge
Valerias PerspektiveMein Herz schlägt mir jetzt bis zum Hals. Ich weiß nicht, was ich tun oder sagen soll. Ares ragt über mir auf, mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen, während seine Augen vor Aufregung funkeln, als er mich anstarrt. Ich würde am liebsten auf der Stelle ohnmächtig werden, besonders weil mein Körper förmlich darum fleht, dass er weitermacht.Und als könnte es nicht noch schlimmer kommen, flüstert er: „Schließe deine Augen und strecke deine Hand aus.“„Ares“, sage ich mit einer halb rauchigen, halb verlangenden Stimme, die ich an mir selbst verabscheue.Er lacht nur leise. „Tu jetzt, was ich dir sage.“Was hat er vor? Was will er mir in die Hand legen? Verlangt er von mir, ihn … dort zu berühren? Will er, dass ich den Anfang mache?„Ich kann das nicht“, sage ich als Warnung. „Bitte.“„Natürlich kannst du das“, flüstert er, greift nach meinem Gesicht und lässt meine Augenlider sanft zufallen. Er nimmt mein Handgelenk und hält meine Handfläche nach oben. Ich ka
Valerias PerspektiveIch sehe sie nur an. „Ist das alles, was du draufhast?“„Du Schlampe!“, zischt sie und versucht, mir noch eine Ohrfeige zu verpassen.Diesmal bin ich vorbereitet. Ich fange ihr Handgelenk mitten in der Luft ab, drehe ihren Arm auf den Rücken und drücke sie aufs Bett. Sie versucht, nach mir zu treten und sich umzudrehen, um mich an den Haaren zu ziehen, also versetze ich ihr im Gegenzug eine Ohrfeige.Doch bevor meine Handfläche überhaupt ihre Wange treffen kann, fliegt die Doppeltür auf.Ich richte mich auf und drehe mich um – nur um Ares an der Tür stehen zu sehen.„Was ist hier eigentlich los?“Ivy springt sofort auf die Füße, bricht in heftiges Schluchzen aus und sinkt auf die Knie. „Es tut mir so leid, mein König! Ich bin in Ihr Zimmer gekommen, in der Hoffnung, Euch heute Nacht zu erfreuen, aber diese kleine Schlampe hat beschlossen, mir wehzutun!“Ich möchte die Augen verdrehen, kann mich aber gerade noch beherrschen. Sie ist nicht nur gewalttätig und unbere
Valerias PerspektiveIch taumele zurück und stolpere fast von der Bettplattform. Die Frau wirft ihr Haar über die Schulter und enthüllt dabei das Kleid, das sie trägt.Wenn man es überhaupt ein Kleid nennen kann.Es ist durchsichtig und aus dünnster roter Spitze gefertigt. Ihre Brustwarzen stehen steif und hart darunter, starren mich an wie ein paar Augen und fordern Aufmerksamkeit auf sich. Ich lasse meinen Blick nach unten wandern und schnappe nach Luft, als ich sehe, dass sie völlig unbedeckt ist. Ich kann die spärlichen Haare sehen, die ihren Intimbereich bedecken.„Wer bist du?“, wiederholt sie und geht auf mich zu. „Warum bist du im Zimmer des Königs?“„Warum bist du hier drin?“, werfe ich die Frage an sie zurück.Sie antwortet ebenfalls nicht. „Ich habe dich zuerst gefragt.“Ich hasse es, aber sie hat nicht ganz Unrecht. Im Moment finde ich sie einschüchternd, auch wenn ich nicht weiß, ob es an ihrem Auftreten liegt oder an der Tatsache, dass sie im Grunde nackt ist. So oder so
„Ich weiß.“ Ich schließe kurz die Augen, um die Erinnerungen zu verdrängen. „Deshalb musste ich ihn wegschicken, als ich König wurde. Deshalb musste ich das Ruder in die Hand nehmen und versuchen, ihn überhaupt erst zu einem Soldaten zu machen, als mein Vater zu schwach zum Führen und zu alt war, um zu wissen, was zu tun ist. Aber jetzt ist Nikolai zurück. Was soll ich tun, wo ich zwei weiße Wölfe unter meinem Dach habe?“„Deine Gefährtin … hat sie sich beim Vollmond verwandelt?“„Ich glaube schon.“ Ich nicke. „Aber sie ist auch schwach. Ihre Wolfsgestalt hält sich kaum noch auf den Beinen. Ich möchte, dass es ihr besser geht, aber ich habe Angst vor dem, was passieren wird.“Benjamin nimmt den Trank von der Hitze und füllt ihn in eine Flasche mit Deckel. Er schiebt sie über den Tisch auf mich zu, sein Gesicht noch immer tief in Gedanken versunken.„Was soll ich tun?“, frage ich. „Gibt es ein Heilmittel?“„Es gibt kein Heilmittel und es wird niemals eines geben“, sagt er mit leiser St
Ares’ PerspektiveMein Puls beginnt zu rasen, als die kachen.„Lass mich los, Benjamin. Ich bin’s nur.“Langsam spüre ich, wie die Arme von mir abgleiten. Ich drehe mich um, und da steht Benjamin – alt und weise, aber immer noch mit diesem schlauem, fast schelmischen Funkeln in den braunen Augen. Die Wucherer seines weißen Haares reicht hinab bis zu seinem Bart, der immer noch Spuren von Braun aufweist.Die Narbe auf seiner Kopfhaut, die sich bis zu seinem Auge erstreckt, ist immer noch Wulstig und auffällig, was mich beschämt wegsehen lässt.Ich weiß genau, woher er die hat. Von wem er sie hat.Er steckt das Messer in die Scheide und öffnet die Arme für eine Umarmung. „Ich hätte wissen müssen, dass nur einer dumm genug ist, mich hier zu suchen. Ich habe dich vermisst, mein Junge.“Ich lache und umarme ihn zurück, während ich darüber staune, dass er sich für mich mehr wie ein Vater anfühlt, als es mein eigener je getan hat. Ich lasse ihn los, und er lädt mich nach drinnen ein, öffnet







