Se connecter„Bella, was machst du da?“ fragte Jax schockiert.
Bellas Herz schlug so heftig gegen ihre Rippen, dass sie dachte, sie könnte ohnmächtig werden. Sie riss die Decke mit zitternden Händen bis zum Kinn hoch, aber es nützte nichts. Jax hatte bereits alles gesehen. Sie war zutiefst beschämt. „Jax… ich…“ Ihre Stimme brach. Sie konnte nicht einmal einen vollständigen Satz bilden. Ihre Wangen brannten vor Demütigung, als sie ihre Beine unter der Decke fest zusammenpresste. Ihre Finger waren immer noch glitschig von ihren eigenen Säften. Der Duft ihrer Erregung hing schwach in der Luft und machte alles zehnmal schlimmer. Jax stand da, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, groß und eindrucksvoll im Mondlicht. Seine dunklen Augen wichen nicht von ihrem Gesicht. Da war kein Ärger in ihnen. Nur etwas viel Gefährlicheres. Hunger. Roher, kaum zurückgehaltener Hunger. „Ich… ich habe nur…“ Bella versuchte es erneut, ihre Kehle trocken. „Ich konnte nicht schlafen. Ich wollte nicht, dass du das siehst. Bitte, vergiss einfach, dass das jemals passiert ist.“ Jax machte einen langsamen Schritt näher. Dann noch einen. Die Couch senkte sich, als er sich an den Rand setzte, nur einen Fuß von ihr entfernt. Nah genug, dass sie sein Kölnischwasser riechen konnte — reich, männlich und berauschend. „Du hast meinen Namen gestöhnt, Bella“, sagte er leise, seine Stimme tief und rau. „Ziemlich laut. Du hast gesagt, du würdest kommen, während du an mich denkst.“ Bella wollte, dass der Boden sich öffnet und sie ganz verschlingt. Frische Scham überflutete ihren Körper, aber darunter pochte ihre Muschi verräterisch bei der Erinnerung an seine Stimme, die durch ihren Orgasmus schnitt. „Ich… ich war verwirrt“, flüsterte sie und konnte seinen Blick nicht treffen. „Es war ein Fehler. Ein dummer, schrecklicher Fehler. Es wird nicht wieder passieren. Ich schwöre.“ Jax schwieg eine lange Weile. Dann streckte er die Hand aus und kippte sanft ihr Kinn hoch, zwang sie, ihn anzusehen. Seine Berührung war warm, fest und schickte Elektrizität über ihre Haut. „Du musst mich nicht anlügen“, murmelte er. „Ich habe gesehen, wie du mich ansiehst, wenn du denkst, ich schaue nicht hin. Wie du deine Schenkel zusammenpressst, wenn ich im Raum bin. Ich weiß, dass du schon eine Weile an mich denkst.“ Bellas Atem stockte. Sie wollte es leugnen. Sie *musste* es leugnen. Aber die Worte kamen nicht. „Das ist falsch, Jax“, sagte sie, ihre Stimme kaum hörbar. „Du bist mein Schwiegervater. Julians Vater. Ich bin verheiratet. Das… das kann nicht passieren.“ Selbst während sie die Worte sagte, verriet sie ihr Körper. Ihre Brustwarzen waren immer noch hart gegen das dünne Hemd. Ihre Muschi war immer noch nass und schmerzte von dem unterbrochenen Orgasmus. Und das Schlimmste? So nah bei ihm zu sein, machte es nur noch schlimmer. Jax’ Daumen strich langsam über ihre Unterlippe. Seine Augen verdunkelten sich. „Ich weiß, dass es falsch ist“, sagte er fast sanft. „Ich habe mir das jeden einzelnen Tag der letzten zwei Jahre gesagt. Aber hier sind wir.“ Bellas Herz raste schneller. Sie konnte die Hitze spüren, die von seinem Körper ausging. Sie wollte sich zu ihm lehnen. Sie wollte weglaufen. Die beiden Impulse kämpften heftig in ihr. „Ich sollte wieder nach oben gehen“, flüsterte sie, selbst während sie regungslos blieb. Jax bewegte sich nicht. Er sah sie einfach mit diesem intensiven Blick an, der sie sich völlig entblößt fühlen ließ. „Du kannst gehen“, sagte er weich. „Aber wir beide wissen, dass du immer noch an mich denken wirst, wenn du neben meinem Sohn liegst.“ Diese Worte trafen sie wie ein Schlag. Bella stand schnell auf und klammerte die Decke wie einen Schild um sich. Ihre Beine fühlten sich schwach an, als sie zur Treppe eilte, ohne zurückzuschauen. Sie rannte praktisch zurück ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter sich ab. Julian schlief immer noch fest, völlig ahnungslos. Bella lehnte sich an die Tür, atmete heftig, ihr Kopf drehte sich. Sie sagte sich, es sei vorbei. Sie würde nie wieder an Jax denken. Sie würde eine bessere Ehefrau sein. Sie würde vergessen, dass diese Nacht jemals passiert war. Aber als sie sich wieder neben Julian ins Bett legte, ihr Körper immer noch von unerfülltem Verlangen vibrierend, setzte sich eine vernichtende Wahrheit tief in ihrer Brust fest. Sie konnte nicht aufhören, an ihn zu denken. Selbst jetzt, mit ihrem Ehemann friedlich neben ihr schlafend, sah sie hinter ihren geschlossenen Augen nur Jax’ dunklen, hungrigen Blick. Und tief im Inneren wusste sie, dass dies nur der Anfang war.Das Abendessen war um sieben Uhr.Sadie verbrachte die Stunden zwischen dem Arbeitszimmer und dem Speisezimmer damit, dieselbe Strecke des Korridors entlangzugehen, bis sich das Licht draußen änderte. Das alte Lederbuch blieb die ganze Zeit in ihren Händen. Sie öffnete es nicht wieder. Sie musste es nicht. Die markierten Seiten hatten bereits ihre Arbeit getan.Um halb sieben ging sie nach oben, duschte und zog das weiche Kleid an, das zu ihrer Uniform geworden war. Nichts darunter. Sie stand lange vor dem Spiegel, sah der Frau zu, die ihr zurückstarrte – demselben Gesicht, demselben Körper, und doch hatte sich etwas in den Augen so verschoben, dass sie es nicht mehr als vorübergehend vortäuschen konnte.Um sieben Uhr ging sie die Treppe hinunter.Dominic saß bereits am Kopf des langen Tisches. Zwei Plätze waren gedeckt. Kerzenlicht weichte die Kanten des Raums auf. Er sah auf, als sie eintrat, nahm das Kleid wahr, den sorgfältig zusammengesetzten Ausdruck, und bedeutete dem Stuhl zu
Das Buch wartete auf dem Bibliothekschreibtisch genau wie er gesagt hatte.Es war alt, der Lederumschlag weich an den Kanten abgenutzt, die Seiten dünn und leicht vergilbt. Ein einzelnes schwarzes Band markierte einen Abschnitt in der Nähe der Mitte. Sadie saß in dem Lederlehnstuhl am Fenster, dem gleichen Stuhl, den sie in den frühen Tagen benutzt hatte, als sie noch glaubte, einen Teil von sich selbst abgetrennt halten zu können, und öffnete ihn an der markierten Stelle.Der Text war dicht. Philosophisch. Er sprach von Besitz nicht als Diebstahl, sondern als Form von Verantwortung – davon, wie etwas, das vollständig beansprucht wird, sich selbst um die Hand, die es hält, neu formt. Es gab Passagen über den Unterschied zwischen Besitz und Zugehörigkeit, über die stille Gewalt des vollständigen Gesehenwerdens, sodass Widerstand eine Art Darbietung wird.Sadie las langsam. Bestimmte Zeilen blieben hängen.*Das gesammelte Objekt bleibt durch den Akt der Sammlung unverändert. Es beginnt,
Sadie schlief nicht gut.Domnics Bett war größer als das, an das sie gewöhnt war, die Laken schwerer, die Matratze fester. Er hatte sie gezogen, sobald die Lichter ausgingen, einen Arm fest um ihre Taille verschränkt, seine Brust fest gegen ihren Rücken, sein Atem gleichmäßig an der Nackenbeuge. Er hatte sie nicht sexuell berührt. Er hatte sie nur festgehalten, als ob der körperliche Anspruch der vorherigen Nächte nicht mehr der Punkt wäre.Sie hatte lange wach gelegen und ihm beim Atmen zugehört, die langsame Bewegung seines Brustkorbs gespürt und versucht zu entscheiden, was sie ihm am Morgen ein einziges wahres Ding geben konnte, das sie nicht alles kostete.Sie muss irgendwann eingeschlafen sein, denn das nächste, was sie spürte, war das blasse Morgenlicht und das stilles Bewusstsein, dass er schon hinter ihr wach war.Seine Hand ruhte auf ihrem nackten Bauch. Sein Mund war nah an ihrem Ohr.„Guten Morgen.“Sadies Stimme kam rau heraus. „Morgen.“„Du erinnerst dich, was ich gefrag
Das Telefon lag auf dem Nachttisch wie eine geladene Waffe. Sadie hatte es seit dem Tag, an dem Dominic es ihr in die Hand gelegt hatte, nicht mehr berührt. Sie hatte es die Treppe hinaufgetragen, es hingestellt und es angestarrt, bis das Licht draußen verblasste. Anrufen sollte ihre Mutter das einfachste der Welt sein. Stattdessen fühlte es sich an, als würde sie auf dünnes Eis treten. Sie wartete bis spät vormittags, als das Haus still war und Dominic sie nach dem Frühstück allein gelassen hatte mit nur einer Anweisung: „Wenn du entscheidest, es zu benutzen, tust du es im Studium. Auf Lautsprecher. Mit mir dabei.“ Um elf Uhr vierzig ging sie mit dem Telefon in der Hand die Treppe hinunter. Dominic war bereits hinter dem Schreibtisch, sah etwas auf einem Tablet nach. Er sah auf, als sie eintrat, nahm das Telefon wahr und zeigte einfach auf den Stuhl gegenüber ihm. Sadie setzte sich. Ihr Puls hämmerte in ihren Ohren. „Ein Anruf“, sagte er. „Wöchentlich. Du wirst ihr nicht
Sadie erwachte wieder allein. Die Laken rochen noch immer nach ihm. Ihr Körper trug den tiefen, anhaltenden Schmerz von der Nacht zuvor an Stellen, die selbst das Liegen still zu einer Erinnerung machten. Sie starrte lange an die Decke, hörte das stille Haus und versuchte sich zu erinnern, wann genau der Moment gekommen war, in dem sie nicht mehr so hart gekämpft hatte wie früher. Die Tür öffnete sich. Dominic kam herein, schon für den Tag angezogen – dunkle Hosen, weißes Hemd, Ärmel hochgerollt. Er trug ein Tablett mit Kaffee, Toast und einem kleinen Glas Orangensaft. Er stellte es auf den Nachttisch und setzte sich auf die Kante des Bettes, blickte auf sie hinunter mit demselben ruhigen, prüfenden Ausdruck, den er immer morgens trug. „Wie fühlst du dich?“ Sadie schob sich langsam hoch. „Verschoren. Müde.“ „Gut.“ Er reichte ihr den Kaffee. „Trink. Dann reden wir.“ Sie trank, weil das Verweigern kleiner Dinge schon bewiesen hatte, dass es sinnlos war. Der Kaffee war gena
Sadie erwachte allein. Das Bett war kalt auf Dominics Seite. Sonnenlicht strömte durch die offenen Vorhänge, zu hell, zu gewöhnlich für das, was ihr Körper fühlte. Jeder Muskel schmerzte. Ihr Arsch pochte mit einem tiefen, anhaltenden Brand, der selbst die weichste Bewegung der Laken zu einer Erinnerung machte. Zwischen ihren Beinen war sie klebrig – sein Sperma vom Vorabend war an manchen Stellen getrocknet und sickerte noch an anderen. Sie konnte es spüren, als sie versuchte, ihre Schenkel zusammenzuklemmen. Sie lag lange still, starrte an die Decke, spielte die Art in Gedanken durch, wie er sie aufgestreckt hatte, wie er sie danach gehalten hatte, als wäre die Besitzergreifung schon vollständig. Ihr Hals fühlte sich eng an. Irgendwo unter der Verschmerzenung und der Scham hatte ein tiefer, verräterischer Puls zwischen ihren Beinen wieder begonnen. Die Tür öffnete sich ohne Klopfen. Dominic kam herein, einen Glas Wasser und ein kleines Tuben mit Salbe tragend. Er war schon f







