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Kapitel 3

Penulis: Ava Sterling
last update Tanggal publikasi: 2026-07-27 13:30:06

Bella wachte mit einem schweren Gewicht auf ihrer Brust auf. Sonnenlicht filterte durch die Vorhänge und warf ein sanftes Leuchten über das Schlafzimmer. Julian schlief noch neben ihr, sein Arm lag locker um ihre Taille. Einen Moment starrte sie auf sein friedliches Gesicht, während die Schuld scharf in ihrem Magen zerrte.

Die letzte Nacht spielte sich in ihrem Kopf ab wie ein Albtraum, dem sie nicht entkommen konnte. Das Wohnzimmer. Die Decke, die herunterrutschte. Jax’ tiefe Stimme, die durch ihre Stöhner schnitt. Die Art, wie er sie angesehen hatte — schockiert, hungrig, wissend. Sie war erwischt worden, mit den Fingern tief in sich begraben, seinen Namen stöhnend wie eine verzweifelte Frau.

Hitze überflutete ihre Wangen. Sie hob vorsichtig Julians Arm und schlüpfte aus dem Bett, bewegte sich leise, damit sie ihn nicht weckte. Ihr Körper fühlte sich immer noch empfindlich an, ihre Muschi leicht geschwollen von dem, wie hektisch sie sich berührt hatte. Jede Bewegung erinnerte sie an das, was sie getan hatte.

*Wie konnte ich das tun?* dachte sie, Scham brannte durch sie hindurch. *Den Namen meines Schwiegervaters stöhnen, während mein Ehemann oben schlief? Ich bin widerlich.*

Sie ging ins Badezimmer und spritzte kaltes Wasser ins Gesicht, in der Hoffnung, die Erinnerungen wegzuspülen. Es half nicht. Sie hörte immer noch Jax’ Stimme. Spürte immer noch die Intensität seines Blicks. Sie zog ein einfaches Sommerkleid an und ging die Treppe hinunter, entschlossen, normal zu wirken. Die gute Ehefrau zu sein, die sie sein sollte.

Julian kam zwanzig Minuten später herunter, frisch geduscht und für die Arbeit angezogen. Er gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange und schenkte sich Kaffee ein.

„Morgen, Babe. Gut geschlafen?“ fragte er beiläufig und checkte sein Handy.

Bella zwang sich zu einem Lächeln. „Ja. Und du?“

Er nickte, schon abgelenkt von dem, was auf seinem Bildschirm war. „Viel zu tun heute. Werde vielleicht wieder spät nach Hause kommen.“

Sie beobachtete ihn, während er sich in der Küche bewegte. Er sah aus wie immer — gutaussehend, erfolgreich, der Mann, den sie geheiratet hatte. Aber irgendetwas fühlte sich falsch an. Die leichte Zuneigung, die sie einst geteilt hatten, war in Routine verblasst. Sie versuchte, den Gedanken wegzuschieben. Vielleicht war es ihre Schuld. Vielleicht, wenn sie im Bett besser gewesen wäre, aufregender, hätte er das Interesse nicht verloren.

Das Geräusch von Schritten ließ sie angespannt werden. Jax betrat die Küche, wirkte kraftvoll in einem knackigen dunklen Hemd und einer Hose. Seine Anwesenheit füllte den Raum sofort. Bellas Herz setzte aus. Sie hielt die Augen auf ihre Kaffeetasse gerichtet und weigerte sich, ihn anzusehen.

„Morgen“, sagte Jax, seine tiefe Stimme schickte einen Schauer ihren Rücken hinunter.

„Morgen, Dad“, antwortete Julian leicht. „Kaffee?“

Jax nickte, aber sein Blick verweilte eine Sekunde länger als nötig auf Bella. Sie spürte ihn wie eine physische Berührung. Ihre Wangen wurden warm. Sie umklammerte ihre Tasse fester und drehte sich zum Fenster, tat so, als schaue sie nach draußen.

Die drei aßen das Frühstück in relativer Stille. Julian redete über die Arbeit. Jax hörte zu und gab gelegentlich Ratschläge in diesem ruhigen, autoritären Ton. Bella sprach kaum. Jedes Mal, wenn Jax’ Stimme sie erreichte, fluteten die Erinnerungen an die letzte Nacht zurück — ihre gespreizten Beine, Finger tief in sich, seinen Namen stöhnend. Sie kreuzte die Beine fest unter dem Tisch und versuchte, sich auf ihr Essen zu konzentrieren.

Als Julian endlich zum Büro aufbrach, ließ Bella einen zittrigen Atemzug los. Sie begann, den Tisch abzuräumen, in der Hoffnung, die einfache Aufgabe würde sie ablenken. Jax blieb sitzen und beobachtete sie still.

„Du vermeidest mich“, sagte er nach einer Weile.

Bella erstarrte, einen Teller in den Händen. „Tue ich nicht. Ich… letzte Nacht war ein Fehler. Es hätte nicht passieren sollen. Es tut mir leid, dass du das sehen musstest.“

Jax stand langsam auf und ging zu ihr. Er blieb in respektvollem Abstand stehen, aber es fühlte sich trotzdem zu nah an. „Du musst dich nicht dafür entschuldigen, etwas zu wollen, Bella.“

Ihr Puls beschleunigte sich. Sie drehte sich weg und beschäftigte sich mit dem Geschirr. „Ich bin verheiratet. Du bist mein Schwiegervater. Es gibt nichts zu wollen.“

Selbst während sie die Worte sagte, verriet sie ihr Verstand mit Blitzen seiner intensiven Augen und der Art, wie er sie letzte Nacht angesehen hatte. Sie hasste es, wie ihr Körper auf seine Nähe reagierte.

Der Rest des Morgens verging in einem Nebel aus Hausarbeiten. Bella versuchte, beschäftigt zu bleiben — putzen, ordnen, alles, um ihre Gedanken davon abzuhalten, zu Jax zurückzuschweifen. Aber er war überall. Im Flur, wenn sie aus dem Waschraum kam. Im Wohnzimmer, wenn sie staubte. Jedes Mal, wenn sich ihre Blicke trafen, wurde die Luft dick von unausgesprochener Spannung. Er drängte nie. Er sah sie einfach an, als wüsste er genau, wogegen sie kämpfte.

Am frühen Nachmittag war Julian immer noch nicht zu Hause. Bella ging die Treppe hinauf in ihr Schlafzimmer, um die Bettwäsche zu wechseln. Während sie Julians Seite des Bettes glattzog, summte sein Handy auf dem Nachttisch. Es war entsperrt. Sie wusste, dass sie nicht hineinschauen sollte, aber Neugier gemischt mit einem seltsamen Unbehagen ließ sie es aufnehmen.

Sie öffnete seine E-Mail-App.

Da war es. Eine Quittung von einem exklusiven Lingerie-Boutique. Gestern. Eintausendzweihundertsechzig Dollar. Die Beschreibung war detailliert und explizit: ein durchsichtiger schwarzer Spitzen-Bodysuit mit Schrittlos-Höschen, passendem Strumpfhalter und zarten Riemchen, die leicht zu entfernen waren.

Bella starrte auf den Bildschirm, ihr Magen sank.

Sie scrollte nach unten. Keine Notiz. Keine Nachricht, die sagte, es sei für sie. Nichts. Nur die kalte Bestätigung eines sehr teuren, sehr sexy Kaufs.

Ihre Hände begannen zu zittern. Julian hatte ihr nie solche Lingerie gekauft. Nicht ein einziges Mal. Nicht einmal in den Flitterwochen. Das meiste, was er je getan hatte, war ein einfaches Set aus einem Kaufhaus vor Jahren. Und doch hatte er so viel für etwas so offenkundig Sexuelles ausgegeben.

Sie setzte sich schwer auf die Bettkante, das Handy noch in der Hand. Fragen wirbelten in ihrem Kopf, jede schmerzhafter als die letzte.

Warum würde er so etwas kaufen?

Wann hatte er vor, es ihr zu geben?

Oder… war es nie für sie bestimmt?

*Aber er hat mir nichts gekauft… für wen hat er es dann gekauft?*

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