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Die Last eines Geheimnisses

Author: Alia Writes
last update publish date: 2026-08-22 15:01:38

Lilas Hände hörten nicht auf zu zittern, während sie das Silber in der Küche schrubbte.

Die eingetrockneten Spuren von Marcos Ejakulation klebten noch immer unter dem steifen Stoff ihrer Uniform an ihrer Haut. Jedes Mal, wenn sich die Schürze bewegte, spürte sie es. Jedes Mal, wenn sie sich nach vorn beugte, überflutete sie die Erinnerung an seinen Mund zwischen ihren Beinen und den heißen Schauer, als er ihren Po bemalte, so lebhaft, dass ihre Knie fast einknickten.

Sie hielt den Kopf gesenkt. Schrubbte noch fester. Das rhythmische Kratzen des Tuchs auf dem Silber war das einzige Geräusch, das sie davor bewahrte, zusammenzubrechen.

Frau Elenas scharfe Stimme durchbrach die Stille. „Du bist heute Morgen langsamer als sonst.“

Lila blickte nicht auf. „Mir geht es gut.“

„Sie sehen nicht gut aus.“ Die ältere Frau trat näher, die Augen zusammengekniffen. „Ihre Wangen sind gerötet. Ihre Hände zittern. Falls Sie krank werden, muss ich das wissen, bevor Sie das ganze Haus anstecken.“

„Ich bin nicht krank.“ Lila presste die Worte mit belegter Stimme hervor. „Ich habe nur… nicht gut geschlafen.“

Frau Elena musterte sie einen Moment lang, dann nickte sie kurz und unzufrieden. „Das Arbeitszimmer des Dons muss vor Mittag auf Hochglanz poliert werden. Alles. Der Schreibtisch, die Regale, die Glasflächen. Keine Fingerabdrücke. Kein Staub. Er hat um eins einen Anruf.“

Lila spürte einen Stich im Magen. Das Arbeitszimmer. Derselbe Raum, in dem er sie zum ersten Mal in die Enge getrieben hatte. Wo seine Finger unter ihren Rock gefahren waren und sie bereits durchnässt vorgefunden hatten.

Sie nickte einmal und ging, bevor Mrs. Elena die Hitze in ihrem Nacken bemerken konnte.

Der Flur zum Privatflügel kam ihr länger vor als sonst. Ihre Schuhe mit den weichen Sohlen waren auf dem dicken Teppichboden fast geräuschlos. Unten hörte sie Stimmen in der Ferne – Nicos tiefes Brummen, die schärfere Stimme eines anderen Mannes –, doch in den oberen Stockwerken herrschte Stille.

Die Tür zu Marcos Arbeitszimmer stand halb offen.

Sie zögerte auf der Schwelle, ihr Herz hämmerte ihr gegen die Rippen. Sein Duft umfing sie als Erstes – Leder, dunkle Gewürze und dieser leichte metallische Beigeschmack, der ihm nach einer langen Nacht immer anzuhaften schien. Sie trat ein und schloss die Tür leise hinter sich.

Das Zimmer sah genauso aus, wie sie es in Erinnerung hatte. Schwere Vorhänge waren halb zugezogen und warfen Licht aus dem Morgenlicht. Der massive Eichenschreibtisch dominierte den Raum. Eine Kristallkaraffe mit bernsteinfarbener Flüssigkeit glitzerte in der Sonne. Einer der Überwachungsmonitore an der Seitenwand lief noch und zeigte stummgeschaltete Aufnahmen des Anwesens.

Lila legte ihre Poliertücher beiseite und begann mit den Regalen, vorsichtig und bedächtig. Sie weigerte sich, den Schreibtisch anzusehen. Sie weigerte sich, sich daran zu erinnern, wie es sich angefühlt hatte, an ihn gedrückt zu sein, seine Stimme in ihrem Ohr, seine Finger, die durch ihre Feuchtigkeit glitten.

Sie kniete gerade und wischte die unteren Schranktüren ab, als sich die Tür hinter ihr öffnete.

Sie brauchte sich nicht umzudrehen. Die Luft hatte sich verändert. Die stille Schwere seiner Anwesenheit erfüllte den Raum wie ein zweiter Pulsschlag.

„Du bist zu früh“, sagte Marco.

Seine Stimme war leise, fast beiläufig, aber sie strahlte eine Ruhe aus, die ihr eine Gänsehaut bescherte.

Lila richtete ihren Blick auf das Holz. „Frau Elena sagte, das Arbeitszimmer müsse vor Ihrem Anruf fertiggestellt sein.“

Schritte hallten über den Teppich. Langsam. Bedächtig. Er blieb direkt hinter ihr stehen. Sie spürte seine Wärme, den leichten Seifenduft seiner Morgendusche, vermischt mit den dunkleren Noten, die ganz und gar von ihm stammten.

"Aufstehen."

Sie stand auf, den Stoff noch immer fest in der Hand. Als sie sich umdrehte, war er näher als erwartet. Schwarzes Hemd, die Ärmel bis zu den Unterarmen hochgekrempelt, die obersten beiden Knöpfe offen. Seine grünen Augen wanderten über ihr Gesicht, dann tiefer, und verweilten auf dem Muster, wie sich die Uniform bei jedem Atemzug über ihre Brust spannte.

„Du hast es behalten“, sagte er leise.

Es war keine Frage.

Lilas Stimme funktionierte. „Ja.“

Marcos Blick fiel auf die Vorderseite ihrer Schürze, als könnte er durch den Stoff hindurch die getrockneten Spuren sehen, die er auf ihrer Haut hinterlassen hatte. Ein dunkler, besitzergreifender Ausdruck huschte über sein Gesicht. Er streckte die Hand aus und strich mit einer Fingerspitze über den Rand der Schürze, knapp über dem Band, das sie an ihrer Taille befestigte.

"Gut."

Das Wort war sanft. Fast zärtlich. Es verursachte ihr ein flaues Gefühl im Magen.

Er ging an ihr vorbei und setzte sich mit gespreizten Beinen und den Händen an den Seiten auf die Tischkante. „Komm her.“

Lila ging mit wackeligen Beinen auf ihn zu. Als sie nah genug war, hakte er zwei Finger in den Bund ihrer Schürze und zog sie zwischen seine Schenkel. Die Berührung war sofort spürbar – sein hartes, dickes Glied drückte sich durch die Kleidung gegen ihren Unterbauch.

Er küsste sie nicht. Er sah sie nur an, die Augen halb geschlossen, der Daumen strich langsam in Kreisen über den Stoff, der ihre Hüfte bedeckte.

„Ich hatte heute Morgen ein Meeting“, sagte er mit rauer Stimme. „Drei Männer, die mir seit Jahren treu sind. Ich habe kaum ein Wort verstanden. Ich konnte nur daran denken, wie du letzte Nacht aussahst, mit meinem Sperma auf deinen Brüsten und dieser Schürze, die kaum etwas verdeckte.“

Lila stockte der Atem. Hitze überflutete ihre Wangen, ihre Brust, den Raum zwischen ihren Beinen.

Marcos Hand glitt höher und umfasste ihre Brust durch die Uniform hindurch. Sein Daumen fand ihre Brustwarze und rollte sie langsam und bedächtig. „Du bist darunter immer noch gezeichnet, nicht wahr?“

Sie nickte, unfähig zu sprechen.

"Zeig mir."

Ihre Hände zitterten, als sie nach hinten griff und die Schürze löste. Der weiße Stoff fiel zu Boden. Sie zog ihr Kleid so weit herunter, dass die oberen Rundungen ihrer Brüste sichtbar wurden. Zarte, getrocknete Streifen klebten noch an ihrer Haut.

Marcos Pupillen weiteten sich. Ein leises Geräusch entfuhr seiner Kehle – halb Stöhnen, halb Fluch. Er beugte sich vor und fuhr langsam und gründlich mit der Zunge über eine der Stellen, um die Spuren seiner Anwesenheit an ihr zu schmecken. Lilas Hände flogen zu seinen Schultern, ihre Finger gruben sich in sein Fleisch, als ein heftiger Schmerz der Begierde zwischen ihre Beine schoss.

„Verdammt“, murmelte er gegen ihre Haut. „Du schmeckst wie ich.“

Er saugte fester, seine Zähne streiften die Stelle, dann besänftigte er die Stelle mit einem weiteren langen Zungenstrich. Seine andere Hand schob ihr Kleid höher, bis die kühle Luft des Zimmers ihre nackten Oberschenkel küsste. Finger fanden den Rand ihres bereits feuchten Höschens und strichen über den durchnässten Stoff.

„Bei mir ist es immer so nass“, sagte er fast zu sich selbst. „Selbst wenn man versucht, leise, vorsichtig und brav zu sein.“

Lilas Stimme klang rau. „Ich bin darin nicht gut. Im Geheimnissebewahren. In… nichts davon.“

Marco hob den Kopf. Seine Augen suchten ihre. Einen Moment lang wandelte sich der Hunger in seinen Augen zu etwas Schwererem, etwas, das ihr Herz schmerzte.

„Ich weiß“, sagte er. „Genau das macht es so gefährlich.“

Er zog sie näher an sich heran, bis sie rittlings auf einem seiner Oberschenkel saß, dessen harter Muskel sich direkt gegen ihren Schoß presste. Die Reibung war sofort spürbar und überwältigend. Lilas Hüften zuckten einmal, bevor sie es verhindern konnte.

Marcos Hände ruhten auf ihrer Taille und führten sie. „Reite ihn“, befahl er leise. „Langsam. Ich will spüren, wie feucht du allein davon wirst.“

Sie bewegte sich. Zuerst kleine, vorsichtige Hüftbewegungen, dann tiefere, als der Druck auf ihre Klitoris zunahm. Der Stoff ihres Höschens war innerhalb von Sekunden durchnässt. Marco beobachtete ihr Gesicht die ganze Zeit, die Augen dunkel, der Kiefer angespannt. Jedes leise Geräusch, das sie von sich gab, schien ihm ein weiteres, tiefes Stöhnen zu entlocken.

„Das war’s“, murmelte er. „Nimm, was du brauchst.“

Der Orgasmus steigerte sich schnell – zu schnell. Lilas Hände krallten sich in sein Hemd, ihre Stirn sank auf seine Schulter, während die Lust immer stärker wurde. Marcos Mund fand ihren Hals, offen und heiß, seine Zähne streiften ihn leicht.

„Komm zu mir“, flüsterte er gegen ihre Haut. „Genau hier. Auf meinem Oberschenkel. Wo jeder hereinkommen kann.“

Die Worte brachten sie völlig aus dem Gleichgewicht. Sie kam heftig, ihre Schenkel zitterten, ein ersticktes Stöhnen drang an seinem Kragen hervor. Marco hielt sie dabei fest, eine Hand streichelte ihren Rücken in langen, fast beruhigenden Bewegungen, während die andere fest auf ihrer Hüfte ruhte und sie an sich presste.

Als das letzte Beben nachließ, ließ er sie nicht von sich weichen. Er hielt sie fest, sein Atem streifte ihr Haar, sein hartes Glied pulsierte noch immer zwischen ihnen.

„Ich habe in zwanzig Minuten einen Anruf“, sagte er schließlich mit rauer Stimme. „Sie setzen sich mir gegenüber auf den Stuhl, während ich telefoniere. Sie lassen die Hände im Schoß und die Beine geschlossen und tun so, als wäre nichts geschehen. Und wenn ich fertig bin, beugen Sie sich über den Schreibtisch und lassen mich das Gespräch beenden.“

Lila hob den Kopf. Ihre Gesichter waren so nah beieinander, dass sie die schwache Narbe erkennen konnte, die sich über seine linke Augenbraue zog, und wie sein Puls noch immer am Halsansatz pochte.

„Und wenn ich Nein sage?“, fragte sie leiser, als sie eigentlich wollte.

Marcos Hand hob sich und umfasste ihre Wange. Sein Daumen streifte ihren Mundwinkel.

„Das wirst du nicht“, sagte er schlicht. „Denn du bist genauso weit weg wie ich.“

Dann küsste er sie – langsam, tief und innig. Nicht mehr dieser fordernde Kuss vom Vorabend. Etwas Schwereres. Etwas, das sich wie ein Versprechen und eine Warnung zugleich anfühlte.

Als er sich schließlich zurückzog, fühlten sich Lilas Lippen geschwollen an. Ihr ganzer Körper fühlte sich zu angespannt, zu empfindlich, zu lebendig an.

Marco half ihr vorsichtig, ihr Kleid zurechtzurücken. Er band die Schürze selbst wieder fest, wobei seine Finger einen Augenblick länger als nötig am Knoten verweilten.

„Geh und räume die Regale fertig“, sagte er. „Ich bleibe hier.“

Sie bewegte sich auf unsicheren Beinen. Sein Duft hing an ihrer Haut. Der Geschmack seines Mundes lag ihr noch immer auf der Zunge. Und jedes Mal, wenn sie zum Schreibtisch blickte, sah sie, dass seine Augen bereits auf ihr ruhten – dunkel, geduldig und vollkommen sicher.

Außerhalb des Arbeitszimmers herrschte im Herrenhaus weiterhin sein ruhiger, bedächtiger Rhythmus. Angestellte gingen durch die Flure. Unten klingelten Telefone. Die Welt drehte sich weiter, als wäre nichts geschehen.

Doch Lila spürte noch immer den Druck seines Oberschenkels zwischen ihren Beinen. Sie hörte noch immer den rauen Unterton in seiner Stimme, als er ihr sagte, sie sei genauso verloren wie er.

Und das Erschreckendste daran war nicht, dass er Recht hatte.

Es lag daran, wie sehr sie sich wünschte, dass er es wäre.

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