MasukAdrian sollte nicht sein leiblicher Sohn sein?Unmöglich!„Felix, all das, was du in dieser Familie gelernt und bekommen hast, nutzt du am Ende gegen mich!“Thomas steigerte sich immer weiter in seine Wut hinein. Ein stechender Schmerz zog durch seine Brust, und sein Gesicht verlor sichtbar an Farbe. Trotzdem glaubte er Felix kein einziges Wort.Felix richtete sich langsam auf.Groß und aufrecht stand er vor ihm, ruhig, elegant und mit einer Selbstverständlichkeit, die Thomas plötzlich verunsicherte.Denn Felix sah Herrn Stein tatsächlich sehr ähnlich.Wenn man genauer hinsah, erinnerte er beinahe an eine jüngere Version seines Großvaters.Thomas’ Gedanken gerieten ins Wanken.Nein!Das konnte nicht sein!Er weigerte sich, diesen Gedanken überhaupt weiterzuverfolgen.„Meine Mutter war bereits schwanger, als sie dich geheiratet hat. Deshalb hast du all die Jahre geglaubt, dass ich nicht dein Sohn bin.“Ein kühles Lächeln lag auf Felix’ Lippen. In seinem Blick stand längst die Gewissheit
„Gut. Sehr gut!“Thomas zeigte auf Felix, doch vor Wut brachte er kaum noch einen vollständigen Satz heraus.Zur selben Zeit gingen bei mehreren Gesellschaftern die Handys los. Neue Eilmeldungen erschienen auf den Bildschirmen.Kaum hatten sie gelesen, was passiert war, änderte sich die Stimmung im Raum schlagartig.Mehrere von ihnen sahen Felix mit unverhohlener Anerkennung an.Er hatte die Krise praktisch im Alleingang abgefangen und den Markt innerhalb kürzester Zeit stabilisiert. Nach so einer Demonstration von Kontrolle und Weitsicht dachte kaum noch jemand daran, sich offen gegen ihn zu stellen.Adrian starrte auf sein Handy. Sein Gesicht verlor jede Farbe, dann machte er mehrere Schritte rückwärts.Vorbei.Alles war vorbei.Thomas dagegen verlor endgültig die Beherrschung.„Felix! Ich ... ich bereue inzwischen, dass ich dich damals überhaupt am Leben gelassen habe!“Seine Augen waren gerötet, sein Gesicht vor Wut verzerrt.„Thomas!“Herr Stein war außer sich vor Wut und fuhr Tho
Alle im Raum drehten sich zur Tür. Auf die erste Fassungslosigkeit folgte bei vielen sofort sichtbare Erleichterung.Felix!Er lebte!Thomas erstarrte. Selbst seine Lippen begannen zu zittern.„Du ... du lebst?“Felix ging direkt zu Elena. Kaum sah er sie an, verschwand die Kälte aus seinem Blick.„Du hast genug getan. Den Rest übernehme ich.“Elena verstand sofort. Wenn Felix jetzt persönlich auftauchte, hatte er draußen offenbar bereits alles geregelt.Sie lächelte ihn an.„Gut. Dann bist du dran.“Anschließend half sie Herrn Stein zu einem Platz an der Seite.Der alte Mann setzte sich und sah Felix ernst an.„Was immer du heute tun musst, tu es. Du bist der Erbe der Familie Stein und führst diese Gruppe. Ich stehe hinter dir.“„Das werde ich, Opa.“Dann wandte er sich wieder um.Sein Blick glitt scharf über Adrian und blieb schließlich auf Thomas liegen.Adrian zuckte sichtbar zusammen. In diesem Moment brach für ihn alles zusammen, worauf er in den letzten Tagen gehofft hatte.Thom
Herr Steins Blick verlor jede Härte. Enttäuschung und tiefer Schmerz lagen offen in seinen Augen.Elena sah Thomas ruhig an.„Auch wenn die Anteile bei mir liegen, bleibt die Stein-Gruppe ein Unternehmen der Familie Stein.“„Aber du handelst schon lange nicht mehr im Interesse dieser Familie. Eigentlich hast du dich längst selbst von ihr entfernt, oder?“„Halt den Mund! Hier hast du nichts zu sagen!“Thomas’ Gesicht verzerrte sich vor Wut. Am liebsten hätte er Elena selbst zum Schweigen gebracht.Dass alles bis hierher gekommen war, schrieb er zu einem großen Teil ihr zu!„Du gibst die Anteile besser freiwillig zurück. Sonst wirst du noch sehen, was passiert!“Seine Drohung beeindruckte Elena nicht im Geringsten.Ein spöttisches Lächeln erschien auf ihren Lippen.„Und was willst du mir noch antun? Schau dich doch erst einmal selbst an.“Thomas blieb die Antwort im Hals stecken.Er biss die Zähne so fest zusammen, dass sich sein Gesicht verspannte.Elena hatte recht.Wenn er die Kontrol
Herr Steins Worte ließen den ganzen Raum erstarren. Mehrere Anwesende sahen ihn fassungslos an.„Papa, weißt du überhaupt, was du da tust?“, rief Thomas außer sich. Vor Wut war sein Gesicht hochrot.Adrian traf die Entscheidung noch härter.„Opa, ich bin dein Enkel. Dein eigener Enkel! Und trotzdem gibst du deine Anteile einer Außenstehenden und verhinderst mit aller Macht, dass ich CEO werde. Warum?“Doch egal, was die beiden sagten, Herr Stein blieb ungerührt. Sein Blick war kühl und entschlossen.Er wandte sich an die Gesellschafter und die Mitglieder der Unternehmensführung.„Ab heute hält Elena den größten Anteil an der Stein-Gruppe. Bis auf Weiteres übernimmt sie die Verantwortung für die wichtigsten Entscheidungen im Konzern.“Elena trat ruhig vor die Anwesenden. Trotz all der überraschten Blicke blieb sie souverän.„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“Adrian saß da wie erstarrt. Für ihn brach in diesem Augenblick alles zusammen.Auch die anderen wussten kaum, wie sie reagie
Thomas hatte seinen Vater schon lange nicht mehr gesehen.Dass er inzwischen im Rollstuhl saß, war ein Grund dafür. Vor allem aber wusste er genau, dass Herr Stein immer auf Felix’ Seite gestanden hatte, und hatte sich deshalb kaum noch bei ihm blicken lassen.„Die Stein-Gruppe gehört ursprünglich mir. Felix ist tot, der Konzern steckt in einer Krise, und ich übernehme wieder die Führung. Was soll daran falsch sein?“Thomas sprach mit einer Selbstverständlichkeit, die Herr Stein nur noch wütender machte.Seine Brust hob und senkte sich schwer.„Thomas! Du hast doch nur darauf gewartet, dass Felix endlich weg ist, damit du genau das hier durchziehen kannst!“Herr Stein zeigte mit zitternder Hand auf ihn.Thomas wirkte kein bisschen ertappt.„Wenn du Felix all die Jahre nicht so bevorzugt hättest, würde Adrian den Konzern heute längst führen.“„Und Elena? Sie hat unsere Familie auseinandergebracht, und trotzdem willst du ausgerechnet sie weiterhin als Teil der Familie akzeptieren.“Thoma
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du







