ANMELDENSebastian hatte allerdings keinerlei Interesse daran, sich in ihre privaten Angelegenheiten einzumischen. Er lächelte nur leicht.„Schon gut. Ich lasse euch beide allein. Wenn etwas ist, ruft mich einfach.“Nachdem Sebastian gegangen war, wandte Felix den Blick wieder Elena zu und musterte sie aufmerksam.„Jetzt erzählst du mir aber in Ruhe, was passiert ist.“Elena lächelte ihn auf ihre gewohnt lebhafte Art an.„Ja, ja. Ich erzähle dir schon alles.“Dann berichtete sie ihm ohne etwas auszulassen, was an diesem Tag passiert war. Sie erzählte auch, dass sie ihre Sicherheitsleute im Café nur zum Schein weggeschickt hatte. Gleich danach hatte sie ihnen heimlich geschrieben, dass sie am Hinterausgang warten und ihr unauffällig folgen sollten.Die Männer hatten ihre Anweisungen sofort umgesetzt. Als Elena mit Adrian in der Wohnung gewesen war, standen sie bereits draußen vor der Tür. Selbst die verriegelte Tür stellte kein ernsthaftes Hindernis dar. Im Notfall konnten sie jederzeit eingreif
Adrians Stimme wurde immer undeutlicher. Schließlich verdrehte er die Augen und verlor das Bewusstsein.Das Blut war ihm inzwischen bis zum Hals hinuntergelaufen und bot einen erschreckenden Anblick.Elena hatte trotzdem noch drei Worte verstanden.Vor zehn Jahren.Was war vor zehn Jahren passiert?Im Moment blieb keine Zeit, darüber nachzudenken. Sie wies die Sicherheitsleute an, Adrian sofort ins Krankenhaus zu bringen.Philipp war zwar nicht mit nach oben gekommen, hatte aber die ganze Zeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewartet. Die Gegend bestand überwiegend aus älteren Geschäftsgebäuden und kleinen Läden mit Vordächern und zurückgesetzten Eingängen. Wer unauffällig warten wollte, fand dort leicht einen Platz.Elena bemerkte Philipp deshalb nicht und fuhr mit Adrian davon.Als er sah, wie Adrian mit blutendem Kopf in den Wagen gebracht wurde, wurde Philipp schlagartig blass.Sobald die Autos außer Sicht waren, zog er sein Handy hervor.„Wir haben ein Problem. Adrian ist
Elena zweifelte nicht daran, dass Adrian die Wahrheit sagte.Jens hatte in den vergangenen Tagen bereits nach ihm suchen lassen und genau diese Dinge bestätigt.Thomas und Fiona hatten Adrian früher jeden Wunsch erfüllt. Er war mit allen Privilegien der Familie Stein aufgewachsen und hatte sich nie um Geld, Status oder Zukunft sorgen müssen.Erst seine ständigen Provokationen gegen Felix und seine Versuche, sich in die Konzernführung zu drängen, hatten dieses bequeme Leben zerstört.Doch inzwischen war davon nichts mehr übrig.Adrian hatte jahrelang von allem profitiert, was ihm die Familie Stein bot. Jetzt war davon kaum noch etwas übrig, und Thomas wollte ihn offenbar vollständig aus seinem Leben streichen.Für Elena war das nur ein weiterer Beweis dafür, wie erbarmungslos Thomas sein konnte. Dass er damals auch gegen Felix so weit gegangen war, überraschte sie inzwischen kaum noch.„Elena, bitte hilf mir. Seit Tagen sind Leute hinter mir her. Ich wusste nicht mehr, was ich tun soll,
„Sie sagten, Sie wissen, wo Adrian ist. Stimmt das?“Elena ließ ihren Blick unauffällig in die Richtung wandern, in die Philipp zuvor mehrfach gesehen hatte, und sah ihn dann wieder direkt an.Dass sie mit mehreren Sicherheitsleuten gekommen war, gefiel ihm offensichtlich nicht.„Sie bringen gleich eine ganze Eskorte mit. Haben Sie Angst, ich könnte Ihnen etwas tun? Wenn Sie mir so wenig vertrauen, warum sind Sie überhaupt gekommen?“Elena ließ sich von seinem Ton nicht beeindrucken. Im Gegenteil, sie war inzwischen eher neugierig darauf, was er vorhatte.Sie zog den Stuhl ihm gegenüber zurück und setzte sich.„Sie wollten nie etwas dafür, dass Sie mich damals gerettet haben. Umso mehr überrascht es mich, dass Sie mich ausgerechnet wegen Adrian treffen wollen.“Elena hob leicht die Brauen. Ihr Blick blieb kühl und aufmerksam.„Also, wo ist er?“Philipp sah zu den Sicherheitsleuten hinüber.„Er will nicht, dass jemand weiß, wo er sich aufhält. Im Moment vertraut er nur Ihnen. Schicken S
„Thomas und Fiona haben längst die Konsequenzen für ihre Taten getragen. Und um Adrian kümmere ich mich ebenfalls. Seine Stellung in der Familie wird bald geklärt sein.“Felix lächelte leicht und war nun sogar derjenige, der Elena beruhigte.Sie spürte, dass die Anspannung langsam von ihm abfiel, und auch ihr eigenes Herz wurde etwas leichter. Ganz beruhigt war sie trotzdem noch nicht.„Und wenn Opa von Adrian erfährt ...“Elena brach ab. Felix wusste auch so, was sie meinte.„Mach dir darum keine Sorgen. Ich habe ihm heute Nachmittag bereits alles erzählt. Er war natürlich wütend, aber körperlich hat er es gut verkraftet.“Elenas Augen wurden groß.„Opa weiß schon Bescheid?“Also war sie tatsächlich die Letzte gewesen.Sie verzog das Gesicht und boxte Felix leicht gegen die Brust. Der Schlag war so schwach, dass er ihn kaum spürte.„Und wenn ich heute nicht gefragt hätte, wie lange wolltest du es noch vor mir geheim halten?“Felix ließ sie gewähren und sah sie einfach an. Seine dunkle
Felix’ Blick veränderte sich schlagartig. Für einen Moment sah er Elena einfach nur an.So etwas hatte noch nie jemand zu ihm gesagt.Er nahm zuerst an, dass Marius ihr von diesem Tag erzählt hatte. Dann hob er beide Hände, hielt ihr Gesicht vorsichtig fest und wischte mit den Daumen die Tränen von ihren Wangen.Anschließend beugte er sich hinunter und küsste sie sanft auf die geschlossenen Augen.Der Kuss war so vorsichtig und zärtlich, dass Elena das Herz noch mehr wehtat.„Elena, meinst du das wirklich?“Felix’ Stimme war leise. Als er sie ansah, lag so viel Gefühl in seinen dunklen Augen, dass sie sofort wieder die Arme um ihn legte.„Ja. Ganz ernst.“Sie hielt ihn noch fester.„Egal, was du früher erlebt hast, ab jetzt musst du da nicht mehr allein durch. Ich bleibe bei dir.“Elena nickte entschlossen.„Und ich bleibe auch in Zukunft an deiner Seite. Solange du mich willst.“Die Anspannung in Felix löste sich.„Dann bleibst du auch. Vergiss nicht, was du mir heute versprochen hast
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina







