MasukDoch niemand bemerkte, was mit Jana geschah. Am Ende konnte sie nur hilflos spüren, wie ihr Leben langsam aus ihr wich und ihr Körper immer mehr Blut verlor.Beim Anblick der Fotos wurde Elena schlagartig übel. Ein süßlich-metallischer Geschmack stieg ihr in den Mund. Sie schaffte es nicht mehr bis zur Toilette und beugte sich über den Mülleimer.Ihr Körper würgte immer wieder, doch es kam nichts.Stefan beobachtete sie schweigend. Dann stand er auf, klopfte ihr leicht auf den Rücken und reichte ihr ein Taschentuch.„Hast du Angst oder ekelst du dich?“Er ließ nicht locker und zog das Gespräch absichtlich wieder auf die Sache zurück.Elena ignorierte ihn.Sie griff nach dem Wasserglas vor sich und trank einige Schlucke. Erst danach ließ das brennende Säuregefühl in ihrer Brust langsam nach.Als sie den Kopf drehte, bemerkte sie, wie nah Stefan inzwischen bei ihr stand.Elena erhob sich sofort und ging einen Schritt auf Abstand.„Stefan, hör auf, um den heißen Brei herumzureden. Sag ein
Theodors Worte trafen genau den Punkt und rissen Felix aus seinen Zweifeln.„Natürlich nicht.“Felix’ Blick wurde dunkel und nachdenklich.Trotzdem ließ ihn eine Sache nicht los. Warum hatte Elena damals gesagt, sie hasse Menschen, die eine Lebensrettung als Druckmittel benutzten?Hatte Adrian sich ihre Dankbarkeit zunutze gemacht und sie damit unter Druck gesetzt, mit ihm zusammen zu sein?Doch das passte nicht zu dem, woran Felix sich erinnerte.Damals war Elena Adrian ständig fröhlich hinterhergelaufen und hatte am liebsten jede freie Minute mit ihm verbracht. Gerade deshalb ließ Felix die Sache nicht los.„Na also. Dann los. Fahr zurück und sag Elena endlich die Wahrheit.“Theodor scheuchte ihn regelrecht hinaus und war schon halb aufgestanden. Am liebsten hätte er Felix persönlich aus dem Salon gezogen.Auf Sebastians sonst so ruhigem Gesicht erschien ausnahmsweise ein leichtes Lächeln.„Jetzt dräng ihn nicht so. Elena ist gerade noch bei Mara.“Bei Maras Namen wurde Theodor sofor
Elena erzählte Mara von der Vergeltung an Anja und davon, dass Jana inzwischen tot war.Mara sah sie fassungslos an.„Jana ist tot? Nach allem, was sie getan hat, kommt sie damit ja fast noch zu leicht davon.“„Laut Polizei hat sie sich das Leben genommen. Sie wurde noch ins Krankenhaus gebracht, aber die Ärzte konnten sie nicht mehr retten.“Mara runzelte die Stirn.„Hat sie der Polizei noch gesagt, warum sie dich töten wollte? Hat jemand sie dazu angestiftet oder steckte etwas anderes dahinter?“Sie wirkte vollkommen ahnungslos.Elena sah sie überrascht an.Sebastian hatte ihr tatsächlich nichts erzählt?Dabei kannte Elena Mara gut genug. Wenn Mara erfuhr, was Sebastian alles für sie getan hatte, würde sie das garantiert nicht kaltlassen. Bestimmt wäre sie ihm dankbar, vielleicht sogar gerührt.Warum Sebastian schwieg, verstand Elena nicht. Trotzdem erzählte sie Mara die ganze Wahrheit.Wie erwartet starrte Mara sie ungläubig an.„Das hat wirklich Sebastian getan? Du machst doch kein
Felix’ eben noch ausdruckslose Miene veränderte sich schlagartig. Seine Augen weiteten sich.„Was weißt du noch? Sag alles.“Philipp hielt sich den schmerzenden Bauch und richtete sich langsam auf. Er leckte sich das Blut vom Mundwinkel und sah mit einem kalten Lächeln zu Felix auf.„Du willst es wissen? Gut. Dann lass mich gehen.“„Sobald ich hier raus bin, erzähle ich dir alles. Kein einziges Detail lasse ich aus. Und glaub mir, diese Information dürfte dir einiges wert sein.“Felix’ Gesicht wurde hart. Sein Blick war messerscharf.„Bei mir hast du nichts zu verhandeln.“Seine Stimme war eisig.„Entweder du redest jetzt und sagst mir die Wahrheit, oder du verlässt diesen Ort nie wieder.“Philipps Gesicht veränderte sich schlagartig.Er wusste, dass er Felix nicht unter Druck setzen konnte. Also blieb ihm nur noch eine Möglichkeit.Er musste darauf hoffen, dass Felix ihn laufen ließ, sobald klar wurde, dass er selbst Elena nichts angetan hatte.„Vor zehn Jahren ist Elena ins Wasser ge
Kurz darauf war aus der Wohnung ein Geräusch zu hören.Die Männer vor der Tür hörten es deutlich.Felix’ Blick wurde schlagartig scharf.„Tür aufbrechen.“Seine Leute reagierten sofort. Die alte Tür hielt kaum zwei Schlägen stand, dann sprang sie auf.Mehrere Männer stürmten hinein. Erst danach betrat Felix die Wohnung.Als sie das Schlafzimmer erreichten, versuchte Philipp gerade, aus dem Fenster zu klettern. Einer der Männer bemerkte es rechtzeitig, packte ihn und zerrte ihn zurück ins Zimmer.Felix blieb im heruntergekommenen Wohnzimmer stehen. Seine elegante, souveräne Erscheinung wirkte in der abgenutzten Umgebung beinahe fehl am Platz.Kurz darauf wurde Philipp am Kragen herausgezerrt und vor ihm auf den Boden geworfen.„Herr Stein, der Kerl wollte gerade durchs Fenster abhauen.“Der Mann schüttelte kurz seine Hand aus und warf Philipp einen verächtlichen Blick zu.Philipp war groß und durch regelmäßiges Training sichtbar kräftig. Gegen diese Männer hatte er trotzdem keine Chance
Sebastian hob den Blick zu ihr. In seinen ruhigen Augen lag etwas Verhaltenes.„Was du jetzt brauchst, ist Ruhe. Und wenn ich hier bin, kannst du dich besser erholen.“Mara verstand nicht, worauf er hinauswollte, und sah ihn irritiert an.„Wenn du gehst, kann ich mich doch erst recht ausruhen.“Sebastian ignorierte den Einwand.„Ich bleibe die nächste Woche hier. Dann kann ich mich um dich kümmern.“Mara glaubte, sich verhört zu haben.„Bitte was?“Sebastian legte ihr eine kleine Rindfleischfrikadelle auf den Teller. Ein Lächeln spielte um seine Lippen und spiegelte sich auch in seinen Augen.„Du musst mich nicht so gerührt ansehen. Sei die nächsten Tage einfach brav und hör auf mich.“„Was?“Gerührt?Seit wann war sie bitte gerührt?Mara wollte etwas erwidern, doch Sebastian ließ ihr gar keine Gelegenheit dazu. Er aß den letzten Bissen auf und stand auf.„Ich bin fertig. Iss in Ruhe weiter. Ich muss jetzt ins Krankenhaus und komme später wieder.“Sebastian ging um die Kücheninsel heru
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit







