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KAPITEL 3

مؤلف: DEBBY KEN
last update تاريخ النشر: 2026-07-23 00:40:45

KAPITEL DREI: RENNE UM DEIN VERDAMMtes LEBEN!

XYRAS PERSPEKTIVE

Meine Beine brannten bei jedem Schritt. Ich hatte mir beim Sprung den Knöchel verstaucht, und er pochte wie Feuer, aber ich zwang mich weiter durch die Bäume. Kalte Luft schnitt in meine Lungen. Das Gift, das Zeth mir gegeben hatte, kreiste noch immer durch mein Blut. Es ließ meine Sicht an den Rändern verschwimmen und meinen Magen sich so stark verkrampfen, dass Galle meine Kehle hochstieg. Hinter mir heulten Hunde und Männer riefen meinen Namen. Sie klangen nah. Viel zu nah. Ich stolperte über eine Wurzel und fing mich an einem Baumstamm ab. Mein Atem kam in abgehackten Stößen. Ich durfte nicht stehen bleiben. Wenn ich stehen blieb, würden sie mich fangen.

Das Gefährtenband, das Zeth besiegelt und dann zerrissen hatte, riss bei jedem Herzschlag in meiner Brust. Es fühlte sich an wie Klauen, die sich in meine Eingeweide bohrten. Ich hatte ihm alles gegeben, was ich konnte, und er hatte es benutzt, um sich das zu holen, was meine Eltern hinterlassen hatten. Nun bestrafte mich das Band für seine Lügen. Der Schmerz flammte scharf und tief auf. Ich presste eine Hand auf meine Rippen, während ich rannte, und biss einen Schrei zurück.

Schwach. Nutzlos. Seine Worte verfolgten mich wie die Hunde. Ich hasste, wie sehr sie immer noch wehtaten. Ich hasste, dass ein Teil von mir sich immer noch umdrehen und ihn anflehen wollte, alles zurückzunehmen.

Ein Ast knackte irgendwo links von mir. Stimmen drangen durch die Dunkelheit. „Sie ist hier lang gegangen. Die Blutspur ist frisch“, hörte ich einen von Zeths Männern sagen. Ich duckte mich tief und zwang meinen Körper, schneller zu laufen. Meine nackten Füße hinterließen Abdrücke im Dreck, und ich konnte nichts tun, um sie zu verstecken. Das Gift verlangsamte mich. Meine Muskeln fühlten sich schwer und träge an. Eine weitere Welle des Schwindels traf mich, und ich wäre fast gestürzt. Ich griff nach einem tiefen Ast und hielt mich fest, bis sich die Welt wieder beruhigte.

Renn. Einfach rennen. Ich ermutigte mich selbst, auch wenn ich mich dabei dumm fühlte. Aber was sollte ich sonst tun? Diese Männer waren nur Sekunden hinter mir.

Das zerbrochene Band flammte erneut auf. Es schickte eine frische Welle aus Qual durch meine Rippen und in meine Kehle. Ich schmeckte Blut. Meine Wölfin winselte in mir, hatte aber keine Kraft mehr, um zurückzukämpfen. Tränen vermischten sich mit Schweiß auf meinem Gesicht. Ich wischte sie mit einer zitternden Hand weg und lief weiter. Der Wald schien endlos. Jeder Schatten sah aus wie ein Wächter, der nur darauf wartete, mich zu packen. Jedes Geräusch ließ mein Herz springen. Ich konnte ihre Hände fast schon auf meinen Schultern spüren.

Mein Knöchel gab für einen Moment nach, sodass ich hart auf ein Knie fiel. Der Schmerz schoss mein Bein hinauf, und ich musste mir auf die Lippe beißen, um nicht zu schreien. Die Hunde klangen jetzt lauter und näher. Ich hörte ihre Pfoten auf dem Boden trommeln. Ich stemmte mich hoch und humpelte weiter. Mein Kleid riss an Dornen. Der Stoff verfing sich und zerriss. Es war mir egal. Kleidung spielte keine Rolle. Nur Distanz zählte. Jeder humpelnde Schritt brachte mich weiter weg von Zeth und seinen Männern. Weiter weg von dem Mann, der mir in die Augen gesehen und unser gemeinsames Leben als Betrug bezeichnet hatte.

Ein weiterer Schrei ertönte hinter mir. „Da ist sie. Lasst sie nicht die Grenze erreichen!“ Sie wussten, wohin ich wollte. Die Grenzlinie zum rivalisierenden Territorium lag irgendwo vor mir. Wenn ich sie überquerte, zögerten sie vielleicht. Vielleicht würde das andere Rudel mich nicht ausliefern. Ich hatte keine Ahnung, was auf der anderen Seite wartete. Ich wusste nur, dass ich nicht zurückkonnte. Zeth würde mich töten, sobald die Papiere unterschrieben waren. Er hatte es klar gesagt. Lose Enden. Ich war jetzt nichts weiter als das für ihn.

Das Gift traf härter. Mein Kopf drehte sich, und mein Magen rebellierte. Ich lehnte mich an einen Baum und übergab mich in den Dreck. Es kam nur Galle hoch und der Geschmack dieses verfluchten Weins. Meine Hände zitterten so stark, dass ich mich kaum wieder aufrichten konnte. Der Schmerz des Bandes zog sich enger zusammen. Es fühlte sich an, als würde mein Herz in zwei Teile reißen. Ich hatte ihn geliebt. Wirklich geliebt. Und jetzt trieb mich diese Liebe ins Grab.

Schritte krachten durch das Unterholz hinter mir. Ich konnte ihren Atem hören. Ich zwang meine Beine, sich wieder zu bewegen. Ein Schritt. Noch einer. Mein Knöchel schrie, doch ich ignorierte es. Die Bäume lichteten sich vor mir, und dann sah ich offenes Gelände. Die Grenze. Das musste sie sein. Neue Entschlossenheit trieb mich an. Ich sammelte alle Kraft, die noch in mir war, auch wenn meine Lungen kurz vor dem Platzen standen. Nur noch ein kleines Stück. Wenn ich es hinüber schaffte, würde ich vielleicht noch eine Stunde leben.

Ein Schrei erhob sich. „Sie ist fast da. Erschießt sie verdammt nochmal, wenn es sein muss!“

Mein Blut gefror, als ein Pfeil an meinem Ohr vorbeizischte, aber ich schaute nicht zurück. Ich rannte direkt auf die offene Fläche zu. Mein Körper bewegte sich jetzt nur noch aus purer Verzweiflung. Das Gift und der Schmerz des gebrochenen Bandes kämpften bei jedem Atemzug gegen mich. Meine Sicht verengte sich zu einem Tunnel. Noch ein Schritt. Noch einer.

Ich überquerte die Grenze ins rivalisierende Territorium, und meine Beine gaben endlich nach. Ich schlug hart auf dem Boden auf. Dreck füllte meinen Mund. Ich versuchte, mich vorwärts zu kriechen, doch meine Arme hielten mich nicht mehr. Erschöpfung und Gift gewannen. Mein Körper weigerte sich, auch nur einen Zentimeter weiter zu bewegen. Ich lag da und rang nach Luft. Das Band brannte immer noch in meiner Brust. Der Schmerz machte es schwer zu denken. Ich hatte die Grenze erreicht, aber ich konnte nicht weiter. Ich konnte nicht einmal den Kopf heben.

Stimmen riefen von hinter der Linie. Sie hatten an der Grenze angehalten. Ich hörte sie streiten. Ein Mann sagte, sie könnten nicht überschreiten, ohne einen Krieg anzufangen. Ein anderer fluchte und meinte, sie sollten warten. Sie würden mich früh genug erwischen. Ich schloss für einen Moment die Augen und versuchte, durch die Qual zu atmen. Rennen. Ich musste rennen. Aber meine Beine und Arme blieben reglos. Nichts funktionierte. Das verzweifelte Bedürfnis zu fliehen krallte in mir, doch ich konnte nur daliegen wie ein zerbrochenes Ding.

Schritte näherten sich von der anderen Seite. Langsam und vorsichtig. Ich zwang meine Augen auf und sah einen Schatten auf mich zukommen. Er war groß und breit. Ich konnte sein Gesicht nicht richtig erkennen. Mein Herz hämmerte schneller. Er beugte sich herunter. Ich wollte schreien und wegkriechen, doch nichts geschah. Mein Körper blieb schlaff auf dem kalten Boden liegen.

Der Mann kniete sich näher heran, dann traf mich sein Duft. Stark und rein. Ich versuchte zu sprechen, doch selbst meine Lippen waren jetzt zu schwach.

Er streckte die Hand aus. Seine Finger schwebten nahe vor meinem Gesicht. Ich sah, wie sie näher kamen. Zentimeter für Zentimeter. Mein Verstand schrie, ich solle rennen, aber mein Körper gehorchte nicht. Das war’s. Sie hatten mich doch noch erwischt. Oder jemand Schlimmeres hatte mich gefunden. Ich konnte nicht kämpfen. Ich konnte nicht einmal einen Finger heben. Der Schmerz des Bandes flammte ein letztes Mal auf, und die Welt begann zu verblassen. Der Mann beugte sich näher. Ich sah dunkle Augen und einen harten Kiefer, bevor alles schwarz wurde.

Ich glitt ins Dunkel mit der Gewissheit, dass es kein Entkommen mehr gab. Zeths Männer warteten auf der einen Seite. Dieser Fremde auf der anderen. So oder so war ich gefangen. Das Gift und das gebrochene Band hatten vollendet, was Zeth begonnen hatte. Ich war so weit gerannt, wie mein Körper es zugelassen hatte. Jetzt blieb nichts mehr, als in der Dunkelheit zu verschwinden.

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