LOGINLyka betrat das Zimmer langsam, ihr Blick schweifte durch den Raum. „Ihr Zimmer war größer als ihres.“ Ihre Fäuste ballten sich leicht, als ihre Augen auf der Gestalt ruhen blieben, die auf dem Bett lag.
Ihre lockigen, ingwerfarbenen Haare waren zu einem unordentlichen Dutt hochgebunden, ihre Haltung entspannt, während sie sich gegen das Kopfteil lehnte. Sie hatte ein gepflegtes Erscheinungsbild und ihre smaragdgrünen Augen machten ihr Gesicht fesselnd. „Was willst du, Lyka?“, fragte Myra. Ihre Stimme war leise und gereizt, während sie die Augen zusammenkniff. „Ich muss schlafen. In der Zelle, in die ihr mich geworfen habt, gab es kein weiches Bett.“ Lyka neigte den Kopf leicht zur Seite und musterte sie mit einem amüsierten Ausdruck, bevor sich ein schwaches Grinsen auf ihren Lippen bildete. „Wie fühlt sich das an?“ Myra runzelte die Stirn, wenig beeindruckt. „Wie fühlt sich was an?“ Ein kurzes, spöttisches Lachen entwich Lyka, als sie die Arme verschränkte. Ihr Blick glitt langsam und bewusst über Myra – absichtlich und herablassend. „Stell dich nicht dumm“, sagte sie. „Dein Gefährte gehört jetzt mir, deine Familie hört auf mich, und bald wird dein Rudel meinem Bruder gehören… Also sag mir, Myra, wie fühlt es sich an, innerhalb eines einzigen Moments alles zu verlieren?“ Für einen kurzen Augenblick sagte Myra nichts, ihre Miene war unergründlich. Dann lächelte sie kalt. „Es fühlt sich nach gar nichts an“, antwortete sie ruhig, ihre Stimme fest trotz allem. „Du bist nur ein Stück Müll, das versucht, irgendetwas zu beweisen.“ Lykas Miene flackerte, doch Myra hörte nicht auf. „Aber egal, was du mir nimmst“, fuhr sie fort und machte einen langsamen Schritt nach vorn, „es ändert nichts daran, was du bist.“ Schwere Stille breitete sich zwischen ihnen aus. „Du bist immer noch ein uneheliches Kind“, sagte Myra leise, ihr Blick bohrte sich in ihren. Lykas Kiefer spannte sich an. „Ein Bastard“, fügte Myra hinzu, ihr Tonfall jetzt fast beiläufig, als würde sie sie gar nicht zerfetzen. „Zumindest dein Bruder hat einen Namen – deine Mutter hat dafür gesorgt, bevor er geboren wurde… aber du? Du wirst diesen Makel dein ganzes Leben lang tragen. Du warst das verdammte Produkt einer schändlichen Affäre.“ Die Luft im Zimmer veränderte sich, die Spannung wurde dichter. „Und mir Dinge wegzunehmen, wird daran nichts ändern“, beendete Myra, ihr Lächeln schwach, aber schneidend. Einen Moment lang starrte Lyka sie nur an, ihre Wut kaum unter der Oberfläche verborgen. „Das wirst du bereuen“, sagte sie langsam, ihre Stimme jetzt tiefer und gefährlicher. Myra reagierte nicht einmal. „Dann geh“, sagte sie ausdruckslos und wandte sich bereits ab. „Und mach die Tür leise hinter dir zu. Ich brauche den Lärm nicht.“ Lykas Augen waren vor Wut erfüllt. Sie wirbelte herum und stürmte hinaus. Die Tür knallte mit solcher Wucht zu, dass der Rahmen bebte. Das Zimmer wurde in Stille gehüllt. Diesmal fühlte sie sich noch schwerer an. Myra atmete langsam aus, bevor sie aufs Bett sank. Ihr Körper versank in der Weichheit, als die Erschöpfung sie schließlich einholte. Sie hatte nicht gemerkt, wie ausgelaugt sie wirklich war, bis zu diesem Moment. Innerhalb von Sekunden zog der Schlaf sie in die Tiefe. Als sie erneut erwachte, war das Erste, was sie spürte, Hunger. Ihr Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen, als sie sich aufsetzte. Sie fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, schwang die Beine aus dem Bett und stand auf. Die Regeln, die ihr Vater aufgestellt hatte, flackerten kurz in ihrem Kopf auf, doch sie schob sie ohne nachzudenken beiseite. Es war ihr im Moment egal. Das Einzige, was zählte, war Essen. Myra verließ ihr Zimmer und ging nach unten. Ihre Schritte waren langsam, aber sicher, trotz der Schwäche, die noch in ihrem Körper steckte. Stimmen drangen durch den Flur, als sie sich näherte, und sie hielt nur einen Moment inne, als sie eine vertraute Stimme hörte. „…alles muss perfekt sein“, sagte Daria gerade. „Der Lycan-König wird teilnehmen, und wir können uns keine Fehler leisten.“ Myra hätte beinahe geschnaubt. Der Lycan-König? Ein leises Lachen entwich ihren Lippen, als sie in Sicht trat. Daria drehte sich sofort um. Ihr scharfer Blick heftete sich auf Myra, während eine Hand sich auf ihre Hüfte legte. „Und was machst du hier?“, verlangte sie zu wissen. Myra deutete träge auf ihren Bauch. „Ich habe Hunger.“ Darias Miene verfinsterte sich sofort. „Und wer hat dir erlaubt zu essen?“ Myra hob eine Augenbraue, sichtlich unbeeindruckt. „Ich bin im Haus meines Vaters… hast du vor, mich zu verhungern?“ „Dein Vater hat es klar gesagt“, fauchte Daria und trat näher, „dass du mir gehorchen sollst, und du wirst essen, wenn ich es dir erlaube.“ Myra ließ ein leises Lachen hören, ihre Miene ruhig, fast gelangweilt. „Ich bin sicher, mein Vater hat wichtigere Dinge, um die er sich sorgen muss“, sagte sie glatt, ihr Blick schweifte kurz durch den Raum, bevor er zu Daria zurückkehrte. „Zum Beispiel die Vorbereitungen für die Hochzeit seiner kostbaren Tochter.“ Sie machte eine Pause und fügte leichthin hinzu: „Mein Hunger stellt keine Bedrohung für eure Pläne dar.“ Und damit ging sie an ihr vorbei. Direkt in die Küche. Sie ignorierte die Bediensteten und ihre Blicke, griff nach allem Essbaren, das sie erreichen konnte, und aß ohne Zögern, während sie sich gegen die Theke lehnte. Sie stützte das Kinn auf die Hände und betrachtete die geschäftigen Bediensteten. Das Haus war wunderschön dekoriert. Sie schaute auf die Bilder von Aiden und Lyka, ihre Fäuste ballten sich vor Ekel, ihr Körper sehnte sich nach einem Lauf. Sie sah sich um – niemand bewachte sie. Langsam schlüpfte sie durch die Hintertür und rannte zu den Feldern. Dort verwandelte sie sich in einen riesigen Wolf. Ihr Fell war braun, hatte jedoch einen ingwerfarbenen Schimmer, ihre Augen leuchteten bernsteinfarben. Sie sprintete in den Wald und spürte endlich den Wind. Seit ihrer Rückkehr war dies das erste Mal, dass sie sich euphorisch fühlte. Nachdem sie eine Weile durch den Wald gestreift war, drang ein süßer Duft in ihre Nase – ein vertrauter…Lyka brach beinahe in Tränen aus, als sie Aidens Worte hörte. Sie lehnte sich in die Arme ihrer Mutter und schluchzte leise. Luna Daria warf Aiden einen bösen Blick zu, doch er blieb von der ganzen Situation völlig unberührt. Alpha Ryan wollte mehr sagen, hielt sich aber vorsichtig zurück. „Willst du wirklich, dass dein Baby stirbt?“Aiden presste die Lippen zu einer dünnen Linie zusammen, unsicher, wie er antworten sollte. Der Raum wurde von einer dichten Stille erfüllt.„Mom? Dad? Was ist los?“ Elvis kam die Treppe herunter, nachdem er den Lärm gehört hatte. Er fühlte sich am ganzen Körper schwach und seine Sicht war verschwommen. Er rieb sich die Augen und versuchte klar zu sehen, denn es fühlte sich an, als würde seine ganze Welt sich drehen. „Dad“, sagte er schwach.Thud!Er brach auf der Treppe zusammen und rollte hinunter.„Elvis!“ Luna Daria stieß Lyka weg und rannte zu ihrem Sohn. Alpha Ryan hörte auf zu streiten und eilte an die Seite seiner Frau. Elvis’ Stirn blutete. Weil
Matteo kümmerte sich nicht darum. „Lass sie“, hielt er zurück. Er packte ihre Hüften fest und stieß in einem mächtigen Stoß tief in sie hinein. Myras Hand flog vom Mund weg, als ein lautes Stöhnen ihren Lippen entfloh.„Ahh—!“, schrie sie auf, ihre Stimme hallte im Raum wider.Matteos Augen verdunkelten sich vor Lust. Er zog sich zurück und rammte erneut in sie, diesmal härter. Das nasse Geräusch ihrer Körper, die aufeinander schlugen, erfüllte das Zimmer. Myras Rücken wölbte sich gegen die Wand, während er sie rau fickte, jeder Stoß tief und kraftvoll.„Matteo— oh fuck!“, schrie sie und konnte nicht länger still bleiben.Er packte ihre Oberschenkel, hob ihre Beine höher und spreizte sie weiter. Sein Schwanz hämmerte ohne Gnade in ihre durchtränkte Muschi. Myras Augen rollten nach hinten, ihr Mund stand offen vor Lust, während sie jeden brutalen Stoß hinnahm.„Ja— härter!“, schrie sie, ihre Stimme brach. „Bitte, härter!“Matteo knurrte und gab ihr genau das, worum sie bat. Er fickte s
Myra starrte lange auf Brias Nachricht. Ihr Herz schmerzte ein wenig. Matteo hatte nie etwas über eine Heirat erwähnt. In ihrem Kopf blitzte die Erinnerung an Aiden und Lykas Hochzeit auf, die immer ein schmerzhafter Knoten in ihrem Herzen gewesen war.Sie biss sich auf die Lippe und seufzte. Noch nicht.Sie schickte eine kurze Antwort und schaltete ihr Handy aus. Ihre Stimmung fühlte sich plötzlich schwer an. Die Nachricht hatte ihre Gedanken in eine Spirale geschickt. Matteo hatte nie gesagt, dass er plant, sie zu heiraten. Sie holte tief Luft und versuchte, diese Sorgen wegzuschieben.Matteo liebt mich, sagte sie sich. Ich habe es unzählige Male gesehen. Es gibt nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es gab größere Dinge, auf die sie sich konzentrieren musste: Kendall, den bevorstehenden Test und die Hoffnung, dass niemand ihre Identität herausfand.Matteo hatte die Nachrichten vorerst begraben können, aber was, wenn jemand versehentlich alles herausfand? Es wäre ein komple
Ihr Gesicht drehte sich scharf zur Seite. Blut tropfte aus dem Mundwinkel. Ihr Gesicht verzog sich vor Schmerz.Ihr ganzes Leben lang war sie die verwöhnte Prinzessin der Familie Stonefield gewesen. Ihre Eltern und ihr Bruder hatten sie wie ein kostbares Juwel verwöhnt. Sie war noch nie so brutal behandelt worden. Eine Träne rutschte aus ihrem Auge.„Oh mein Gott. Unser Geist weint“, spottete einer der Männer.Der ganze Raum brach in lautes Gelächter aus. Ihre grausamen Stimmen ließen ihre Tränen schneller fließen.„Wer hat euch geschickt, um mich zu entführen?“, schrie Kylie aus voller Kehle, ihre Stimme voller bösartiger Wut. „Ich werde euch alle töten! Jeden verdammten Einzelnen von euch!“„Genug, genug, genug!“ Ein Mann stopfte ihr ein schmutziges Tuch in den Mund, knebelte sie und erstickte ihre Schreie. Sie konnte sie nur anstarren, während sie weiter lachten und sie verspotteten.Einer der Entführer schlüpfte hinaus, um zu telefonieren. Die andere Leitung nahm nach ein paar Kli
„Die andere Partei hat ihren Zug gemacht, aber wir konnten sie schützen. Sie ist problematisch und hat ein sehr schlechtes Temperament“, meldete der Mann.Matteo ignorierte die meisten seiner Worte. „Gib mir morgen als Erstes eine detaillierte Untersuchung ihres Hintergrunds“, befahl er.Er machte eine Pause, sein Blick fiel durch den Spalt in der Tür auf Kendall. „Und untersuche noch eine weitere Person“, fügte er hinzu und gab die Details.Sein Gesicht verdunkelte sich, als er Myra erneut über etwas lachen hörte, das Kendall sagte. Er hielt seine Wut und starke Besitzgier zurück, drehte sich um und ging.Lyka war seit dem Morgen nervös und ging im Zimmer hin und her. Luna Daria saß auf dem Sofa, nippte an ihrem Saft und beobachtete still ihre Tochter.„Liebling, ich glaube, du machst dir zu viele Gedanken wegen eines kleinen Diebes“, sagte Daria und schmatzte mit den Lippen, während sie die Reaktion ihrer Tochter beobachtete.Lyka räusperte sich und setzte sich endlich. Sie wagte es
„Hehe“, lachte Myra trocken. „Er ist einfach eine sehr wichtige Person, das habe ich dir schon gesagt.“Ein Telefonklingeln hallte durch den Raum und durchbrach die Stille. Matteo holte das vibrierende Handy hervor, warf Myra einen letzten Blick zu und trat nach draußen, um den Anruf anzunehmen.Myra atmete endlich erleichtert auf. Puh! Sie stand auf und entschuldigte sich. „Ich gehe nach Kendall sehen.“Sie betrat seine Station. Kendall schlief bereits. Myra stand still da und beobachtete ihn einen Moment mit Sorge in den Augen.Plötzlich stöhnte Kendall und regte sich. Er wachte langsam auf und versuchte, seinen verletzten Arm zu bewegen, doch Schmerz durchfuhr ihn und er stöhnte erneut.Myra eilte an seine Seite. „Hey, überanstrenge dich nicht“, sagte sie sanft und half ihm, sich aufzusetzen. Sie sah ihn mit warmer, freundlicher Zuneigung in den Augen an. „Was ist mit dir passiert?“Kendall stockte und holte tief Luft. Die Verletzung an seiner Schulter tat höllisch weh, doch er sch







