WG MIT DEN DREI PUCK-KÖNIGEN

WG MIT DEN DREI PUCK-KÖNIGEN

last updateÚltima actualización : 2026-11-04
Por:  EmmahActualizado ahora
Idioma: Deutsch
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Larke Sorrel braucht nur für sechs Monate eine Unterkunft. Stattdessen landet sie in einem Penthouse mit drei Profi-Eishockeyspielern, hält sich an eine strikte Keine-Dates-Regel und arbeitet als Prüferin für genau die Organisation, die die Karriere ihres Vaters zerstört hat. Caius Rourke ist der disziplinierte Kapitän, der sich nie in Skandale verwickeln lässt. Rhystan Vale ist der charmante Flügelstürmer, der noch nie eine Grenze gesehen hat, die er nicht überschreiten wollte. Osric Thane ist der stille Torwart, der kaum spricht und Larke dennoch ansieht, als kenne er das Geheimnis längst, das sie zu verbergen versucht. Dann löst ein Paparazzi-Foto von Larke und den drei Eishockeystars einen Medienrummel aus. Um den Ruf des Teams zu schützen, zwingt das Management Larke zu einer Fake-Beziehung mit ihnen. Doch vorzugeben, ihre Frau zu sein, ist nicht das einzige Geheimnis, das Larke hütet. Sie hat den Prüferjob aus einem einzigen Grund angenommen: um die Wahrheit über ihren Vater herauszufinden, dessen Karriere vor Jahren zerstört wurde und dessen Verschwinden nie richtig aufgeklärt wurde. Je tiefer sie in den Finanzunterlagen des Teams gräbt, desto klarer wird ihr, dass sein Untergang geplant gewesen sein könnte. Schlimmer noch: Die Antworten könnten näher sein, als sie denkt. Jemand in diesem Penthouse weiß, was mit ihrem Vater geschehen ist. Und je mehr sich Larke in die drei Männer verliebt, die sie niemals hätte berühren dürfen, desto schwerer wird es zu erkennen, wer sie beschützt, wer sie benutzt und wer sie von Anfang an belogen hat. Sie kam für ein Zuhause auf Zeit und einen Job. Vielleicht geht sie mit drei Eishockeyspielern, einem gefährlichen Geheimnis und der Wahrheit, die sie alle zerstören könnte.

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Capítulo 1

Die falsche Tür

**Larkes Perspektive**

In der E-Mail hatte gestanden: ein Zimmer, voll möbliert, sofort verfügbar. Nicht darin gestanden hatte, dass es von einem Mann bewohnt wurde, der aussah, als wäre er aus einer Eishockey-Sammelkarte herausgemeißelt worden.

„Sie sind im falschen Aufzug“, sagte er.

„Ich bin im einzigen Aufzug“, erwiderte ich, weil es stimmte und weil ich genau vier Stunden geschlafen hatte und null Geduld mehr für Männer aufbrachte, die mich ansahen, als wäre ich in das falsche Filmset gestolpert.

Er lächelte nicht. Er hatte ein Gesicht, das fürs Nicht-Lächeln gemacht schien, mit einem scharfen Kiefer, noch schärferen Augen und der Art von Reglosigkeit, die mir meine eigene Zappelei überdeutlich bewusst machte. Ich hörte auf zu zappeln.

Dafür hatte ich keine Zeit. Mein Untermietvertrag lief um Mitternacht aus, und danach würden die Schlösser getauscht, falls ich nicht draußen war. Ich hatte bereits eine nicht erstattungsfähige Kaution für diese Wohnung bezahlt, und wenn daraus nichts wurde, hatte ich keinen Schlafplatz. Außerdem wartete morgen um acht Uhr ein Ausweis im Wraiths-Hauptquartier auf mich.

„Zwölfter Stock“, sagte ich und hielt mein Handy hoch, als wäre es eine Erlaubnis. „Wohnung 4B. Ich habe einen Mietvertrag.“

„Sie haben was?“

„Einen Mietvertrag. Unterschrieben und notariell beglaubigt. Das volle Programm.“ Ich redete zu schnell. Das tat ich immer, wenn mich jemand ansah, als schuldete ich ihm eine Erklärung. „Beacon Realty. Sechs Monate Untermiete. Ich soll heute Abend einziehen.“

Die Aufzugtüren öffneten sich im zwölften Stock, bevor er antworten konnte, was sich wie ein kleiner persönlicher Sieg anfühlte, bis ich in einen Flur hinaustrat, in dem es genau eine Tür gab, und er direkt hinter mir ausstieg.

„Sie gehen in dieselbe Richtung wie ich“, sagte ich.

„Sieht so aus.“

„Schon gut. Das ist ein Zufall, und Zufälle sind erlaubt.“

Er sagte nichts. Er sah nur zu, wie ich meinen Koffer zur Tür mit der Aufschrift 4B zog. Ich holte den Schlüssel heraus, den die Maklerin mir vor zwei Tagen geschickt hatte, und versuchte, die Tür aufzuschließen. Ich fummelte daran herum, als hätten meine Hände so etwas noch nie getan. Zu meiner Verteidigung: Meine Hände hatten so etwas noch nie vor Publikum getan.

Die Tür schwang auf und gab den Blick auf ein Wohnzimmer frei, das fast so groß war wie meine gesamte alte Wohnung. Es hatte raumhohe Fenster, eine Küche mit mehr Arbeitsfläche, als ich je zum Kochen benutzt hatte, und zwei weitere Männer, die mitten in einem Streit steckten. Beide verstummten in der Sekunde, in der die Tür aufging.

Ich sah den Mann hinter mir an. Dann sah ich die beiden Männer vor mir an. Schließlich sah ich den Koffer in meiner Hand an, als hätte er eine Erklärung, die ich nicht hatte.

„Okay“, sagte ich. „Das sind ziemlich viele Mitbewohner für eine Einzimmerwohnung.“

Der Größere hatte goldbraunes Haar und ein Grinsen, das schon nach Ärger aussah. Er stieß sich von der Küchenzeile ab, an der er gelehnt hatte.

„Caius. Wer ist das?“

„Ich bin niemand“, sagte ich. „Nur die Person, die offenbar eine Kaution für ein Zimmer gezahlt hat, das schon besetzt war. Und zwar von einer ganzen Eishockeymannschaft, wie es aussieht.“

„Wir sind zu dritt“, sagte der dritte Mann. Er hatte sich nicht von seinem Platz am Fenster wegbewegt. Er stand mit verschränkten Armen da und beobachtete mich genau. Er wirkte nicht unfreundlich, aber er versuchte eindeutig, mich einzuschätzen. „Wir sind keine Mannschaft.“

„Drei sind trotzdem viele.“

„Das hängt davon ab, wen man fragt“, erwiderte der Grinsende. Etwas an der Art, wie er es sagte, ließ den Mann aus dem Aufzug neben mir völlig erstarren.

„Da ist ein Fehler passiert“, sagte ich, vor allem zu mir selbst, weil ich versuchte, keinen von ihnen zu lange anzusehen. „Jemand bei Beacon Realty hat mir gesagt, das sei eine Privatwohnung. Man hat mir gesagt, sie sei frei und ich wäre die Einzige, die hier wohnt.“

„Sie ist privat“, sagte der Stille am Fenster. „Sie gehört nur uns.“

„Das ergibt keinen Sinn.“

„Willkommen im Tresor“, sagte der Grinsende. Er breitete die Arme aus, als präsentierte er in einer Spielshow den Hauptgewinn. „Das ist teameigener Wohnraum. Wir drei sind die derzeitigen Mieter. Ich schätze, wer auch immer deine Unterlagen bearbeitet hat, hat die Belegungshistorie nicht geprüft.“

„Also ist das …“ Ich sah mich noch einmal um: die lächerliche Küche, die drei Männer, mein Koffer, der traurig neben der Tür stand. „Das ist eine Verwechslung. Ich muss jemanden anrufen.“

„Könnten Sie“, sagte der Mann aus dem Aufzug. Es war das Erste, was er sagte, seit wir hereingekommen waren. „Oder Sie akzeptieren, dass es neun Uhr abends ist, alle Hotels der Stadt wegen des Playoff-Wochenendes ausgebucht sind und Sie bereits in der Wohnung stehen.“

„Das ist nicht wirklich ein Argument fürs Bleiben.“

„Fürs Gehen ist es auch keins.“

Ich hasste, dass er recht hatte. Noch mehr hasste ich, dass ein kleiner, erschöpfter Teil von mir bereits die Größe des Sofas bemerkt hatte und anfing zu rechnen. Sechs Stunden Schlaf auf diesem Sofa waren vielleicht besser als sechs Stunden Notunterkunftssuche auf dem Handy.

„Ich bin Larke“, sagte ich schließlich, weil ich das anscheinend wirklich tat. „Larke Sorrel.“

„Caius Rourke“, sagte der Mann aus dem Aufzug.

„Rhystan Vale“, stellte sich der Grinsende vor. Er stand bereits näher bei mir, als nötig gewesen wäre, eine Hand ausgestreckt, als wären wir alte Freunde und nicht zwei Menschen, die sich vor weniger als zwei Minuten kennengelernt hatten. „Und der Grübler am Fenster ist Osric.“

Osric reichte mir nicht die Hand. Er beobachtete mich nur weiter mit demselben undurchschaubaren Ausdruck, als wartete er darauf, dass ich noch etwas sagte. Es fühlte sich an, als hätte mein Name allein ihm bereits etwas verraten, das den anderen beiden entgangen war.

„Also“, sagte ich, als keiner von ihnen sich beeilte, die Stille zu füllen. „Was jetzt?“

Caius sah Rhystan an. Rhystan sah Osric an. Dann sahen mich, für einen seltsamen Moment, alle drei gleichzeitig an. Es war, als stellten sie dieselbe Rechnung an und kämen auf unterschiedliche Ergebnisse.

Rhystan brach als Erster das Schweigen. Sein Grinsen kehrte zurück, als wäre es nie weg gewesen.

„Ich schätze, das kommt darauf an. Hast du vor, die Nacht zu bleiben, Mitbewohnerin?“, fragte Rhystan.

„Sie bleibt“, sagte Caius knapp. Er sprach nicht mit mir. Er sprach mit dem Raum, als hätte er etwas entschieden, worüber der Rest von uns noch diskutierte. „Das Gästezimmer ist fertig. Niemand setzt sie auf die Couch, und niemand macht heute Abend ein größeres Thema daraus, als es sein muss. Den Rest klären wir morgen früh.“

Einfach so veränderte sich die Stimmung im Raum um ihn herum. Rhystans Grinsen blieb an Ort und Stelle, aber hinter ihm schien sich etwas zu verändern. Osric blinzelte nicht einmal. Welche unausgesprochene Ordnung auch immer in dieser Wohnung herrschte, ich hatte gerade gesehen, wie Caius einmal sprach und damit alles klärte.

Ich sah das Sofa an, dann meinen Koffer und schließlich die Tatsache, dass es neun Uhr abends war. Ich hatte keinen anderen Ort, an den ich gehen konnte, und drei Profi-Eishockeyspieler versperrten mir gerade meinen einzigen Ausgang, jeder mit einem anderen Grad an Belustigung.

„Mich hat keiner gefragt, ob ich bleibe“, sagte ich, vor allem, weil ich sehen wollte, was Caius damit anfangen würde.

Caius sah mich an, als wäre das das erste interessante Ding, das ich den ganzen Abend gesagt hatte.

„Bleibst du?“, fragte er.

„Das kommt darauf an“, erwiderte ich. „Wird einer von euch es komisch machen?“

Osric hatte den Blick nicht von mir abgewandt, seit ich meinen Namen gesagt hatte. Er hatte sich nicht vom Fenster fortbewegt und die Arme nicht gelöst. Er hatte kaum geblinzelt, was das Ganze nach allem anfühlen ließ, nur nicht nach einem normalen Gespräch zwischen vier Fremden.

„Das ist es schon“, sagte Osric.

Er sagte es leise und sicher, als wüsste er bereits etwas darüber, wie das hier enden würde, das der Rest von uns nicht wusste. Mir stellten sich sämtliche Härchen im Nacken auf.

Ich hatte absolut keine Ahnung, worauf ich mich da eingelassen hatte.

Und langsam glaubte ich, dass ich es lieber erst morgen früh herausfinden wollte.

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