LOGIN„Evelyn!“ Ethan folgte Evelyn, bis sie ihr Zimmer betrat und die Tür schloss. Ethan blieb vor der Tür stehen. Er streckte die Hand aus, um anzuklopfen, hielt aber in der Luft inne. Er zögerte, ob er klopfen sollte oder nicht.Nach etwa fünf oder sechs Minuten öffnete Evelyn die Tür. Sie sah Ethan an und sagte nichts. Sie drehte sich nur um und ging wieder ins Zimmer.Ethan folgte ihr hinein. Nachdem er das Zimmer betreten hatte, sagte Ethan erneut: „Evelyn, ich weiß, dass du dich ungerecht behandelt fühlst.“„Ich fühle mich nicht ungerecht behandelt.“ Evelyn senkte den Kopf und sagte mit kaltem Gesicht: „Vater, ich wusste es bereits, als du mich zurückgeholt hast. Ich habe all das schon vor langer Zeit durchdacht. Also gibt es nichts zu beanstanden.“„Evelyn, du …“ Ethan wollte sie überreden, wusste aber nicht, was er sagen sollte. Er war wirklich nicht gut in solchen Dingen. Er öffnete den Mund einen Moment und sagte: „Bitte deinen Klassenlehrer, morgen zu kommen. Ich werde früher na
Sie ordnete ihre Gefühle und bemühte sich sehr, ihre Augen tränenfeucht wirken zu lassen. Ruby presste die Lippen leicht zusammen, und ihre Hände umklammerten sich gegenseitig. So erschien sie wieder im Esszimmer mit dem Image einer Schwachen, und Fiona folgte hinter ihr.„Vater.“ Ihre Stimme wurde weich, aber ihr schmeichlerischer Ton war sehr schwach. „Vater, mein Benehmen vorhin war schlecht. Vater, sei nicht böse auf mich, ja?“Sie war so demütig, dass es wirkte, als versuche sie, das Herz ihres Vaters zu erfreuen. Sie hatte ihre übliche aggressive Haltung verloren. Evelyn kräuselte unmerklich die Lippen und warf Fiona einen Blick zu. Anscheinend war Ruby vorübergehend von Fiona zum „Üben“ mitgeschleppt worden. Das war wirklich interessant.Ethan sah, wie Ruby nachgab, und atmete erleichtert aus. Die Unzufriedenheit in seinem Herzen war größtenteils verschwunden.„Vater, ich wurde immer von meiner Mutter großgezogen. Vater, du bist mit Arbeit beschäftigt. Ich kenne deine harte Arb
Evelyn nieste, als sie das Haus betrat. Sie rieb sich die juckende Nase und fragte sich, ob jemand sie verfluchte.„Hast du dich erkältet?“, fragte Ethan, der auf dem Sofa die Zeitung las, und drehte sich um.„Nein, nur meine Nase juckt.“ Evelyn grüßte ihn und sagte: „Vater, ich bin zu Hause.“„In Ordnung.“ Ethan nickte und faltete die Zeitung zusammen. Er stand auf. „Lass uns essen gehen.“„Ja, Herr.“ Marcus, der daneben stand, antwortete und ging in die Küche, um die Bediensteten anzuweisen, sich vorzubereiten.„Du gehst Kleidung kaufen und lässt die ganze Familie auf dich warten.“ Ruby murrte unzufrieden, als sie vom Sofa aufstand.„Ruby.“ Fiona hielt Ruby vom Meckern ab und wandte sich an Evelyn: „Evelyn, ich habe gehört, du wirst an einem Sportwettkampf teilnehmen. Für welchen Wettbewerb hast du dich angemeldet?“ Als sie sah, dass Evelyn sicher und gesund war, war Fiona ein wenig enttäuscht. Sie hatte gedacht, der Killer würde Evelyn im Einkaufszentrum beseitigen. Nutzloser Kerl!
Sein Rücken schmerzte sehr, und sein Hemd war nicht mehr zu retten. Als zusätzliche Demütigung hatte seine Verlobte, die er nicht beachtete, die Nase von ihm abgewandt.Theodore konnte keine Worte finden, um das Unheil jenes Tages zu beschreiben. Es war nur ein Unglück nach dem anderen.Er kontaktierte Vera für eine Mitfahrgelegenheit. Nur mit einer Jacke bekleidet, erschien Theodore auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum. Sein lässig offener Kragen und die leicht definierten Brustmuskeln zogen die Blicke der Vorbeigehenden auf sich. Sein verführerischer Bauch, der bis zum Hosenbund hinabreichte, beflügelte die Fantasie.Als Vera vor ihm anhielt, ließ sie das Fenster herunter und konnte sich den Scherz nicht verkneifen: „Junger Herr Long, was ist das für eine Situation hier? Versuchst du, den Frauen von Stadt Z ein Geschenk zu machen, oder alle Männer herauszufordern?“Theodore antwortete nicht auf Veras Neckerei. Er öffnete nur die Beifahrertür und stieg ein.An Theodores Art gewö
Nach Theodores neckischem Kommentar wurde Evelyns Gesicht rot wie eine reife Tomate. Sie warf ihm einen scharfen Blick zu, bevor sie den Kopf an seine Brust senkte.In diesem Moment öffnete sich die Tür erneut. Der Killer, der Evelyn verfolgte, blieb stehen, sah die Szene vor sich und erstarrte einen Moment. Anders als sein Vorgänger zog er sich nicht sofort zurück. Er beabsichtigte festzustellen, ob die Frau tatsächlich sein Ziel war, nachdem er sie fast einen Monat lang beschattet hatte. Der Gedanke, sein Ziel heute nicht töten zu können, war etwas, das er nicht ertragen konnte.Evelyn spürte die Zweifel des Mannes und runzelte die Stirn. Ein kurzes Stöhnen entkam ihren Lippen, als ihr Arm sich ausstreckte, um Theodores Rücken zu kratzen.Der Schmerz ließ Theodore das Gesicht verziehen und scharf die Luft einziehen. Diese Frau war wirklich etwas Besonderes …Evelyn war verwirrt. Warum ging der Killer noch nicht? Hatte er einen seltsamen Fetisch?Während sie darüber nachdachte, spürt
Die Angst war außergewöhnlich, von der Art, die jeden Willen zerbrechen konnte. Evelyns Hände waren geballt, ihre Fingerspitzen gruben sich unruhig in das Fleisch ihrer weiß gewordenen Handflächen.Im engen Lagerraum war sie von kaltem Schweiß durchnässt.„Sei still“, warnte die Person hinter ihr, ihre Stimme zitterte leicht.Evelyn nickte lautlos und kämpfte darum, ihre Ruhe zu bewahren. Sie sagte sich immer wieder, dass sie nicht in Panik geraten durfte; Panik würde nur zur Katastrophe führen. Doch ihr Körper verriet sie und zitterte vor Angst.Jede junge Frau würde in einer solchen Situation unruhig werden, besonders wenn sie bemerkte, dass ein Mann von hinten an ihr klebte.„Ich werde dir nichts tun. Sprich nicht“, flüsterte der Mann hinter ihr.Evelyn nickte leicht und vermutete, dass auch dieser Mann sich vor jemandem versteckte. Als sie begriff, dass auch er lieber schwieg, atmete sie ein wenig erleichtert aus.Als der Mann sah, dass Evelyn verstanden hatte, ließ er seinen Grif







