LOGINDAPHNE
Ich wache in einem leeren Bett auf.
Die Laken neben mir sind kühl unter meiner Hand – auf beiden Seiten. Sie sind schon eine Weile weg. Ich richte mich langsam auf, spüre den Schmerz in Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe, und die Erinnerung an letzte Nacht schießt in aller Deutlichkeit zurück. Hitze kriecht mein
DAPHNEIch sitze am Schminktisch und ziehe eine Bürste durch mein Haar, als mir die Wirklichkeit des heutigen Abends endlich bewusst wird.Krue.Nur Krue.Ich halte mitten in der Bewegung inne und starre auf mein Spiegelbild.Letzte Nacht waren es beide gewesen – Hände und Münder und Hitze, wir drei ineinander verschlungen, bis ich nicht mehr sagen konnte, wo der eine endete und der andere begann. Ich hatte angenommen, so würde es sein. Jede Nacht. Wir drei.Aber Eleanor hatte es mir heute Nachmittag erklärt, ganz beiläufig, während wir das Inventar der medizinischen Vorräte
DAPHNEIch wache in einem leeren Bett auf.Die Laken neben mir sind kühl unter meiner Hand – auf beiden Seiten. Sie sind schon eine Weile weg. Ich richte mich langsam auf, spüre den Schmerz in Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe, und die Erinnerung an letzte Nacht schießt in aller Deutlichkeit zurück. Hitze kriecht meinen Hals hinauf.Ich presse die Handflächen an mein Gesicht und atme.Ich schwinge die Beine über die Bettkante und stehe auf. Mein Kleid von letzter Nacht liegt sorgfältig über einem Stuhl – jemand hat es zusammengelegt. Einer von ihnen muss das getan haben, bevor sie gingen. Das Bild, wie einer der Zwillinge in der frühen Morgendunkelheit behutsa
DAPHNESein Mund findet meine Schulter, küsst sich an ihrer Linie entlang, während seine Hände von meiner Taille nach oben gleiten. Krue beobachtet uns, beobachtet mich, und die Hitze in seinen Augen könnte Stahl schmelzen.„Das Kleid", sagt Krue. „Zieh es aus."„Wer von uns?", fragt Arden an meiner Haut.„Spielt das eine Rolle?"„Alles spielt eine Rolle."Ich greife nach hinten, versuche den Reißverschluss zu finden, aber meine Hände zittern zu heftig. Arden fängt sie ein, hält sie ruhig.&
DAPHNEDie Tür fällt hinter uns ins Schloss, und der Riegel klickt ein.Ich bin jetzt allein mit ihnen. Mit beiden. In einem Raum mit nur einem Bett.Mein Puls beschleunigt sich, bevor ich es verhindern kann, und ich weiß, dass sie es hören können – Alphas können das immer. Die Gefährtenbindung summt unter meiner Haut, beharrlich und fordernd, und zieht mich zu beiden zugleich hin.Krue rührt sich zuerst, geht zu den Fenstern und zieht die Vorhänge mit bewusster Langsamkeit zu. Jede Bewegung ist beherrscht, präzise, als gäbe er mir Zeit, mich einzustellen. Oder als gäbe er sich selbst Zeit.Arden bleibt in der Nähe der Tür, lehnt mit verschränkten Armen daran. Aber seine Augen verfolgen jeden Atemzug, den ich mache, jede Verlagerung meines Gewichts.„Nervös?", fragt Arden.„Sollte ich es sein?"Sein Lächeln ist langsam, gefährlich. „Wahrscheinlich."Krue dreht sich vom Fenster weg. „Ignorier ihn."„Schwer, wenn er mich so anstarrt."„Wie denn?" Arden stößt sich von der Tür ab und trit
ARDENIch beobachte sie vom anderen Ende des Empfangssaals aus.Krue hat seine Hand an Daphnes Kreuz und führt sie durch die Schritte von etwas Langsamem, Förmlichem. Sie sieht genauso schön aus wie in der Nacht der Verlobungsfeier – vielleicht sogar noch schöner.Wenn ich so darüber nachdenke – ich hatte gar nicht vorgehabt, zur Verlobungsfeier zu gehen. Ich wollte nur zur eigentlichen Hochzeit auftauchen, aber irgendetwas ließ mich in Schale werfen und hinfahren.Und ich bin froh, dass ich es getan habe. Ein Grinsen legt sich über mein Gesicht, während ich noch einmal höre, wie Sophias Stimme dieses Ding tut, das sie immer tut, und da stand Daphne, ganz allein, und nahm es hin, ohne mit der Wimper zu zucken.Ich redete mir ein, ich würde nur zusehen. Die Lage einschätzen.Dann kamen die Worte heraus, bevor ich sie zu Ende denken konnte.Meine Frau. Niemand darf sie schikanieren.Ich handle nicht aus einem Impuls heraus, aber irgendetwas an der Art, wie sie dastand – die Schultern ge
DAPHNE„Oh mein Gott, sie sieht umwerfend aus.“„So viele Details habe ich noch nie an einem Kleid gesehen – jedenfalls nicht in echt.“„Das Nightfall-Rudel macht nichts halb. Sieh sie dir an.“So geht es minutenlang weiter. Die Leute drängen sich in der Brautsuite um mich, jede Stimme überschlägt die andere, während sie das maßgeschneiderte Designerkleid begutachten, das die Familie Nightfall geschickt hat – elfenbeinfarbene Seide, die sich zu meinen Füßen sammelt, von Hand mit Silberfaden bestickt, am Mieder entlang und über die Schleppe, jede Naht sitzt, als wäre sie mir direkt auf den Körper genäht worden. Allein der Schmuck könnte das Quartalsbudget eines kleinen Rudels decken, und auch der war ein Geschenk, zusammen mit dem Kleid geliefert.Und das war erst der Anfang. Der Tross, der heute Morgen ankam, hat mir fast das Herz stehen lassen. Kisten über Kisten, jede extravaganter als die vorige. Beinahe hätte ich alles zurückgeschickt – so eine Geste kann falsch verstanden werden,







