Aus Rhys' SichtDas Büro war nur noch eine Falle aus Schatten und sterbendem Licht. Ich wich keinen Millimeter zurück. Im Gegenteil, ich beugte mich ein wenig weiter vor, mein Oberkörper streifte fast das abgenutzte Leder ihrer Tunika. Die Luft zwischen uns war elektrisch, geladen mit dieser instabilen Energie, die die schlimmsten Gewitter ankündigt.„Er weiß, wer ich bin“, hatte sie gesagt. Das war eine Provokation, ein Glassplitter, den sie genau in den Riss meiner Rüstung gerammt hatte.„Ist das so?“, hauchte ich, meine Stimme war zu leise geworden, viel zu intim. „Er weiß, wer du bist. Er fischt dich aus Flüssen, flüstert dir im Dunkeln Dinge ins Ohr, bereitet deine Fluchtpläne vor... Sag mir, Elara, weiß er auch, wie du aussiehst, wenn du aufhörst, dich hinter deiner Eismaske zu verstecken?“Ich streckte die Hand aus. Ich packte sie nicht, noch nicht. Meine Finger schwebten an ihrem Hals, mein Daumen strich über die Linie ihres Kiefers. Ihre Haut war eiskalt von den Minen, aber d
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