Aus Elaras SichtDas Klopfen an der Tür war kein Geräusch eines Soldaten, der Bericht erstattet. Es war leicht, kalkuliert... die Art von Geräusch, die einem die Nackenhaare aufstellt, weil man genau weiß, welcher Mistkerl dahintersteckt.Ich hatte gerade meinen Oberschenkelverband fertig angesehen. Er war nicht tief, aber er brannte wie die Hölle. Ich rückte mein Hemd zurecht und zog die Riemen meiner Maske fester, um sicherzugehen, dass er nichts von meinem Gesicht sah.„Herein“, sagte ich mit trockener Stimme.Die Tür öffnete sich. Ein Geruch von altem Cognac kam herein, und direkt danach Rhys. Er trug keine Rüstung mehr, nur ein schwarzes, halb aufgeknöpftes Hemd. Er sah weniger wie ein König aus als wie ein Raubtier, das nicht schlafen kann. Eine Flasche in der einen Hand, zwei Gläser in der anderen. Er wartete nicht, bis ich ihn einlud: Er setzte sich direkt auf den Rand meines Tisches, als wäre er zu Hause.„Es ist spät, Rhys. Selbst für dich“, ließ ich verlauten, ohne mich von
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