Der Fußboden der Frankfurter Hauptwache zur Hauptverkehrszeit ist für eine Banknote das, was ein Minenfeld für einen Stepptänzer ist: absolut tödlich. Zehni lag flach auf den schmutzigen Fliesen. Er sah Lederschuhe, die so spitz waren, dass sie ihn aufspießen könnten. Er sah klobige Arbeitsstiefel, die ihn in ein zweidimensionales Nichts verwandeln würden. Der Boden vibrierte ununterbrochen. WUSCH. Der Fahrtwind der abfahrenden S-Bahn fegte über den Bahnsteig. Zehni wurde erfasst. Er wirbelte über den Boden, prallte gegen einen Mülleimer, schlitterte durch eine klebrige Cola-Pfütze und blieb schließlich, völlig erschöpft und panisch, an einer steinernen Säule kleben. Direkt neben ihm erklang eine Melodie. Es war ein rauchiger, melancholischer Jazz-Ton. Er kam aus einem alten, angelaufenen Messing-Saxophon, das von einem Mann gespielt wurde, der aussah, als hätte er schon drei Leben hinter sich. Er trug einen langen, geflickten Mantel, einen zerbeulten Hut und einen grauen Bart, in dem
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