Die Zeit zwischen vier und sechs Uhr morgens ist in Berlin keine eigenständige Tageszeit. Sie ist ein Niemandsland, ein zäher Übergangszustand, in dem die Geister der Nacht auf die Zombies des Berufsverkehrs treffen. Dosen-Matze hatte den S-Bahn-Bogen der Friedrichstraße längst hinter sich gelassen. Das Adrenalin der Flucht war verflogen und hatte einer bleiernen Müdigkeit Platz gemacht, die man nur mit drei Dingen bekämpfen konnte: schlechtem Kaffee, billigem Tabak und dem hypnotischen Summen einer Spielothek im Wedding.„Zur glücklichen Sieben“ hieß das Etablissement, das Matze durch eine schwere, blickdichte Glastür betrat. Drinnen lag die Luft wie ein nasser Teppich im Raum. Es roch nach Desinfektionsmittel, das vergeblich versuchte, den Mief von tausend kalten Zigaretten zu überdecken, und nach dem süßlichen Aroma von Energy-Drinks. Das einzige Licht stammte von den manischen, rhythmisch blinkenden Bildschirmen der Automatenreihen, die wie neonfarbene Grabsteine an den Wänden auf
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