Kapitel 7Aus Priscillas SichtAls ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte ich mich, als wäre mir alles genommen worden, was mich menschlich machte. Mein Körper war schwer, meine Brust fühlte sich eingeengt an, mein Kopf pochte vor Schlafmangel. Ich hatte die Nacht kaum durchgeschlafen.Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, zog mich mein Geist zurück in den gestrigen Tag, zu seinen Worten, seinem Griff, seiner Zurückweisung, der Art, wie er hinausging und mich dort stehen ließ, als wäre ich völlig unwichtig.Ich lag auf dem Bett und starrte an die Decke, meine Augen brannten. Der Raum kam mir zu groß vor, zu still. Selbst der Luxus um mich herum wirkte spöttisch. Seidenbettwäsche. Teure Vorhänge. Ein Leben, von dem andere träumten. Und doch fühlte ich mich darin gefangen, wie ein Vogel in einem goldenen Käfig, der langsam vergisst, wie man fliegt.Mein Morgen verlief wie immer: routinemäßig, mechanisch, leer. Ich duschte, zog mich an, sah nach dem Haus, sprach mit dem Personal mit e
Last Updated : 2026-05-25 Read more