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Kapitel 5

Penulis: Emp_ress B
last update Tanggal publikasi: 2026-05-25 16:23:34

Kapitel 5

Aus Priscillas Sicht

„Ich weiß, dass du dich vielleicht gelangweilt oder einsam fühlst“, 

sagte Adrian ruhig, während er seine Manschettenknöpfe zurechtzog. „Deshalb gehen wir morgen Abend zu einem Familientreffen. Du kannst dich vorbereiten. Ruf das Spa-Team und die Stylisten an, damit sie dich einkleiden können.“

Sein Tonfall war unumstößlich, als wäre die Sache bereits beschlossene Sache.

„Okay“, sagte ich leise, ohne zu widersprechen. Ich schluckte die Worte herunter, die ich sagen wollte, und nickte stattdessen. Ich werde ein anderes Mal mit ihm reden, sagte ich mir. Das ist nicht der richtige Moment.

Ich stand auf und ging die Treppe hinunter, meine Schritte langsam und schwer. Mit der Hilfe des Hausmädchens deckte ich den Esstisch ordentlich und ordnete alles so an, wie es Adrian gefiel. Bald kam er herunter. Wir aßen schweigend, das Klirren des Bestecks war das einzige Geräusch zwischen uns. Als wir fertig waren, ging er wortlos in sein Arbeitszimmer. Ich blieb zurück, um beim Abräumen zu helfen, bevor ich mich in mein Zimmer zurückzog.

Als ich an diesem Abend auf dem Bett lag, fiel mir das Einschlafen leicht, nicht weil ich meinen Frieden gefunden hatte, sondern weil ich erschöpft war. Morgen würde ich mich wieder seiner Familie stellen müssen, Menschen, die mir in meiner eigenen Ehe immer das Gefühl gaben, eine Außenseiterin zu sein.

Am nächsten Morgen wachte ich in einem leeren Bett auf. Adrian war weg. Ein leichter Schmerz breitete sich in meiner Brust aus. Normalerweise weckte er mich, damit ich ihm half, sich für die Arbeit fertig zu machen. Warum hatte er das heute nicht getan? fragte ich mich. Liegt es an der Party? Oder wollte er mich nicht stören?

Ich schob den Gedanken beiseite und ging ins Badezimmer, um mich frisch zu machen. Nach dem Frühstück ging ich durch die Villa, vergewisserte mich, dass alles in Ordnung war, kümmerte mich um das Personal und erledigte die routinemäßigen Aufgaben, die zu meinem Alltag geworden waren. 

Die Zeit verging still und verschmolz mit sich selbst, bis der Nachmittag kam. Bald tauchte das Spa-Team auf, von dem Adrian gesprochen hatte. Es waren bekannte Gesichter, Fachleute, die er ausschließlich für mich engagiert hatte. Sie bedienten niemanden sonst, tratschten nicht, stellten keine Fragen.

Sie kamen, wenn sie gebraucht wurden, wurden monatlich bezahlt und verschwanden wieder, genau wie alles andere in meinem Leben.

Die Spa-Behandlung war lang und verwöhnend. Geschickte Hände lösten Verspannungen in meinen Muskeln, warme Öle drangen in meine Haut ein. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich entspannt, leichter. Aber das Gefühl hielt nicht an. Die Ruhe war vorübergehend, künstlich.

Danach stylten sie meine Haare und schminkten mich sorgfältig, wobei sie es schlicht und elegant hielten. Als ich in den Spiegel blickte, sah ich Schönheit, aber auch Distanz. Die Frau, die mich dort anblickte, sah makellos aus, und doch leer.

Am Abend kehrte Adrian zurück. Er duschte und zog sich schnell an, seine Bewegungen waren effizient und geübt. Als er das Wohnzimmer betrat, wanderte sein Blick kurz über mich hinweg.

„Bist du fertig?“, fragte er.

„Ja“, antwortete ich.

„Okay. Lass uns gehen.“

Er nahm meine Hand, und wir gingen gemeinsam zum Auto. Sein Griff war fest, vertraut. Die Fahrt verlief wie immer schweigend. Die Lichter der Stadt zogen am Fenster vorbei und verschwammen zu goldenen und weißen Streifen.

Bald darauf kamen wir bei seinem Elternhaus an.

„Guten Abend, ihr Lieben“, sagte ich mit einem höflichen Lächeln, als wir eintraten.

„Guten Abend, Liebes“, antworteten sie. Die Zusammenkunft wirkte förmlich, kontrolliert. Seine Familienmitglieder gingen höflich, aber distanziert miteinander um, jeder achtete auf seinen eigenen Bereich. Ich konnte die Anspannung unter der Oberfläche spüren, besonders zwischen seinen Eltern. Sie sprachen freundlich miteinander, aber es lag keine Wärme, keine Zuneigung darin. Es tat mir in der Brust weh.

Ich wechselte ein paar kurze Worte mit einigen Verwandten. Einige bewunderten mich offen, lobten mein Aussehen und sagten, ich hätte Glück, einen Mann wie Adrian zu haben. Andere flüsterten unfreundliche Worte, in der Annahme, ich würde sie nicht hören. Ich tat so, als würde ich es nicht bemerken, lächelte, wenn es angebracht war, und schwieg ansonsten.

Trotz des Gelächters und der Musik fühlte ich mich innerlich leer. Die Leere folgte mir wie ein Schatten. Die Feier dauerte bis Mitternacht. Adrian mochte es nicht, bei seinen Eltern zu übernachten, also fuhren wir wie immer noch in derselben Nacht nach Hause. 

Auf der Heimfahrt starrte ich aus dem Fenster, mein Spiegelbild schwach auf der Scheibe. Warum fühle ich mich so? fragte ich mich. Warum fühlt sich alles so schwer an? Ich kannte die Antwort. Ich konnte nicht länger warten.

Als wir zu Hause ankamen, gingen wir direkt nach oben. Adrian ging wortlos ins Badezimmer. Er legte Wert auf Sauberkeit, Routine und Ordnung. Ich stand da, mein Herz pochte, und ging im Kopf durch, was ich sagen musste. Ich muss es heute Abend sagen, und nichts darf mich aufhalten oder unterbrechen.

Bald kam er heraus, griff bereits nach der Tür und wollte den Raum schon wieder verlassen.

„Adrian, warte“, sagte ich schnell. „Ich würde mich sehr gerne mit dir unterhalten.“

„Das kann warten“, antwortete er, die Hand noch immer auf der Türklinke. „Wir reden später. Ich muss erst ein paar Dinge erledigen.“

„Bitte, Adrian“, sagte ich, meine Stimme zitterte, obwohl ich mich bemühte, ruhig zu bleiben. „Es ist wichtig. Ich muss jetzt mit dir reden.“

Er blieb stehen. Langsam drehte er sich um und sah mich an. Sein Blick war tief, unlesbar. Nach einem Moment ging er zurück und setzte sich auf die Couch.

„Okay“, sagte er. „Du kannst anfangen.“

Mein Herz raste. Ich faltete die Hände und wagte es nicht, ihn anzusehen.

„Adrian … bitte“, begann ich leise. „Ich halte das nicht mehr aus. Ich verliere langsam den Verstand. Die Langeweile, die Einsamkeit – das bringt mich langsam um.“

Ich holte zitternd Luft.

„Ich möchte arbeiten. Ich möchte unter Menschen sein. Ich kann nicht mehr den ganzen Tag in dieser Villa bleiben. Es ist für meinen Seelenfrieden, für meine emotionale Stabilität.“

Ich schloss die Augen, mein Körper zitterte, während ich auf seine Antwort wartete, unsicher, ob mir Verständnis entgegengebracht würde oder etwas ganz anderes.

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