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Kapitel 3

Penulis: Emp_ress B
last update Tanggal publikasi: 2026-05-25 16:21:49

Kapitel 3

Aus Priscillas Sicht

Als wir die Villa betraten, rasten meine Gedanken. Wie geht es weiter? Was soll ich tun? Ich holte zitternd Luft und versuchte, mich zu beruhigen. Beruhige dich, Priscilla. Lass dich einfach treiben. Jetzt hilft nichts anderes als Geduld.

Ich folgte Adrian schweigend, während er mir den Weg nach oben wies. Das Haus war riesig, jede Ecke glänzte vor Marmor, poliertem Holz und Kristallkronleuchtern. Die Luft roch schwach nach frischen Blumen und gewachsten Böden. Meine Absätze klackerten auf den Fliesen, und ich empfand sowohl Ehrfurcht als auch Angst angesichts dessen, wie groß und leer dieser Raum wirkte.

Dies war unsere erste Nacht als Ehepaar. Mein Herz hämmerte, als mir die Wahrheit dessen bewusst wurde, was Adrian klargestellt hatte: Wir würden nicht getrennt schlafen. Mein Magen zog sich zusammen. Ich war noch nie mit einem Mann zusammen gewesen, hatte noch nie Intimität erlebt, war noch nie in einer Beziehung gewesen.

Meine Konzentration auf die Schule und mein Stipendium hatten mein Herz diszipliniert gehalten, doch nun flatterte es wild vor Vorfreude und Angst. Und meine Liebe zu Adrian, die so lange geschwiegen hatte, machte das Unbekannte beängstigend.

Wir betraten das Hauptschlafzimmer. Es war riesig und makellos eingerichtet: ein Kingsize-Bett mit Satinbettwäsche, hohe Fenster, die die Lichter der Stadt einrahmten, weiche Teppiche unter den Füßen und Wände in einem gedämpften Cremeton, der den Raum sowohl elegant als auch kalt wirken ließ. Ich fühlte mich darin klein, unsicher, wohin ich schauen oder was ich tun sollte. 

Meine Finger zappelten, als ich zur Bettkante ging und mich hinsetzte. Adrian ging wortlos direkt ins angrenzende Badezimmer. Ich blieb regungslos sitzen, das Herz hämmernd, und versuchte, mich auf das vorzubereiten, was kommen würde. Ich hatte mein Hochzeitskleid im Hotel ausgezogen und trug nun ein schlichtes, weiches Nachthemd. Es war bequem, aber selbst das fühlte sich angesichts der Bedeutung dieser Nacht unangemessen an.

Ich konnte die Wahrheit nicht leugnen: Ich hatte Angst. Angst vor Intimität, Angst vor dem Scheitern, Angst vor dem Unbekannten. Doch tief in meinem Inneren wusste ich auch, dass dies Teil des Lebens war, ein Prozess, den jeder Mann und jede Frau irgendwann durchlaufen würde. Ich redete mir ein, dass erste Erfahrungen zwar schmerzhaft sein könnten, aber auch schön.

Als die Badezimmertür quietschend aufging, trat Adrian heraus, er sah erfrischt aus, sein gestärkter Anzug war einem legeren Hemd und einer Hose gewichen. 

„Du kannst duschen gehen“, sagte er ruhig, wobei sich unsere Blicke kurz trafen.

Ich gehorchte und ging schnell ins Badezimmer. Ich verweilte länger als gewöhnlich, denn ich brauchte das Wasser, um meine rasenden Gedanken zu beruhigen. Als ich herauskam, trug ich die Dessous, die meine Mutter mir für diesen Anlass geschenkt hatte. Der Gedanke ließ mich tief erröten; das war neu, intim und beängstigend. Und doch war er jetzt mein Ehemann. Ich musste mich voll und ganz auf dieses Leben einlassen.

Ich ging langsam zurück ins Schlafzimmer. Adrian lehnte sich gegen das Kopfteil des Bettes, seine Haltung war entspannt, sein Blick auf mich gerichtet.

„Warum hast du so lange gebraucht?“, fragte er mit leiser, beherrschter Stimme.

„Ich …“, begann ich, doch die Worte blieben mir im Hals stecken.

„Komm her“, sagte er, und ich spürte ein Flattern aus Angst und Vorfreude. Mein Körper bewegte sich wie von selbst, zog sich vorwärts. Er musterte mich schweigend, seine Augen wanderten von meinem Kopf bis zu meinen Zehen und nahmen jedes Detail in sich auf.

Er trat auf mich zu, als ich bei ihm angekommen war. Dann zog er mich mit einer Entschlossenheit, die keinen Raum für Zögern ließ, an sich. Ich spürte die Kraft seiner Präsenz, befehlend, selbstbewusst, unnachgiebig. Und dann die erste Berührung, sanft und doch besitzergreifend. Er presste seine Lippen auf meine und hielt mich in einem Kuss fest, der sowohl von Macht als auch von Anspruch sprach.

Ich schloss die Augen und versuchte, mich in den Empfindungen und Emotionen zu verankern, die mich überfluteten. Seine Hände waren fest, respektvoll und doch führend; sie zeigten mir ohne Worte, dass er Gehorsam erwartete, aber auch Intimität. Mein Puls raste, und mein Körper zitterte, nervös und erregt zugleich. Ich spürte Wärme, Verbundenheit und eine verwirrende Mischung aus Angst und Verlangen.

Die Zeit schien zu verschwimmen. Er zog mich näher an sich heran, flüsterte meinen Namen, und mir wurde klar, wie intim dieser Moment war, nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Mein Körper reagierte auf seine Präsenz, mein Herz raste vor Angst und Aufregung zugleich.

Meine Gedanken kreisten um Vertrauen, Gehorsam und Liebe. Konnte ich mich jemandem hingeben, der mich noch nicht liebte? Ich klammerte mich an die Hoffnung, dass meine Geduld, meine Hingabe und mein Herz diese Distanz überbrücken könnten. Schließlich schlief ich ein, erschöpft von der emotionalen und körperlichen Intensität der Nacht.

Als ich erwachte, streifte mir das Sonnenlicht über das Gesicht. Ich blinzelte und stöhnte leise, jeder Muskel schmerzte vor ungewohnter Müdigkeit. Ich drehte den Kopf und sah, dass Adrian nicht mehr da war; der Platz neben mir war leer und still. Ein Stich der Einsamkeit durchzog meine Brust – eine Erinnerung daran, dass er mir emotional nicht gehörte, doch körperlich hatte er seine Spuren hinterlassen.

Ich richtete mich auf und zuckte leicht zusammen. Ich spürte jeden Schmerz in Muskeln und Nerven, die nach der vergangenen Nacht erwachten. Langsam ging ich ins Badezimmer, nahm eine lange, heiße Dusche und ließ das Wasser meinen Körper beruhigen. Ich cremte mich ein, um die Schmerzen zu lindern, und spürte ein Ziehen an Stellen, die mir völlig neu waren. Trotz der Schmerzen errötete ich. Die Erfahrung war intensiv, überwältigend und auf eine Weise lustvoll gewesen, die ich nicht erwartet hatte.

Angezogen und gefasst ging ich hinunter ins Esszimmer. „Guten Morgen“, grüßte ich das Personal. Ihr höfliches Nicken und ihr ruhiges Lächeln erwiderten meinen Gruß.

„Guten Morgen, Ma’am. Das Frühstück wird in Kürze serviert“, antwortete eine der Dienstmädchen.

„Danke. Ich bin am Verhungern, bitte servieren Sie mir etwas zu essen“, sagte ich und nahm an dem langen, polierten Esstisch Platz.

„Sofort, Ma’am“, antwortete sie.

„Wo ist Adrian?“, fragte ich und versuchte, den kleinen Stich der Enttäuschung zu verbergen, den ich über seine Abwesenheit empfand.

„Er ist zur Arbeit gegangen, Ma’am“, sagten sie. Mein Herz sank ein wenig. Konnte er nicht bleiben, wenigstens für einen Tag, nur um hier bei mir zu sein?

„Hat er gegessen, bevor er gegangen ist?“, fragte ich, wobei sich ein leiser Ton der Besorgnis in meiner Stimme bemerkbar machte.

„Ja, gnädige Frau“, sagten sie.

Ich aß langsam, genoss das Essen und ließ es auf mich wirken. Nachdem ich fertig war, begann ich meine erste offizielle Aufgabe als Ehefrau: das Personal kennenzulernen, ihre Namen zu lernen, ihre Aufgaben zu beobachten und meine ersten Anweisungen zu geben. Mein Tonfall war bestimmt, aber höflich; meine Worte wohlüberlegt. Ich würde hier das Sagen haben, und sie würden mir gewissenhaft gehorchen.

Dies war der Beginn meines Lebens als Ehefrau, nicht nur als Gefährtin meines Mannes, sondern als Herrin des Hauses. Autorität, Gehorsam und häusliche Verantwortung verflochten sich nun mit der emotionalen Reise, die ich am Abend zuvor begonnen hatte.

Meine Gedanken schweiften zurück zu Adrian. Er war distanziert, herrisch, lieblos, aber in dieser Vereinbarung gehörte er mir. Ich wusste, dass Herausforderungen auf mich zukommen würden, sowohl emotionale als auch praktische. Doch vorerst erinnerte ich mich daran: Ich musste dieses Leben Schritt für Schritt angehen. Und jeder Schritt, so beängstigend er auch sein mochte, war Teil meiner Reise.

So begann mein erster Tag als Ehefrau.

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