Nia Die schweren Eisentore des Anwesens ächzten unter der Wucht meines Geländewagens, als ich auf den nassen Asphalt raste, wobei die Reifen auf dem rutschigen Stein protestierend quietschten. Ich riss die Tür auf, noch bevor der Motor ganz zum Stillstand gekommen war, und meine Stiefel schlugen mit schweren, unruhigen Schritten auf den Boden. Die dringende Ratssitzung, die ich gerade verlassen hatte, war bereits ein fernes, verschwommenes Bild. Alles, was zählte, alles, was meinen Puls in den letzten zwei Stunden heftig gegen meine Rippen hämmern ließ, war das Mädchen, das oben wartete. „Nia?“ Meine Stimme hallte von den hohen Decken der stillen Flure wider, als ich die große Treppe zwei Stufen auf einmal nahm. Ich streifte mein Sakko ab und warf es auf das Geländer; meine Lungen sehnten sich nach dem sanften Duft von Vanille und Jasmin, der mich normalerweise begrüßte, wenn sie in der Nähe war. Stattdessen empfing mich Stille. Eine schwere, erstickende Stille, die mir
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