Florence Dennis
Elara Vale hat seltsame Träume. In ihnen brennt ein Wald, und ein verwundeter Mann flüstert ihren Namen – mit der Bitte, ihn zu vergessen, sobald sie ihn findet. Als sie erwacht, trägt sie ein fremdes Symbol in der Handfläche.
Kurze Zeit später begegnet sie Lucien Blackthorn. Der Moment, in dem sich ihre Blicke treffen, löst in ihr Bilder von Blut und Feuer aus. Lucien starrt sie an, als hätte er einen Geist gesehen. Denn vor dreihundert Jahren tötete er seine Gefährtin – eine Frau, die denselben Namen trug wie Elara.
Lucien ist der unsterbliche Wolfskönig. Kalt, kontrolliert und seit Jahrhunderten von Schuld zerfressen. Er nimmt Elara mit in sein Reich, doch je näher sie ihm kommt, desto mehr Erinnerungen kehren zurück. Sie sieht sich selbst an seiner Seite. Sie hört ihre eigene Stimme, die ihn bittet, sie zu töten, falls sie jemals zurückkehren sollte.
Während Elara versucht zu verstehen, wer sie wirklich ist, beginnt etwas in ihr zu erwachen. Die Wölfe des Königreichs erkennen sie. Die Ältesten schweigen. Und Lucien weigert sich, die ganze Wahrheit zu sagen – aus Angst, die Geschichte könnte sich wiederholen.
Doch die Wahrheit ist weit dunkler, als beide ahnen. Die Gefährtenbindung, die alle Werwölfe für Schicksal halten, ist kein Geschenk des Mondes. Sie ist eine Fessel. Und Elara ist die Einzige, die sie jemals zerbrechen könnte.
Als die Vergangenheit und die Gegenwart aufeinanderprallen, müssen Lucien und Elara eine unmögliche Entscheidung treffen: der Bestimmung folgen – oder sich frei entscheiden. Selbst wenn diese Freiheit bedeutet, dass sie einander für immer verlieren.
Denn diesmal will der Mond nicht nur ihre Liebe. Diesmal will er sie selbst.
8