Die Geliebte des Don – meine Patientin
Ich war fünf Jahre lang mit Matteo verheiratet – dem Don der Familie Lamberti.
Niemand wusste, dass ich seine Frau war.
Ich wollte weder Privilegien noch Aufmerksamkeit und blieb deshalb im Verborgenen.
Wir waren verliebt. Jeden Tag fühlte es sich an wie am Anfang.
Dann zerstörte mein erster Tag im neuen Krankenhaus alles.
„Frau Accardi, das glauben Sie nie.“ Eine Kollegin beugte sich zu mir, breit grinsend. „Raten Sie mal, wer der Ehemann der neuen Patientin ist? Matteo Lamberti höchstpersönlich.“
Ich erstarrte.
Wenn sie seine Frau war – wer war dann ich?
Sie war schwanger. Sie trug den künftigen Lamberti-Erben.
Was machte das dann aus dem Baby in mir?
Ich hielt die Fassade aufrecht. Ich führte die Untersuchung durch und spielte die ruhige, kompetente Ärztin.
Niemand bemerkte die Panik, die an mir zerrte.
Ich redete mir ein, dass es nur Klatsch war. Nichts als Lügen.
Es musste so sein.
Dann hörte ich, wie Matteo sie „meine Prinzessin“ nannte.
Das war es.
Er hatte eine neue Prinzessin.
Und ich musste ihn loslassen.