Seine Reue — ich höre nicht mehr zu
An meinem Geburtstagsausflug erschien mein Mann Niklas Hofmann plötzlich mit meiner Adoptivschwester Lena Sommer und ihrem Kind.
Als wir abreisen wollten, setzte er sie selbstverständlich auf den Beifahrersitz und sagte zu mir:
„Das Kind bekommt leicht auf Reisekrankheit, der Rücksitz ist voller Sachen — du bist ja gesund, nimm den Bus.“
Auch meine Freunde stimmten ihm zu:
„Du bist die ältere Schwester, es ist nur richtig, dass du auf das Kind deiner Schwester aufpasst.“
Es standen vier Autos bereit — aber für mich, die Hauptperson, war kein Platz mehr.
Mit einem quälenden Gefühl in der Brust stieg ich in den Bus und sah in der WhatsApp-Gruppe, wie Niklas und Lena sich zärtlich verhielten.
Und selbst die Themen, über die sie sprachen, waren mir völlig unbekannt.
Als ich das neu eingegangene Video öffnete, war auf dem Tisch, der für mich bestimmt war, nur noch der übrig gebliebene Essenrest.
Sogar der Geburtstagskuchen, den ich liebevoll zubereitet hatte, wurde von Niklas als Nachtisch an Lena und ihre Tochter verfüttert.
Jemand konnte es nicht mehr ansehen und fragte ihn, ob das nicht falsch sei.
Niklas, der gerade sorgfältig Lenas Mund abwischte, hob nicht einmal den Kopf:
„Wir sind doch eine Familie. Clara wird sich nicht ärgern.“
In diesem Moment war die siebenjährige Ehe zu Ende.