Mich in meinen Stiefbruder verlieben
„Könntest du bitte etwas zurücktreten?“, flüsterte ich, doch die Muskelwand, die in meinen persönlichen Raum eindrang, rührte sich nicht von der Stelle. Warum sah er so verdammt heiß aus, obwohl er nichts und doch alles tat?
Lucian beugte sich vor, hob mein Kinn mit seinem Daumen an und streichelte dabei die weiche Haut. Seine schwarzen Augen fixierten meine schimmernden blauen.
„Du hast mich ständig angesehen, angestarrt und mit deinen Blicken gefickt. Ich kann dir geben, was du willst – schon wieder.“ Seine tiefe Stimme ließ Schauer über meinen Rücken laufen.
Ich spürte, wie seine andere Hand über meine Taille glitt und mich wie eine Geige zum Schwingen brachte; mein Innerstes wurde feucht bei dem Gedanken daran, was passiert war, als wir uns das letzte Mal so nahe gekommen waren.
Lust auf meinen neuen Stiefbruder zu empfinden, sollte das Letzte sein, woran ich dachte, aber ich bekam ihn einfach nicht aus dem Kopf.
***
Violet hasste ihre Mutter dafür, dass sie nach Belieben den Ehemann wechselte. Widerwillig packte sie ihre Koffer und zog von einer Villa in die nächste.
Die neue Villa war wie üblich größer als die letzte, doch der neue Stiefvater kam ihr bekannt vor. Violet traute ihren Augen nicht, als sie Lucian sah, den attraktivsten und beliebtesten Jungen der Schule, der sich als ihr Stiefbruder vorstellte!
Lucian merkte, wie er von seiner neuen Stiefschwester immer mehr in den Bann gezogen wurde – ein Gefühl, das ihm fremd war. Er war es gewohnt, einmal mit einem Mädchen zusammen zu sein und dann nie wieder zurückzukommen, doch bei Violet war das anders. Er fand immer wieder den Weg zurück in ihr Bett.