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4- HARPER

Author: WORLDCUP
last update publish date: 2026-10-20 01:02:36

Die Nachmittagssonne hing tief und schwer am Himmel und malte die Stadt in Schattierungen von verbranntem Orange und erschöpftem Gold, als ich die vorderen Stufen unseres Brownstone hinaufschritt, meine Schultern schmerzten vom Gewicht meines Rucksacks und mein Geist war immer noch überladen mit dem Lärm des Schultages.

Die U-Bahn war voll, der Weg vom Bahnhof zu lang, und jeder Muskel in meinem Körper fühlte sich an, als wäre er ausgewrungen und zum Trocknen gelassen worden.

"Meine Güte!! Was für ein sehr stressiger Tag! Ich kann mich endlich ausruhen", sagte ich zu mir selbst, als ich nach Hause kam und nach der Türklinke griff, meine Finger schlossen sich mit einem Seufzer der Erleichterung um das kühle Messing.

Aber in dem Moment, als ich die Tür aufstieß, stimmte etwas nicht.

Die Luft, die mich begrüßte, war dick und falsch - schwer mit einem scharfen, bitteren Geruch von etwas Brennendem, das mir in den hinteren Teil meiner Kehle kratzte und meine Augen sofort tränen ließ. Es war so stark, so bissig und erstickend, dass ich sofort wusste, dass in der Küche etwas schrecklich schief gelaufen war.

"Oh mein Gott!" Ich hustete, das Geräusch riss sich aus meinen Lungen, als ich nach sauberer Luft schnappte, meine Hand flog nach oben, um meine Nase und meinen Mund zu bedecken. "Was brennt da drin? Ist Mama von der Arbeit zurückgekommen und hat Essen auf das Feuer gelegt und dann vergessen, es abzustellen?" Die Fragen gingen mir immer wieder in einer hektischen Schleife durch den Kopf, als ich meine Tasche mit einem schweren Knall an der Tür fallen ließ und hineinstürmte, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen.

Die Küche war neblig mit dünnem grauem Rauch, der sich in faulen, giftigen Bändern zur Decke kräuselte. Auf dem Herd saß ein Topf geschwärzt und vergessen, sein Inhalt reduziert auf ein verkohltes, rauchendes Durcheinander. Und da stand meine Mutter an der Theke mit dem Rücken zur Katastrophe.

Sie starrte aus dem Fenster ins Nichts, ein schwaches, distanziertes Lächeln spielte in ihren Lippenwinkeln, völlig ahnungslos von der Gefahr, die nur Füße hinter ihr schwelte.

"Mama!" Ich griff in drei Schritten nach ihr und berührte sanft ihren Arm. "Du warst in Gedanken versunken und hast gelächelt. Du hast dich nicht einmal um das Essen gekümmert, das du in Brand gesteckt hast." Meine Stimme knackte vor Angst, die tiefer ging als das verbrannte Abendessen. "Wenn ich also nicht hier wäre, könnte dieses Haus von einem Brand ausgebrochen werden - einschließlich Ihres Lebens."

Sie ruckte, als ob meine Berührung sie einen Stromschlag erlitten hätte, und schnappte aus der Träumerei heraus, die sie gefangen gehalten hatte. Ihre Augen waren groß, erschrocken und für einen Moment sah ich etwas in ihnen flackern - etwas Geheimes, etwas, etwas, das sie verzweifelt zu verbergen versuchte.

"Oh! Harper! Schon zurück von der Schule?" Fragte sie, ihre Stimme war immer noch erschrocken, leicht zitternd, als sie mich anblinzelte, als würde sie mich zum ersten Mal sehen.

"Ja, Mama", antwortete ich, meine Sorge vertiefte sich mit jeder Sekunde. "Es ist schon nach 4 Uhr, und wir haben pünktlich um 4 Uhr geschlossen - das ist unsere Schließzeit."

„Ich bin sogar überrascht, dass du schon zurück bist. Ist alles in Ordnung?" Fragte ich, hielt ihren Blick fest und versuchte, ihren Gesichtsausdruck zu lesen, versuchte, über die Gedanken hinwegzusehen, die sie so sorgfältig an Ort und Stelle hielt.

"Mein Schatz, alles ist in Ordnung", antwortete sie leise. Sie zwang sich zu einem kleinen Lächeln, der Art, die die Ecken nicht zerknitterte, die Art, die rein mechanisch war. "Ich habe gerade die Erlaubnis von der Arbeit genommen, früher zu gehen. Ich fühlte mich ein bisschen schwach."

Sie streckte die Hand aus und steckte mir eine Haarsträhne mit einer Zärtlichkeit hinter das Ohr, die meine Brust schmerzen ließ, dann änderte sie schnell den Ton, ihre Stimme schärfte sich mit künstlicher zügigkeit. "Du solltest dich jetzt frisch machen", fügte sie hinzu und versuchte, das Gespräch abzulenken, bevor ich weitere Fragen stellen konnte.

"Hmm... in Ordnung, Mama. Pass gut auf dich auf", sagte ich, meine Stimme war flach mit dem Gewicht ungefragter Fragen. Ich drehte mich zur Tür um und ging in mein Zimmer, meine Schritte waren schwer auf der Treppe. Aber tief im Inneren wusste ich mit Sicherheit, dass etwas sie störte. Sie schien sehr abgelenkt zu sein und war offensichtlich nicht bereit, sich mir darüber zu öffnen.

"Was auch immer sie in sich trug, es war nur ihr - vorerst", dachte ich laut, als ich nach oben in mein Zimmer ging.

(AM NÄCHSTEN TAG)

Die Morgenversammlung hatte sich länger als sonst hingezogen, die Stimme des Schulleiters dröhnte durch das PA-System über Disziplin und Pünktlichkeit, während die Sonne gnadenlos auf unsere Köpfe schlug.

Als wir wieder in den Unterricht gingen, klebte meine Uniform an meinem Rücken und mein Hals war ausgetrocknet. Ich war gerade in meinen Sitz gesunken und fächerte mich immer noch mit einem Notizbuch auf, als Asher neben meinem Schreibtisch auftauchte.

"Oh Harper! Ich glaube, ich hatte auch einen Traum, als ich die Geschichte las", sagte Asher und ging auf mich zu, als wir uns nach der Versammlung niederließen.

Seine Stimme hatte diesen aufgeregten, halbflüsternden Ton, den er immer bekam, wenn ihm den ganzen Morgen etwas durch den Kopf gebrannt hatte, die Art von Ton, der die Leute dazu begte, sich zu lehnen, ohne zu merken, dass sie es taten.

"Es war seltsam", fügte er hinzu, senkte seine Stimme ein wenig und sah sich um, um sicherzustellen, dass niemand sonst zuhörte. "Die Charaktere aus der Geschichte waren tatsächlich darin, und es fühlte sich so real an." Seine Augen waren groß, ernst, völlig frei von dem neckenden Schimmer, den ich erwartet hatte.

"Ah! Welchen Traum hattest du?" Fragte ich, meine Neugierde geweckt, begann ihm bereits zu glauben, als Jane die Klasse betrat und direkt auf uns zuging.

"Würdet ihr glauben, dass ich einen Traum hatte, als Asher euch gefickt hat?" Sagte sie, ihre Stimme laut genug, um sie zu tragen, als sie auf mich zeigte und neben Asher in Gelächter ausbrach, die beiden lösten sich in Kichern auf, das von den Wänden des Klassenzimmers widerhallte.

Der Boden fiel aus meinem Magen. Ich spürte, wie mir das Blut ins Gesicht strömte, heiß und demütigend.

"Oh! Also habt ihr euch beide tatsächlich zusammengetan, um mein Gehirn durcheinander zu bringen?" Sagte ich, als mir klar wurde, was sie vorhatten, meine Stimme war angespannt vor Wut und Verlegenheit.

"Bitte! Ihr solltet beide zu euren Plätzen zurückkehren. Ich habe keine Kraft für deine Probleme", fügte ich wütend hinzu und wandte mich von ihnen ab, meine Hände zitterten leicht, während ich mich mit meinen Büchern beschäftigte.

Da rannte Peter wieder in die Klasse.

"Hey Leute! Ich glaube, der Schulleiter kommt in unsere Klasse", sagte er schwer keuchend, während er sich gegen den Türrahmen lehnte, seine Brust hob, seine Augen leuchteten mit diesem vertrauten Fieber von frischem Klatsch. "Ich habe ihn mit einem neuen Schüler gesehen. Sie gehen direkt in unser Klassenzimmer."

(MINUTEN SPÄTER)

"Guten Tag Schüler", grüßte der Schulleiter, als er mit einem neuen Schüler neben ihm in die Klasse ging, genau wie Peter es zuvor gesagt hatte.

"Ich freue mich, Ihnen allen mitteilen zu können, dass Sie einen neuen Schüler haben werden", sagte der Schulleiter, seine Stimme war ruhig, aber fest genug, um alle dazu zu bringen, sich aufzurichten, und die letzten paar Flüsterer schlossen ihren Mund zu.

Er hielt inne und sah sich im Raum um, nahm Blickkontakt mit einigen von uns auf, sein Blick verweilte gerade lange genug, um uns daran zu erinnern, wer hier die Macht hatte, bevor er fortfuhr.

"Ich bitte euch alle, euch ihm gegenüber so gut wie möglich zu benehmen. Geben Sie ihm das Gefühl, willkommen zu sein, helfen Sie ihm, sich einzuleben, und denken Sie daran, dass wir diese Schule damit vertreten, wie wir miteinander umgehen." Der Ton des Schulleiters wurde am Ende etwas weicher, aber man konnte sehen, dass er jedes Wort ernst meinte.

Als er zu Ende gesprochen hatte, wanderten alle Augen zu dem neuen Studenten, der neben ihm stand, und die Luft im Raum füllte sich mit dieser elektrischen Mischung aus Aufregung, Flüstern und Vorfreude, die nur ein neues Gesicht erzeugen konnte.

"Bitte!! Stellen Sie sich Ihren neuen Klassenkameraden vor", wies der Schulleiter an und trat mit einer kleinen, formellen Geste zur Seite.

Der Junge hob langsam seinen Kopf. "Mein Name ist Martin Julius", sagte er mit einer Stimme, die sehr hörbar und charmant war.

Nachdem er gesprochen hatte, wanderten seine Augen von einem Schreibtisch zum anderen, ruhig und aufmerksam, als würde er leise jede Person im Raum aufnehmen.

Dann fand sein Blick meinen.

"Das ist nicht möglich", schrie ich sofort, die Worte rissen mir aus der Kehle, bevor ich sie aufhalten konnte, bevor mein Gehirn das einholen konnte, was meine Augen sahen.

Wir hatten direkten Blickkontakt miteinander, und in diesem Sekundenbruchteil sah ich die Erkennung in seinen Augen flackern - oder war es meine Einbildung? Ich fing mich schnell und senkte meine Stimme, meine Hände flogen nach oben, um meinen Mund zu bedecken, mein Herz schlug gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel.

"Träume ich aus?" Ich flüsterte vor mich hin, meine Stimme zitterte so sehr, dass ich sie kaum erkannte.

"Das ist genau der Typ, der mich in meinem Traum gefickt hat und mich nass und tropfend macht, wenn ich aufwache." Ich rief leise aus, das Geständnis kaum hörbar, ein Gebet und ein Fluch auf einmal. Dann, getrieben von einem verzweifelten Bedürfnis nach Realität, drückte ich meinen Arm fest - so hart, dass ich spürte, wie sich der blaue Fleck sofort bildete - nur um zu bestätigen, dass ich nicht träumte.

Der Schmerz war echt.

Aber er war es auch - er stand da mit demselben Gesicht und dieser überwältigenden Präsenz, direkt vor mir.

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Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln, einschließlich Fotokopien, Aufzeichnen oder anderen elektronischen oder mechanischen Methoden, reproduziert, verbreitet oder übertragen werden, es sei denn, dies ist nach dem US-Urheberrecht zulässig. Für Erlaubnisanfragen wenden Sie sich bitte an WORLDCUP.

Die Geschichte, alle Namen, Charaktere und Vorfälle, die in dieser Produktion dargestellt werden, sind fiktiv.

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