เข้าสู่ระบบLinas SichtweiseEin stechender Schmerz schoss mir von den Knien bis in die Oberschenkel. Ich schnappte nach Luft und zwang mich, mich aufzurichten. Zwei Augenpaare ruhten noch immer auf mir, bevor ich es überhaupt wagte, aufzusehen.Damiens Gesichtsausdruck war der Inbegriff des Unglaubens.Carlinos Gesichtsausdruck hingegen war undurchschaubar – ruhig, beherrscht, als hätte er das schon einmal erlebt.„Was machst du hier?“, fragte er mit ruhiger Stimme, doch sein Tonfall traf mich härter als jeder Schrei.Ich schluckte. Die Worte blieben mir im Hals stecken. „Ich… ich habe mich verlaufen.“ Die Lüge wirkte fadenscheinig, und ich wusste es.„Hast du dich verlaufen?“ Er kam näher, jeder Schritt wirkte bedächtig und hallte durch den Raum. Mir wurde ganz flau im Magen. Sein Blick war alles andere als harmlos.Ich spannte mich instinktiv an, jede Faser meines Körpers war in Alarmbereitschaft.„Ja. Ich – ich konnte den Weg zurück nicht finden“, antwortete ich und bemühte mich, meine Stimme
Linas SichtweiseSeit meiner Ankunft in diesem Haus hatte ich kein Dienstmädchen gesehen. Die Nacht war bereits hereingebrochen, und ich war kein Stück vorangekommen. Meine Gedanken zogen sich in mich zurück und hielten mich in einem selbstgebauten Käfig gefangen. Das Bett unter mir bot keinerlei Komfort. Im Gegenteil, mein Körper juckte an seiner Weichheit, als wolle er keine Ruhe finden. Ich wälzte mich unruhig hin und her und klammerte mich an die Illusion von Geborgenheit, wo keine war. Langsam senkten sich meine Augen vor Erschöpfung.„Ich habe dir doch gesagt, du sollst ihn in Ruhe lassen.“ Die Stimme meiner Mutter durchbrach die Stille. „Dieser Mann wird dir eines Tages zum Verhängnis werden. Merk dir meine Worte.“ Ihre Warnung hallte wider.Darauf folgt eine andere Stimme – genauso vertraut, genauso unerbittlich: „Er hat dir nichts als Schmerz zu bieten. Lass diese ungesunde Beziehung aus deinem Leben verschwinden, damit du wachsen kannst – geistig, emotional, in jeder Hinsich
Linas Sichtweise„Don… drohst du mir deswegen?“, fragte Damien, und Ungläubigkeit schwang in seiner Stimme mit.Ich starrte Carlino an – auf die ruhige Brutalität, mit der er dastand, ungerührt. Einen Moment lang vergaß ich sogar zu atmen. Er hatte gerade Blut vergossen, ohne einen Finger zu rühren.„Ich drohe Ihnen nicht“, sagte Carlino kühl. „Ich informiere Sie nur.“ Er deutete auf den Korridor. „Gehen Sie zu meiner Hütte. Warten Sie dort auf mich.“Damien zögerte – einen Augenblick zu lange –, dann besann er sich. Er nickte einmal und ging wortlos. Stille folgte. Schwere. Erdrückende Stille.„Und du.“ Carlinos Stimme durchdrang die Stille, scharf genug, um mich aufzuschrecken. „Geh zurück in den Raum. Räum ihn auf. Putz alles.“Ich stieß ein kurzes, ungläubiges Lachen aus, bevor ich mich beherrschen konnte. „Mein Gott“, murmelte ich und hob das Kinn. „Das Zimmer ist riesig. Sie erwarten ernsthaft, dass ich es allein putze?“Sein Blick huschte zu mir. Kalt. Warnung.„Warum schickt i
Linas Sichtweise„Drohst du mir, Marcio?“Carlino saß da, in aller Ruhe, als ob sich der Raum seinem Rhythmus beugte. Seine Stimme war leise, beherrscht – doch ich spürte sie trotzdem, wie Rauch durch die Tür drang. Gezügelte Wut. Kaum spürbar.„Das bin ich nicht.“Marcios Hand schlug einmal auf den Tisch. Nicht laut. Nicht dramatisch. Trotzdem löste das Geräusch ein beklemmendes Gefühl in mir aus.„Ihr alle versteckt euch hinter dem Schweigen und nennt es Loyalität.“Niemand sprach.„Ihr seid alle Feiglinge“, fuhr Marcio fort. „Aber ich bin keiner. Ich habe den Mut, die Dinge beim Namen zu nennen.“Er hielt inne und ließ die Worte sich wie Staub nach einem Zusammenbruch über den Tisch legen.„Es wird ein Ultimatum gestellt“, sagte er schließlich. „Und wenn es ignoriert wird … wird es Neuwahlen geben.“Sein Blick schweifte kalt und unerbittlich durch den Raum. „Nicht weil wir die Regeln neu schreiben.“ Seine Stimme wurde noch leiser. „Weil wir sie endlich durchsetzen.“Carlino sagte n
Linas SichtweiseSobald wir den Raum betraten, richteten sich alle Blicke auf ihn.Ich blieb einen halben Schritt zurück, das Tablett in den Händen. Doch sobald ich aus seinem Schatten trat, folgte mir die Aufmerksamkeit – scharf, neugierig, räuberisch. Die Art von Aufmerksamkeit, die sich nicht die Mühe machte, etwas vorzuspielen. Mir wurde heiß im Rücken. Trotzdem hob ich das Kinn.Es waren viele. Zwölf, vielleicht fünfzehn. Männer, die aussahen, als hätten sie Geheimnisse vergraben, und Menschen mit derselben ruhigen Handhaltung. Alles an ihnen schrie Gefahr – und zwar teure.„Warum stehst du da?“, fragte er. Ich öffnete den Mund, aber er wartete nicht.„Bedienen Sie sie“, fügte er hinzu, ging an mir vorbei und nahm den Stuhl am Kopfende des Tisches ein – weniger ein Sitzplatz, mehr ein Thron. Der Raum schien sich um ihn herum sanft zu biegen, als er Platz nahm.Sofort brach Geflüster aus.„Ein Mädchen im Haus des Dons?“, fragte einer.„Wie ist das möglich?“ Noch eine Frage.„Sie m
Linas SichtweiseWovon sprach er?Ich beugte mich hinunter, bis ich ihm in die Augen sehen konnte. „Entschuldigen Sie, Sir“, sagte ich vorsichtig. „Was meinen Sie? Wer ist Dwan? Ist es ein Mensch … oder ein Haustier?“ Mein Blick suchte in seinem müden, faltigen Gesicht nach Antworten. Er reagierte nicht.Er starrte mich nur an, Verwirrung lag in seinem Blick, als versuchte er, mich in seiner Erinnerung zu verorten und scheiterte. Langsam hob er seine rechte Hand. Streifte mein Gesicht. Seine Finger strichen mit einer Vertrautheit über meine Wange, die mir den Atem raubte – als kenne er dieses Gesicht. Als hätte er es schon einmal berührt.„Ich…“, begann er.„Vater, was machst du draußen?“ Die Stimme kam von hinten. Ich brauchte mich nicht umzudrehen, um zu wissen, wem sie gehörte.Mops.Seine Präsenz erfüllte den Raum augenblicklich mit einer schweren, erdrückenden Atmosphäre.„Lass die Finger von ihm!“, befahl er. Beherrscht. Doch die Warnung, die in seiner Stimme mitschwang, war sch







