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Kapitel 9: Jetzt oder nie

작가: Spilling ink
last update 게시일: 2026-09-22 23:07:49

Linas Sichtweise

Seit meiner Ankunft in diesem Haus hatte ich kein Dienstmädchen gesehen. Die Nacht war bereits hereingebrochen, und ich war kein Stück vorangekommen. Meine Gedanken zogen sich in mich zurück und hielten mich in einem selbstgebauten Käfig gefangen. Das Bett unter mir bot keinerlei Komfort. Im Gegenteil, mein Körper juckte an seiner Weichheit, als wolle er keine Ruhe finden. Ich wälzte mich unruhig hin und her und klammerte mich an die Illusion von Geborgenheit, wo keine war. Lan
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    Carlinos SichtweiseDie zweite Explosion blieb aus. Das war schlimmer. Schwacher Rauch zog an den hohen Fenstern am Ende des Korridors vorbei, grau vor dem Nachthimmel. Nicht dicht. Nicht zerstörerisch. Kontrolliert. Eine Botschaft, kein Angriff.Er wollte mir zeigen, dass er uns erreichen konnte.„Status!“, bellte ich, während wir uns schnell durch die Halle bewegten.„Perimeterdurchbruch bestätigt!“, rief ein Wachmann aus dem Treppenhaus. „Die Kameras im Westflügel sind wieder ausgefallen – totaler Stromausfall.“Natürlich waren sie das.Lina war bereits vor zwei bewaffneten Männern auf dem Weg zu ihrem Flur.Ich habe ihren Arm gepackt.„Tu es nicht“, sagte ich.Ihre Augen blitzten auf. „Das ist mein Flügel.“„Genau deshalb gehst du nicht hin.“„Ich verstecke mich nicht, während jemand durch unser Haus geht.“„Unser Haus?“, wiederholte ich leise und scharf. „Das ist kein Stolz, Lina. Das ist Strategie.“Sie wich nicht zurück, wurde aber auch nicht milder. „Wenn er meinetwegen hier i

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    Carlinos SichtweiseGeblendent.Dieses Wort ging mir nicht mehr aus dem Kopf, als die Bildschirme schwarz wurden. Nicht angegriffen. Nicht bedroht. Blind.Im Operationsraum befanden sich nur wenige Personen, doch die Stille ließ ihn leer wirken. Die Telefone hatten keinen Empfang. Die Datenübertragung war unterbrochen. Jedes System, dem wir vertraut hatten, war innerhalb von dreißig Sekunden ausgefallen.Jemand im hinteren Teil des Saals fluchte leise vor sich hin.„Schalten Sie auf analog um“, sagte ich. Meine Stimme klang ruhig, was half. „Läufer, Funkgeräte, physische Bestätigung. Jetzt.“Stühle kratzten. Befehle flogen nur so dahin. Die Menschen bewegten sich schnell, denn Stillstand bedeutete Nachdenken, und Nachdenken bedeutete zu erkennen, wie angreifbar wir waren.Lina stand mit verschränkten Armen am Ende des Tisches und beobachtete mich statt des Chaos.„Sie sehen in Katastrophenfällen immer so entspannt aus?“, fragte sie.„Nur wenn es geplant ist“, antwortete ich.Ihre Auge

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    Linas SichtweiseDunkelheit hüllte den Flur vollständig ein. Einen Augenblick lang rührte sich niemand, alles erstarrte, selbst die Luft. Plötzlich explodierte alles.„Notstromversorgung, sofort!“, rief jemand.Stiefel polterten über den Marmorboden. Funkgeräte knisterten. Die Notlichter flackerten in mattroten Streifen über den Boden und tauchten alle in sich bewegende Schatten. Carlino erhob nicht die Stimme. Er musste es nicht.„Westflügel“, sagte er und ging bereits los. Schnell. Beherrscht. Totenstille.Damien schloss zu ihm auf und bellte Befehle in sein Handy. „Außenausgänge abriegeln. Niemand rein oder raus. Ich will alle noch vorhandenen Kamerabilder im Blick haben.“„Ich dachte, dieses Haus sei eine Festung, wie ihr alle behauptet habt“, murmelte ich und hielt Schritt.Carlino sah mich nicht an. „Das ist es.“„Dann ist einfach jemand durch deine Wände spaziert.“Sein Kiefer verkrampfte sich, aber er wurde nicht langsamer. Wir bogen um die Ecke zum Westkorridor, meinem Korrid

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    Linas SichtweiseDas Haus erwachte heute vor Sonnenaufgang. Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, noch bevor es jemand aussprach. Die Schritte waren schneller. Die Stimmen leiser. Türen öffneten und schlossen sich zielstrebig statt gemächlich. Die Luft fühlte sich nicht mehr schwer an, sondern aufgeladen.Der Tag war wie im Flug vergangen, immer die gleichen Routinen. Bellas Abwesenheit war nicht nur für mich, sondern für alle im Haus deutlich spürbar. Ständig kreisten meine Gedanken um sie. Der Mann, den ich im Schatten gesehen hatte, war heute nicht gekommen. Da ich nichts anderes tun konnte, verließ ich mein Zimmer für einen kurzen Spaziergang.Ich hatte gerade den Flur betreten, als Damien um die Ecke bog, bereits angezogen und bereits am Telefon.„Nein, mach für heute Abend Schluss“, schnauzte er leise. „Mir ist egal, was es kostet, mach es einfach.“Er legte auf und rannte beinahe in mich hinein. Sein Blick huschte kurz über mich hinweg, musterte mich, dann glitt er an mir vorbe

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