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Geliebte Schwester

Author: T.M Tales
last update publish date: 2026-09-29 23:39:35

Sloanes Perspektive

Ich war gezwungen, mich in diesem Haus wieder klein zu machen. Fünf lange Jahre hatte ich mich hier klein gehalten; man hatte mir beigebracht, wie man so wenig Raum wie möglich einnimmt, die Stimme dämpft und auf all das verzichtet, was ein Haus wie dieses einem Mädchen wie mir nicht zugestand – und mein Körper erinnerte sich daran, sobald ich eintrat: Die Schultern sackten nach innen, der Blick senkte sich auf den Boden, noch ehe ich jemandem ins Gesicht sah.

„Die verlorene
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    Sloanes PerspektiveIch hatte nicht gefrühstückt.Hannah nahm mir den Teller an der Küchentür ab – mit einem Lächeln, das für Bella bestimmt war – und kratzte die Eier in den Müll, sobald Bella ihr den Rücken zudrehte. Das Kassenbuch ging an Emma; es steckte in einem Wäschesack und war für den Stein hinter der östlichen Gartenmauer bestimmt.Den Ordner behielt ich. Ich konnte es mir selbst nicht erklären. Ich wusste nur, dass ich nicht zulassen würde, dass Luciens Name in einem Wäschesack meine Hände verließ. Den ganzen Vormittag über lag er flach an meine Rippen gepresst unter meiner Jacke; bei jedem Atemzug drückte sich das Wachssiegel in meine Haut.Mittags fand Bella mich im Garten.„Lass uns zum See fahren“, sagte sie. „Nur wir zwei. Wir besuchen Mutter.“Meine Mutter. Nicht ihre. Fünf Jahre lang hatte Bella sie „deine Mutter“ genannt – meist mit verächtlich hochgezogener Oberlippe – und war kein einziges Mal an ihrem Grab gewesen.„Warum?“„Weil ich dich letzte Nacht fast verlor

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  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Geliebte Schwester

    Sloanes PerspektiveIch war gezwungen, mich in diesem Haus wieder klein zu machen. Fünf lange Jahre hatte ich mich hier klein gehalten; man hatte mir beigebracht, wie man so wenig Raum wie möglich einnimmt, die Stimme dämpft und auf all das verzichtet, was ein Haus wie dieses einem Mädchen wie mir nicht zugestand – und mein Körper erinnerte sich daran, sobald ich eintrat: Die Schultern sackten nach innen, der Blick senkte sich auf den Boden, noch ehe ich jemandem ins Gesicht sah.„Die verlorene Luna“, sagte Bella, laut genug, dass es bis in die Küche drang. „Zurückgekehrt, um dich mit deiner armen, verlassenen Familie auszusöhnen.“„Ich bin wegen Carl hier.“„Du bist hier, weil dein Mann dich geschickt hat.“ Ihr Blick huschte zu meinem Hals, zu dem dortigen Mal, das noch immer verheilte. Ein Ausdruck huschte so schnell über ihr Gesicht, dass ich ihn nicht benennen konnte – er war verschwunden, noch ehe ich entscheiden konnte, ob es Hass oder Hunger war. „Du trägst sein Mal wie eine Le

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    Aus Luciens SichtIch hatte noch nie zuvor einen Menschen, den ich liebte, in Oscars Haus geschickt. Als das letzte Mal jemand, der mir am Herzen lag, durch dieses Tor gegangen war, war er nie zurückgekehrt; ich hatte zwölf Jahre damit verbracht, sicherzustellen, dass ich dieses quälende Warten nie wieder erleben musste. Ich hatte Mauern, Verträge und Sicherheitsvorkehrungen genau dagegen errichtet. Und nun setzte ich eigenhändig meine Unterschrift darunter, weil es keinen anderen Weg gab, ein Kind zu retten, für das es sich zu kämpfen lohnte.Doch an diesem Morgen sollte ich es trotzdem erleben.Ich küsste sie – die Stelle an ihrem Hals war noch wund –, erst sanft, dann leidenschaftlicher; meine Hand fand ihre Hüfte und zog sie fest an mich, als hätte mir die Nacht bereits mehr geschenkt, als ich je hätte verlangen können.Sie hauchte: „Noch einmal?“„Ein letztes Mal, bevor ich dich an ein Haus übergeben muss, dem ich nicht traue.“ Ich drehte sie langsam und gründlich unter mich; ich

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