LOGINKeine Antwort. Seine Magie war noch da, summte leise und ungleichmäßig unter seiner Haut, aber sie griff nicht nach ihr. Also griff sie stattdessen.
Ihre Macht glitt heraus, weich und silbern, fädelte sich durch ihre Fingerspitzen. Sie lehnte sich nah heran, drückte ihre Stirn gegen seine und strich dann mit den Lippen über seine – kaum ein Kuss, kaum ein Atemzug –, ließ ihre Magie in ihn flie&
„Genau danach klingt es.“Eine Pause. Dann Lyons Stimme – leise, ruhig, aber an den Rändern ausgefranst.„Wenn sie noch einmal die Kontrolle verliert, wird die Stadt brennen. Sie wird es sich niemals verzeihen, wenn das passiert.“Die Worte schnitten tiefer, als ihm bewusst war.Charise presste eine zitternde Hand auf ihre Brust. Das Band pulsierte schwach und spiegelte ihre Gefühle wider – Merricks fest zusammengeschnürte Angst, Pagans trotzige Wut, Lyons Herzschmerz, der unter seiner Befehlsgewalt begraben lag. All das verknotete sich in ihren Rippen wie Draht.Die Stimme ihrer Wölfin grollte schwach in ihrem Inneren.Sie haben recht. Wir wer
Silber explodierte aus ihrer Haut, hell genug, um zu blenden — Bänder aus Licht schlängelten sich wie Peitschen heraus, rissen durch Stoff, Glas, die Luft selbst. Die Vorhänge brachen in Flammen aus — weißes Feuer mit blutroten Rändern. Die Ranken, die die Gartenmauer unten erklommen, kräuselten sich schwarz, dann froren sie mitten im Brennen ein, in Frost eingeschlossen. Der Klang war nicht nur Feuer — es war Schreien. Ihr Wolf heulte in ihrem Kopf, gefangen, hallte in ihrem Schädel wider. „Lyon—“, brachte sie es fertig zu flüstern. Die Tür knallte auf. Er rannte bereits auf sie zu, Macht flutete den Raum in einem Schwall aus blauem Licht. Die Wucht davon traf die Wände, warf das kalte Feuer zurück, das drohte, alles zu verschlingen. „Charise.“ Seine Stimme brach, verzweifelt. „Schau mich an—“
Alte Ruinen unter dem Vollmond (Die Lunaris)Die Lichtung erstreckte sich weit unter dem kalten Licht des Vollmonds, die Bäume rahmten sie wie stumme Wächter ein. Von den Grenzen dreier Territorien hatten sich die Rudel der jungen Alphas versammelt: Krieger, Späher und Älteste standen in disziplini
„Schon gut, schon gut“, flüsterte ihre Mutter und strich mit den Fingern durch ihr Haar, wobei sie vereinzelte Schneeflocken fortwischte. „Du bist jetzt in Sicherheit. Hier kann dir nichts etwas antun.“Charise hob leicht den Kopf und bemerkte die kleinen Amulette und Talismane, die die Wände säumt
Der Schnee und der Wolf (VOR 15 JAHREN)Der Wald lag unter einem zerbrechlichen Schleier der Morgendämmerung, Frost glitzerte wie verstreute Diamanten auf jedem Ast. Charises Stiefel versanken im Schnee, während sie rannte und kleine Stürme aus funkelndem Eis aufwirbelte. Ihr Atem stieg in schnelle
Ihre Augen — silbern, lebendig, beinahe schmerzhaft anzusehen — trafen seine über die Distanz hinweg.Er kannte ihren Namen nicht, doch er spürte sie so deutlich, als würde sein Blut sie erkennen.Du bist echt, dachte er — auch wenn er nicht wusste, ob er es laut ausgesprochen hatte.Der Boden unte